Johann Thomas Petry

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Johann Thomas Petry, auch Johann Thomas Petri, (* 1720 in Bundenbach; † 1799 in Schneppenbach)[1] war ein deutscher Baumeister, der u. a. durch Fürst Johann XI. Albert Philipp Joseph Fürst Dominik von Salm-Kyrburg (1708–1778)[2] zum salm-kyrburgischen Hofbaumeister ernannt wurde[3] und zahlreiche Sakralbauten schuf.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johann Thomas Petry wurde als Sohn des Gerichtsschöffen und Baumeisters Thomas Petry († 1743)[4] und seiner Ehefrau Anna Barbara Petry geboren und heiratete am 8. November 1746 in Schneppenbach Anna Gertrud Petry geborene Stein (1727–1796), die Tochter der Eheleute Johann Heinrich Stein und Anna Maria Stein geborene Fey.[5] Aus deren gemeinsamen Ehe entstammten 17 Kinder.[6]

Beruflicher Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seiner Ausbildung bei Johann Georg Seitz, dem Vater von Johannes Seiz, wurde er 1760 zum Baumeister ernannt.

Bauten und Entwürfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1730: Evangelische Pfarrkirche in Simmertal, Kirchstraße; barocker Saalbau (unter Denkmalschutz)
  • 1752–1771: Piaristenkolleg in Kirn (seit 1938 Rathaus)[7]
  • 1755: Evangelische Pfarrkirche in Idar-Oberstein, Am Kirchberg 6; schlichter barocker Saalbau, Dachreiter mit welscher Haube
  • 1764: (Heute) Evangelische Kirche in Kirchenbollenbach
  • 1765: (Heute) Evangelische Pfarrkirche in Sien (ehem. St. Laurentius, als Simultankirche errichtet)
  • 1768: Katholische Kapelle in Schneppenbach
  • 1768–1770: Pfarrkirche St. Johannes der Täufer mit Pfarrhaus in Staudernheim
  • 1769–1771: Fürstliche Kellerei in Kirn[8]
  • 1770: Katholische Kirche St. Johann Baptist in Bärweiler, Hauptstraße 12; spätbarocker Saalbau, Bruchstein
  • 1770-1717: Schloss Sien in Sien
  • 1770–1772: Katholische Kirche St. Josef Calasanza in Kirn-Sulzbach; barockes Langhaus[9]
  • 1775–1778: (Heute) Evangelische Kirche in Stipshausen
  • 1781–1782: (Heute) Evangelische Kirche in Horn, Wilhelm-Oertel-Straße 11; barocker Saalbau
  • 1790–1791: (Heute) Evangelische Pfarrkirche in Hennweiler, Hauptstraße; ehemals katholische Kirche St. Stephan, spätbarocker Saalbau, bezeichnet 1790, Architekt wohl Hofbaumeister Johann Thomas Petri, Kirn, romanischer ehemaliger Chorturm, zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts[10]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gesellschaft für Nützliche Forschungen zu Trier, Landeskundliche Arbeitsgemeinschaften in den Regierungsbezirken Trier und Koblenz, Arbeitsgemeinschaft für Heimatgeschichte des Nahe-Hunsrück-Raumes (Hrsg.): Kurzbiographien vom Mittelrhein und Moselland. Trier 1968, S. #. (ISSN 0458-6905)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verein für Computergenealogie@1@2Vorlage:Toter Link/gedbas.genealogy.net (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgerufen am 2. August 2013
  2. Photos zu schönen alten Wappen, abgerufen am 2. August 2013
  3. Aus der Geschichte der Gemeinde Schneppenbach, abgerufen am 2. August 2013
  4. Die Vorfahren von Matthias Alles, abgerufen am 2. August 2013
  5. Ahnenliste von Matthias Alles - Eintrag 842, abgerufen am 2. August 2013
  6. Gemeinsame Kinder, abgerufen am 2. August 2013
  7. Farbfotografie, abgerufen am 2. August 2013
  8. Hunsrück und Naheland, abgerufen am 2. August 2013
  9. Farbfotografie mit zusätzlichen Informationen, abgerufen am 2. August 2013
  10. Ev. Pfarrkirche Hennweiler, abgerufen am 2. August 2013