Bundenbach

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zur gleichnamigen Burg siehe Burg Bundenbach.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Bundenbach
Bundenbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Bundenbach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 51′ N, 7° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Birkenfeld
Verbandsgemeinde: Rhaunen
Höhe: 400 m ü. NHN
Fläche: 7,7 km²
Einwohner: 906 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 118 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55626
Vorwahl: 06544
Kfz-Kennzeichen: BIR
Gemeindeschlüssel: 07 1 34 017
Adresse der Verbandsverwaltung: Zum Idar 23
55624 Rhaunen
Webpräsenz: www.bundenbach.de
Ortsbürgermeister: Michael Brzoska
Lage der Ortsgemeinde Bundenbach im Landkreis Birkenfeld
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Über dieses Bild
Bundenbach aus der Ferne - 2014
Rekonstruierte keltische Höhensiedlung
Hahnenbachtal

Bundenbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Rhaunen an und ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.[2] Bundenbach gilt wegen seiner rund 400 Millionen Jahre alten Fossilien von Panzerfischen und anderen Tieren aus dem Devon als Fossilienfundstätte von Weltrang.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundenbach liegt an der Hunsrück Schiefer- und Burgenstraße.

Die nächstgrößeren Städte sind Kirn, Idar-Oberstein und Simmern. Nachbarorte sind Rhaunen, Bollenbach, Schneppenbach und Bruschied.

Zu Bundenbach gehören auch die Wohnplätze Neumühle und Reinhardsmühle.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf einem Bergsporn bei Bundenbach, in einer Schleife des Hahnbaches, befand sich eine spätkeltische Befestigungsanlage, auch castellum genannt, vom Stamm der Treverer. Sie gilt als die am vollständigsten erforschte Anlage dieser Art.[4]

Bundenbach wurde am 14. März 1283 erstmals urkundlich erwähnt.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Bundenbach; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][2]

Jahr Einwohner
1815 529
1835 763
1871 728
1905 850
1939 1.005
1950 969
Jahr Einwohner
1961 883
1970 1.010
1987 1.013
1997 1.016
2005 1.015
2014 906

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Bundenbach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[5]

Wahl CDU WGR Gesamt
2014 7 5 12 Sitze
2009 5 7 12 Sitze
2004 9 7 16 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „Gespalten von Blau und Silber, vorne ein schräg gestelltes silbernes Buch, belegt mit drei schwarzen Kugeln (2/1), hinten ein durchgehendes rotes Balkenkreuz.“

Die vordere Schildhälfte zeigt die Attribute des Ortspatrons, des hl. Nikolaus, der auch in dem alten Gerichtssiegel abgebildet war; die hintere Schildhälfte verweist auf die frühere Zugehörigkeit zum Territorium des Kurfürstentums Trier.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswert sind die mittelalterliche Burgruine Schmidtburg (eine der größten Burganlagen des Hunsrücks), die Schiefergrube Herrenberg; seit 1976 Besucherbergwerk, das Fossilienmuseum, die La-Tène-zeitliche keltische Höhensiedlung Altburg und das wildromantische Hahnenbachtal ohne Straßenverkehr.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Bundenbach

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Bundenbach gibt es einen Kindergarten und ein Dorfgemeinschaftshaus. In Kirn befindet sich ein Bahnhof der Bahnstrecke Bingen–Saarbrücken. Im Norden befinden sich die Bundesstraße 50 und der Flughafen Frankfurt-Hahn.

Söhne und Töchter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Thomas Petry, auch Johann Thomas Petri; (* 1720 in Bundenbach; † 1799 in Schneppenbach), deutscher Baumeister
  • Franz Mörscher (* 1931), deutscher Bildhauer, Mosaikkünstler, Maler, Fotograf und Sachbuchautor
  • Wendel Schäfer (* 1940), Lehrer und Schriftsteller

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 20 (PDF; 2,3 MB)
  4. Alfred Haffner: Die Altburg von Bundenbach im südlichen Hunsrück. In: Rheinisches Landesmuseum Trier: Trier. Augustusstadt der Treverer. Philipp von Zabern, Mainz 1984, ISBN 3-8053-0792-6.
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen