Johanna von Bültzingslöwen

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Johanna von Bültzingslöwen (geb. Johanna Sophia Beata Friederica Elisabeth von Gentzkow; * 11. Februar 1770 in Dewitz; † nach 1823) war eine deutsche Schriftstellerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johanna von Bültzingslöwen wurde 1770 als Tochter des Kammerjunkers und Schriftstellers Johann Adolf Friedrich von Gentzkow im Herzogtum Mecklenburg-Strelitz geboren. Sie erhielt eine gute Erziehung. Der Vater starb, als sie elf Jahre alt war. Ihre Mutter vermietete daraufhin das Gut der Familie in Dewitz und zog mit Johanna und ihren Geschwistern in die Nähe von Potsdam.

Im Jahr 1796 heiratete sie den königlich preußischen Hauptmann der Leibgarde Friedrich Heinrich von Bültzingslöwen. Das gemeinsame Kind starb nach wenigen Monaten, die Ehe wurde nach kurzer Zeit geschieden. Nach einer langjährigen Erkrankung fand Johanna von Bültzingslöwen zum Schreiben und veröffentlichte erste Aufsätze in diversen Zeitschriften. Über Johanna von Bültzingslöwen, die um 1820 nach Berlin gezogen war, liegen nach der zeitgenössischen biografischen Beschreibung Schindels aus dem Jahr 1823 keine weiteren Informationen vor.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Briefe über weibliche Bildung, gewechselt zwischen Tante und Nichte (1819)
  • Die Vergeltung (Trauerspiel 1820)
  • Der Kampf mit dem Schicksale (Roman 1820)
  • Ansichten und Meinungen zur Beförderung glücklicher Ehen (1820)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grete Grewolls: Wer war wer in Mecklenburg und Vorpommern. Das Personenlexikon. Hinstorff Verlag, Rostock 2011, ISBN 978-3-356-01301-6, S. 1591.
  • Carl Wilhelm Otto August von Schindel: Die deutschen Schriftstellerinnen des 19. Jahrhunderts, Erster Theil A-L. F. A. Brockhaus, Leipzig 1823, S. 80–84.
  • Carl Schröder: Mecklenburg und die Mecklenburger in der schönen Literatur. Süsserott, Berlin 1909, S. 147f.
  • Elisabeth Friedrichs: Die deutschsprachigen Schriftstellerinnen des 18. und 19. Jahrhunderts. Ein Lexikon. Metzler, Stuttgart 1981, ISBN 3-476-00456-2, (Repertorien zur deutschen Literaturgeschichte 9), S. 44.
  • Georg Christoph Hamberger, Johann Georg Meusel, as gelehrte Teutschland, Band 22, S.427f

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]