Johann Wilhelm Meil

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dessau

Johann Wilhelm Meil (* 23. Oktober 1733 in Altenburg; † 2. Februar 1805 in Berlin) war ein deutscher Maler, Kupferstecher, Zeichner, Radierer und Buchillustrator

Johann Wilhelm Meil war der Sohn des Hofbildhauers Johann Christoph Meil (1698–1734) und jüngerer Bruder des Zeichners und Kupferstechers Johann Heinrich Meil (1729–1803).

Johann Wilhelm Meil erlernte das Malerhandwerk autodidaktisch in Leipzig, möglicherweise mit Hilfe seines älteren Bruders Johann Heinrich.

1752 kam er nach Berlin und wurde als Künstler tätig. Er wurde 1766 Mitglied der Akademie der Künste, 1783 Rektor der Zeichenklasse, 1797 oder 1798 Vizedirektor und 1801 deren Direktor als Nachfolger Daniel Chodowieckis.

Neben seiner pädagogischer Tätigkeit war er als freischaffender Künstler aktiv.

Im Zeitraum von 1752 bis 1755 schuf er etwa 80 Radierungen nach Entwürfen von Johann Michael Hoppenhaupt, u. a. für den Schloßneubau in Sanssouci. Er entwarf auch zwölf Vasen auf der Terrasse vor der Bildergalerie des Schlosses.

Er schuf Kostüme für das Berliner Hoftheater, sowie Entwürfe für die der Königlich Preußische Porzellanmanufaktur.

Johann Wilhelm Meil illustrierte u. a. Johann Jakob Engels „Ideen zu einer Mimik“ (1785/86), Schriften Friedrich des Großen, Ewald Christian von Kleists, Karl Wilhelm Ramlers, vor allem aber Johann Matthias Schröckhs „Allgemeiner Weltgeschichte für Kinder“ (1781–1786).

Meil entwarf 1792 das für den Schloßpark von Schloss Neuhardenberg bestimmtes Denkmal Friedrich des Großen, das nach seinen Entwürfen von dem Bildhauer Giuseppe Martini realisiert wurde.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Johann Wilhelm Meil – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien