Lindetal

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Lindetal führt kein Wappen
Lindetal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lindetal hervorgehoben
Koordinaten: 53° 29′ N, 13° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte
Amt: Stargarder Land
Höhe: 100 m ü. NHN
Fläche: 56,33 km²
Einwohner: 1142 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 20 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17349
Vorwahlen: 03964, 03966
Kfz-Kennzeichen: MSE, AT, DM, MC, MST, MÜR, NZ, RM, WRN
Gemeindeschlüssel: 13 0 71 090
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Mühlenstraße 30
17094 Burg Stargard
Webpräsenz: www.stargarder-land.de
Bürgermeister: Michael Scheidt
Lage der Gemeinde Lindetal im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
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Über dieses Bild

Lindetal ist eine Gemeinde im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Stargarder Land mit Sitz in der Stadt Burg Stargard verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lindetal liegt etwa 13 Kilometer südöstlich von Neubrandenburg und vier Kilometer östlich vom Amtssitz Burg Stargard. Die Gemeinde liegt an einem Endmoränenzug, dessen Höhen teilweise über 100 m ü. NN reichen. Namensgebend für die Gemeinde ist die durch den Westen der Gemarkung fließende Linde.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alt Käbelich
  • Ballin
  • Dewitz
  • Leppin
  • Marienhof
  • Plath
  • Rosenhagen

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Lindetal entstand am 1. Januar 2002 aus den bis dahin selbständigen Gemeinden Ballin, Dewitz und Leppin.[2] Ihr ursprünglicher Name Lindental wurde mit Wirkung vom 1. April 2002 in Lindetal geändert.[2]

Alt Käbelich wurde 1298 als Cobelik, (= Stutenort) genannt. Das Gut war im Besitz der Familie von Dewitz. Durch die Bauernlege entstand ab 1719 Neu-Käbelich, seit 1770 Vorwerk von Alt-Käbelich. Neu-Käbelich war ab 1801 selbstständige Meierei. Nach 1719 waren die Orte herzogliches Kammergut (Domanäne). Die Gotik|frühgotische Feldsteinkirche stammt aus der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts mit einer Innenausstattung der Neogotik.

Ballin wurde 1306 erstmals genannt (Ort des Bala). Die Feldsteinkirche stammt aus der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts mit einer Inneneinrichtung vom 18. Jahrhundert. Das barockisierende Gutshaus entstand um nach 1900.

Dewitz – ein Angerdorf – war ein Rittersitz. 1304 wurde Ritter Anselm Jentzkowe in Dewitz erwähnt. Die Familie von Gentzkow besaßen das Gut mit geringen Unterbrechungen bis 1822; danach war es Staatsdomäne. Zwei runde mittelalterliche Türme sind erhalten. Die Kirche wurde um 1290 erbaut.

Leppin wurde 1298 erstmals erwähnt (Ort der Lepa = schön). Teile des Ortes gehörte dem Kloster Wanzka sowie dem Landesherrn. Das Gut war u. a. im Besitz der Familien von Genzkow (17. Jahrhundert), von Oertzen (1705–1927). Das Gutshaus wurde nach 1755 erbaut, Um- und Flügelbauten entstanden um 1850 nach Plänen von Friedrich Wilhelm Buttel im Tudorstil; es war von 1952 bis 1990 Berufsschule und Internat, heute (2015) Büro- und Wohnhaus.[3] Die Kirche stammt aus der Zeit um 1300 und wurde nach dem großem Dorfbrand 1775 erneuert. Der Turm entstand 1843 nach Plänen von F. W. Buttel.

Marienhof war eine Meierei von Dewitz und seit 1854 selbstständig. Von 1829 bis vor 1900 gab es die Pragsdorfer Ziegelei.

Plath – ein Angerort – wurde 1298 erstmals mit dem slawischen Namen Plote genannt, was übersetzt Zaunort bedeutet. Wedege von Plote, Erblandmarschall der Herrschaft Stargard, verkaufte Plath um 1425 an das Kloster Wanzka, das es bis zur Reformation besaß. Danach erfolgte der Bau der Feldsteinkirche.

Rosenhagen war ursprünglich eine Meierei von Ballin und seit 1810 selbstständig. Das Gutshaus ist erhalten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Lindetal

  • Herrenhaus Ballin[4]
  • Kirche Dewitz aus dem 13. Jahrhundert
  • Herrenhaus Leppin aus dem 18. Jahrhundert[5]
  • Kirche Leppin

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die B 96 verläuft westlich, die B 104 nördlich und die B 198 östlich der Gemeinde.

Freiwillige Feuerwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Gemeindezusammenschluss im Januar 2002 sind die damals bestehenden Freiwilligen Feuerwehren in den Gemeinden Dewitz und Ballin zur Feuerwehr Lindetal zusammengeführt worden. Im Januar 2007 wurde die Freiwillige Feuerwehr in der Gemeinde Cölpin aufgelöst und gehört seither zur Freiwilligen Feuerwehr Lindetal.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lindetal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2014 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002
  3. Sabine Bock: Herrschaftliche Wohnhäuser auf den Gütern und Domänen in Mecklenburg-Strelitz. Architektur und Geschichte. (= Beiträge zur Architekturgeschichte und Denkmalpflege, 7.1–3), Thomas Helms Verlag Schwerin 2008, ISBN 978-3-935749-05-3, Band 2, S. 527–538.
  4. Sabine Bock: Herrschaftliche Wohnhäuser auf den Gütern und Domänen in Mecklenburg-Strelitz. Architektur und Geschichte. Band 1. (= Beiträge zur Architekturgeschichte und Denkmalpflege, 7.1–3). Thomas Helms Verlag Schwerin 2008, ISBN 978-3-935749-05-3, S. 37–44.
  5. Sabine Bock: Herrschaftliche Wohnhäuser auf den Gütern und Domänen in Mecklenburg-Strelitz. Architektur und Geschichte. Band 2. (= Beiträge zur Architekturgeschichte und Denkmalpflege, 7.1–3). Thomas Helms Verlag Schwerin 2008, ISBN 978-3-935749-05-3, S. 527–538.