Johann Heinrich Cherler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Johann Heinrich Cherler (* um 1570 in Basel; † 1609 oder 1610 in Mömpelgard) war ein Schweizer Arzt und Botaniker. Er war Hofmedikus in der damals württembergischen Grafschaft Mömpelgard. Sein botanisches Autorenkürzel lautet „Cherler“.

Cherler war der Sohn des evangelischen Pfarrers und Dichters Paul Cherler und der Elisabeth Bauhin, der Tochter von Jean Bauhin. Johann Heinrich Cherler heiratete die Tochter des Botanikers Johann Bauhin, mit dem er das Buch Historiæ plantarum generalis novæ et absolutæ Prodomus erarbeitete, das eine Zusammenfassung des botanischen Wissens seiner Zeit darstellte und erst 1619, lange nach Cherlers Tod, erschien. In dem Werk werden 5000 Pflanzen beschrieben und in 3000 Zeichnungen belegt.

Cherler war unter anderem als Professor der Philosophie an der Akademie zu Nîmes tätig.

Dedikationsnamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Carl von Linné benannte Cherler zu Ehren eine Kleeart: Cherlers Klee (Trifolium cherleri L.). Später wurde ihm zu Ehren noch eine Windenart: Convolvulus cherleri Agardh ex Roem. & Schult. und eine Wundkleeart: Anthyllis cherleri Brügger benannt.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Historiæ plantarum generalis novæ et absolutissimæ quinquaginta annis elaboratæ iam prelo commissæ prodromus (mit Johann Bauhin). Yverdon 1619
  • Historia plantarum universalis, nova, et absolutissima (mit Johann Bauhin). 3 Bände, Yverdon 1650–1651. (Band 1, Band 2, Band 3).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]