Johannes Fabry

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Johannes Fabry (um 1925)

Johannes Fabry (Johann Hubert Fabry; * 1. Juni 1860 in Jülich; † 29. Juni 1930 in Dortmund) war ein deutscher Arzt; sein Fachgebiet war die Dermatologie.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johannes Fabry entstammte einer Kaufmannsfamilie aus Jülich. Der Vater betrieb dort ein kleines Geschäft. Johannes Fabry hatte zehn Geschwister. Er war der älteste Bruder von Hermann Hubert Fabry und Onkel von Hermann Josef Hubert Carl Fabry.

Sein Medizinstudium absolvierte er in Bern und Berlin. Während des Studiums verlor er bei einem Sportunfall ein Bein und konzentrierte sich fortan auf die Dermatologie. Er wurde in Bonn an der Klinik für Haut- und Geschlechtskrankheiten unter Joseph Doutrelepont, später in Zürich bei Hugo Ribbert ausgebildet. 1885 wurde Fabry Ueber musculären Schiefhals in Bonn promoviert. 1889 ließ er sich in Dortmund nieder und gründete 1900 die Hautklinik im Louisen-Hospital (heute Dortmunder Stadtkrankenhaus) und war bis 1927 ihr medizinischer Leiter. Am 31. Juli 1919 wurde Fabry zum Professor ernannt. Er begründete den führenden Rang der Hautklinik.

Fabry beschäftigte sich fast mit allen Gebieten der Dermatologie. Die Erbkrankheit Morbus Fabry, die er 1898 zeitgleich mit William Anderson als erster beschrieb,[1] ist nach ihm benannt. Er entwickelt auch den nach ihm benannten Fabry-Spiritus zur Behandlung von Akne.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fabry, Johann. In: Erhard Riecke (Hrsg.): Deutscher Dermatologenkalender. Voss, Leipzig 1929 (Bibliographie).
  • Albrecht Scholz: Geschichte der Dermatologie. Springer, Berlin/Heidelberg 1999.
  • Hermann Fabry: An historical overview of Fabry disease. In: Journal of inherited metabolic disease. ISSN 0141-8955, Band 24, Supplement 2, April 2001, S. 3–7, doi:10.1023/A:1012443001449, PMID 11758677.
  • Peter Altmeyer (Hrsg.): 100 Jahre Dermatologie Bochum. Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Ruhr-Universität Bochum, Bochum 2012.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. J. Fabry: Ein Beitrag zur Kenntnis der Purpura haemorrhagica nodularis (Purpura papulosa haemorrhagica Hebrae). In: Archiv für Dermatologie und Syphilis. Band 42, 1898, S. 187–200.