Jülich

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Dieser Artikel behandelt die Stadt Jülich; für andere Bedeutungen siehe Jülich (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Jülich
Jülich
Deutschlandkarte, Position der Stadt Jülich hervorgehoben
Koordinaten: 50° 55′ N, 6° 21′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Kreis: Düren
Höhe: 83 m ü. NHN
Fläche: 90,39 km²
Einwohner: 32.601 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 361 Einwohner je km²
Postleitzahl: 52428
Vorwahlen: 02461, 02463
Kfz-Kennzeichen: DN, JÜL, MON, SLE
Gemeindeschlüssel: 05 3 58 024
Stadtgliederung: 16 Stadtteile/Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Große Rurstraße 17
52428 Jülich
Webpräsenz: www.juelich.de
Bürgermeister: Axel Fuchs[2] (parteilos)
Lage der Stadt Jülich im Kreis Düren
Kreis Düren Nordrhein-Westfalen Rhein-Erft-Kreis Kreis Euskirchen Rhein-Kreis Neuss Kreis Heinsberg Stadt Aachen Städteregion Aachen Belgien Heimbach Kreuzau Nideggen Vettweiß Düren Jülich Langerwehe Titz Merzenich Aldenhoven Hürtgenwald Nörvenich Inden Niederzier LinnichKarte
Über dieses Bild
Der Schwanenteich mit dem neuerrichteten Sparkassengebäude im Hintergrund

Jülich (französisch Juliers, niederländisch Gulik) ist eine mittlere, kreisangehörige Stadt im Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen, Deutschland.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jülich liegt an der Rur. Das zugehörige Umland liegt im Norden der Jülich-Zülpicher Börde. Begrenzt wird das Stadtgebiet im Norden von der Stadt Linnich, im Nordosten von der Gemeinde Titz, im Südosten von der Gemeinde Niederzier, im Süden von der Gemeinde Inden und im Westen von der Gemeinde Aldenhoven. Die größte Ausdehnung von Ost nach West beträgt 13,3 km und von Nord nach Süd 10,9 km. Der höchste Punkt von Jülich liegt in Bourheim bei 110 m (außer Sophienhöhe), der tiefste bei 70 m in Barmen. Jülich besteht neben der Kernstadt aus 15 weiteren Stadtteilen.

Stadtbezirke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Jülich gliedert sich in 16 Stadtbezirke:

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgenden Daten wurden erhoben von der meteorologischen Station des Forschungszentrums Jülich.

Jahresmittelwerte von 1961 bis 2004
  Jahresmittel Minimum Maximum
Temperatur in °C 9,8 −21,1 (1979) 37,6 (2003)
Sonnenscheindauer in h 1528 1224 (1981) 2168 (2003)
Niederschlag in mm 693 441 (1976) 1042 (1966)
Windgeschwindigkeit in m/s 3,1 2,6 (89/92) 3,8 (1970)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Motte bei Altenburg/Jülich, Reste einer Turmhügelburg aus dem 12. Jahrhundert
Renaissance-Schloss im Innern der gewaltigen Zitadelle (2014)
Jülich auf der Tranchotkarte von 1806/07
Maximaler französischer Ausbauplan von Jülich

Historischer Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jülich entstand in römischer Zeit als Straßenstation entlang der Römerstraße von Boulogne-sur-Mer nach Köln (Via Belgica). Der vicus (Iuliacum) erlangte eine gewisse Bedeutung wegen seiner strategischen Position an einer Furt der Rur und wurde im 4. Jahrhundert mit einem Kastell befestigt. Im 5. Jahrhundert fiel der Ort in fränkische Hand und entwickelte sich zum Zentrum eines Gaues, des sogenannten Jülichgaus, aus dem später die Grafschaft und ab 1328 das Herzogtum Jülich hervorgingen.

1234 wird Jülich angeblich zur Stadt erhoben, im Rahmen eines Krieges gegen den Erzbischof von Köln wird die Stadt 1239 zerstört. Am 14. Oktober 1279 schließen die Grafen von Jülich mit dem Kölner Erzbischof Siegfried von Westerburg den Pingsheimer Frieden. Im 14. Jahrhundert erhält die Stadt eine neue Befestigung, von der mit dem Hexenturm und einem Mauerrest in der Stiftsherrenstraße noch Relikte erhalten sind. 1416 erhält die Stadt von Herzog Rainald von Jülich-Geldern das finanzielle Selbstbestimmungsrecht. Die Macht der Jülicher Herzöge wächst mit dem Zusammenschluss der Herzogtümer Jülich, Kleve und Berg zu den Vereinigten Herzogtümern. Die Herrschaft Herzog Wilhelm V., genannt der Reiche. bedeutet einen Höhepunkt. Zwar wird Jülich 1543 kampflos an kaiserliche Truppen übergeben, und 1547 fällt fast die ganze Stadt einer Feuersbrunst zum Opfer, aber sie wird durch den Herzog mit Hilfe des italienischen Architekten Alessandro Pasqualini zur glanzvollen Residenzstadt und Idealstadtanlage der Renaissance ausgebaut. Im Zuge dieser Arbeiten entstehen die Zitadelle und die Stadtbefestigung sowie die Grundzüge des Stadtplanes, der bis heute erhalten ist. Damit entsteht die damals modernste Befestigung Europas. Nachdem die Herzogliche Linie 1609 ausstirbt, werden die Vereinigten Herzogtümer aufgeteilt. Die Stadt gehört danach mit dem Herzogtum zu Pfalz-Neuburg, dann Kurpfalz (1685) und Bayern (1777). 1610 wird Jülich im Zuge des Jülich-Klevischen Erbfolgestreits zum ersten Mal belagert, 1621/1622 ein zweites Mal.

1794 bis 1814 gehört Jülich als Juliers im Département de la Roer zum französischen Staatsgebiet. Die Franzosen erweitern die Festungsanlagen um den napoleonischen Brückenkopf an der Rur und zahlreiche Außenwerke. 1815 wird Jülich preußische Festungs- und Kreisstadt. Wegen der Festung bestehen die Militärs darauf, die 1841 eröffnete Bahnlinie Köln – Aachen über das benachbarte Düren zu führen, welches diesem einen nicht mehr einholbaren Entwicklungsvorsprung einbringt. Die Festungswerke werden 1860 nach einer großen Belagerungsübung der preußischen Armee geschleift, aber die Stadt bleibt Garnison und Sitz einer Unteroffiziersschule. Nach der Entfestigung erhält Jülich dann 1873 den lange gewünschten Eisenbahnanschluss mit drei Linien in Richtung Düren, Mönchengladbach und Stolberg (– Aachen), von 1882 bis 1912 folgen drei weitere Bahnstrecken. In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts ist Jülich von französischen und belgischen Truppen besetzt (Alliierte Rheinlandbesetzung); das 1918 in Betrieb gegangene und auf 1800 Arbeitskräfte ausgelegte Reichsbahnausbesserungswerk (ab 1961/64 Heeresinstandsetzungswerk 800 / SysInstZentr 800 / heute Mechatronikzentrum) sorgt für einen Zustrom an Neubürgern, die im Südviertel (Heckfeld) angesiedelt werden, das planmäßig ausgebaut wird.

Am 16. November 1944 (Zweiter Weltkrieg) wird Jülich bei einem heftigen Luftangriff britischer Bomber zu 97 % zerstört, da es – obwohl die Stadtanlage, der Brückenkopf und die Zitadelle längst nicht mehr als Festung genutzt werden – als ein Haupthindernis bei der Einnahme des Rheinlandes gilt. Am 8. Dezember 1944 erreichen amerikanische Truppen das Westufer der Rur gegenüber von Jülich (Näheres siehe Rurfront). Nach dem Ende der Kämpfe Anfang 1945 ist die Stadt praktisch unbewohnt und total zerstört, ihr Wiederaufbau scheint unsicher. In den Jahren 1949 bis 1956 erfolgt unter Bürgermeister Heinrich Röttgen dann doch der Wiederaufbau des Stadtkerns, bei dem es gelingt, den überlieferten Renaissance-Grundriss zu erhalten. In den 50er und 60er Jahren bringt der Aufbau der Kernforschungsanlage (heute Forschungszentrum Jülich) wiederum zahlreiche Neubürger, vor allem Akademiker, die sich hauptsächlich im Nordviertel ansiedeln. Durch Eingemeindungen steigt die Einwohnerzahl am 1. Januar 1972 noch weiter auf über 30.000 an, allerdings wird der Kreis Jülich im Zuge der Kommunalreform aufgelöst. Die nach dem Krieg lange verwaiste Zitadelle wird instand gesetzt und Sitz des Städtischen Gymnasiums, in den 90er Jahren entwickelt sie sich immer mehr zum kulturellen und touristischen Mittelpunkt der Stadt. Nachdem von 1968 bis 1983 alle Jülich berührenden Bahnstrecken bis auf die „Nabelschnur“ nach Düren ihren Personenverkehr verloren haben und auch diese letzte Verbindung stillgelegt werden soll, übernimmt 1993 die Dürener Kreisbahn den Betrieb, führt einen Taktfahrplan mit Leichttriebwagen und abgestimmte Anschluss-Busfahrpläne mit einheitlichem Verbundtarif ein und vervielfacht damit die Fahrgastzahlen, so dass die Jülicher Bahnanbindung heute den Charakter einer Regio-S-Bahn hat. Vom 25. April bis 4. Oktober 1998 fand die Landesgartenschau in Jülich statt. Dadurch wurde die umfangreiche Restaurierung der Festungsanlagen des Brückenkopfes und die Anlage eines großen Naherholungsgebietes – des Brückenkopfparks – ermöglicht.

In der heutigen Zeit erhält Jülich vor allem durch das weltweit bekannte Forschungszentrum (seit 1956) und den zur FH Aachen gehörenden Campus Jülich (seit 1970) Bedeutung. Der Campus wurde für 87 Mio. Euro erweitert und am 3. November 2010 eingeweiht. Wahrzeichen von Jülich ist der Hexenturm.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Barmen, Bourheim, Broich, Kirchberg, Koslar, Mersch, Merzenhausen, Pettern bei Mersch, Stetternich und Welldorf eingegliedert.[3]

Ausgliederungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurde der Ortsteil Krauthausen an die Gemeinde Niederzier abgetreten.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung von Jülich seit 1800
Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner   Jahr Einwohner   Jahr Einwohner
300 1.500   1900 4.964   31.12.1960 14.339
1533 1.300   1920 7.688   31.12.1970 20.778
1647 1.300   1931 10.051   31.12.1980 30.433
1735 1.520   1939 12.000   31.12.1990 31.285
1795 2.025   30.04.1945 100   31.12.2000 33.434
1802 2.429   31.12.1948 8.120   31.12.2005 33.811
1860 3.119   31.12.1951 10.182   31.12.2010 33.133

Zur Erläuterung:

  • 1918 geht in Jülich das für 1800 Arbeitskräfte geplante Eisenbahn-Ausbesserungswerk in Betrieb.
  • Am 16. November 1944 wird Jülich fast völlig zerstört.
  • Der starke Bevölkerungsanstieg in den 1960er Jahren geht auf die Ansiedlung der Kernforschungsanlage Jülich zurück.
  • Der starke Anstieg der Bevölkerung um etwa ein Drittel nach 1970 beruht auf der kommunalen Neugliederung zum 1. Juli 1972, die mehrere umliegende Dörfer zu Stadtteilen Jülichs werden ließ. Dieses bescherte Jülich 11.745 weitere Bürger.
  • Etwa die Hälfte der Bevölkerung wohnt in der Kernstadt, die andere Hälfte verteilt sich auf die 15 umliegenden, zum Stadtgebiet zählenden Dörfer.
  • Den höchsten Bevölkerungsstand hatte Jülich Ende 2002 mit fast 34.300 Einwohnern, derzeit stagniert die Einwohnerzahl jedoch bei etwa 33.000.
  • Die Kernstadt hatte am 31. Dezember 2015 insgesamt 17.587 Einwohner.

Kirchen und Pilgerweg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jülich ist Sitz des Kirchenkreises Jülich, zu dem sich 20 evangelische Gemeinden zusammengeschlossen haben und dem über 86.000 Gläubige angehören. Die 13 katholischen Pfarrgemeinden in der Stadt Jülich haben sich in der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Heilig Geist Jülich zusammengeschlossen. An Freikirchen sind in Jülich eine Baptisten-Gemeinde, die Freie evangelische Gemeinde,[4] sowie die Neuapostolische Kirche vertreten.

Am 11. September 2011 wurde ein ökumenischer Pilgerweg in der Jülicher Region eröffnet. Er startet in Jülich und führt dann über 100 Kilometer durch Jülich und die umliegenden Ortschaften. Verweilorte sind die örtlichen Kirchen. Diese können mit dem Auto, dem Fahrrad oder zu Fuß besucht werden. Die Errichtung eines Pilgerwegs geht auf eine Idee der Selgersdorferin Anke Keppel zurück.[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2014[6][7]
Wahlbeteiligung: 53,46 (2004: 57,93 %)
 %
40
30
20
10
0
35,67 %
25,54 %
22,91 %
9,89 %
4,03 %
1,04 %
0,93 %
UWG-JÜL
EB Neuenhoff
EB Fuchs
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
-0,28 %p
+5,08 %p
+3,41 %p
+1,49 %p
-3,38 %p
-0,34 %p
+0,93 %p
UWG-JÜL
EB Neuenhoff
EB Fuchs
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 27. September 2015 wurde der parteilose Axel Fuchs zum neuen Bürgermeister Jülichs gewählt. Die Amtseinführung fand am 21. Oktober 2015 statt.

Stadtrat 2009–2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Stadtrat der Stadt Jülich gehörten nach der Kommunalwahl vom 30. August 2009 42 Stadtverordnete an, die sich auf die einzelnen Parteien und Listen wie folgt verteilten:[8]

Partei CDU UWG-JÜL SPD GRÜNE FDP LINKE Gesamt
Sitze 16 10 8 4 3 1 42

(Stand: 29. Oktober 2009)

Zu Beginn dieser Wahlperiode bildete sich die sogenannte "Jamaika" Kooperation aus CDU, B90/Die Grünen und der FDP. Als stellvertretende Bürgermeister wurden Wolfgang Gunia (CDU) und Margret Esser-Faber (CDU) gewählt. Letztere im Losverfahren, da sie die gleiche Anzahl an Stimmen der Ratsmitglieder auf sich vereinen konnte wie Anke Keppel (UWG Jül).[9] Ende April 2011 brach die Kooperation von CDU, Grünen und FDP auseinander. Streitpunkte waren der Bau des Jugendgästehaus und Erhöhungen der Kommunalsteuern. Trotz rechnerischer Mehrheiten für Kooperationen aus CDU und SPD, CDU und UWG Jül oder SPD, Grüne und UWG Jül bildete sich keine neue Mehrheit und der Stadtrat agierte so bis zum Ende der Legislatur mit wechselnden Mehrheiten.[10] Ein Mitglied der Jül-Fraktion wechselte als parteiloses zur SPD-Fraktion, so dass sowohl UWG JÜL als auch SPD je 9 Sitze innehatten. Auch der Stadtverordnete der Linken verließ seine Partei und trat der Grünen-Fraktion bei. Die Linkspartei tritt seitdem in Jülich nicht mehr an, da alle aktiven im Streit mit dem Kreisverband Düren aus der Partei austraten.[11] 2014 trat ein Mitglied der CDU aus Fraktion und Partei aus und war seitdem parteiloses Mitglied des Rates. Der CDU-Fraktion gehörten von da an nur noch 15 Mitglieder an.[12]

Stadtrat 2014–2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit den Kommunalwahlen am 25. Mai 2014 sieht die Sitzverteilung (Stand 26. Mai 2014) wie folgt aus:

Partei CDU UWG-JÜL SPD GRÜNE FDP Gesamt
Sitze 15 10 9 4 2 40

Mit insgesamt 40 Sitzen sank die Gesamtzahl der Ratssitze im Vergleich zu 2009 um 2, da weniger Überhangmandate erworben wurden. Ohne Überhangmandate sollte der Stadtrat von Jülich aus 38 Mitglieder bestehen.[13]

Seit dem 25. Juni, dem Tag der konstituierenden Ratssitzung der neuen Legislaturperiode, regieren CDU und SPD in einer Großen Koalition zusammen.[14]

Wappen und Banner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadt Jülich ist das Recht zur Führung eines Wappens und einer Flagge (Banner) verliehen worden.

Blasonierung: „Gespalten in Gold (Gelb) und Rot, vorn (heraldisch rechts) ein steigender, schwarzer, rotbewehrter und -bezungter Löwe; hinten aus einer silbernen (weißen) zweireihigen, vierzinnigen Stadtmauer wachsend, zwei dreizinnige, unterschiedlich große silberne (weiße) Türme, darin in der oberen Hälfte zwei rote gotische Schallöffnungen; der rechte große und der linke kleinere Turm sind verbunden durch einen silbernen (weißen) Mittelbau mit rechtsschrägem Giebel, darin eine rote Kleeblattöffnung über einer roten gotischen Toröffnung. Im Oberwappen eine fünftürmige rote Mauerkrone, der zweite und vierte kleinere Turm zweizinnig und die großen Türme dreizinnig.“ Das Wappen ist eine Kombination aus dem ältesten Stadtsiegel Jülichs und dem Wappen des Herzogtums Jülich mit dem Löwen. Die Beschreibung in der Hauptsatzung ist heraldisch nicht korrekt.

Beschreibung des Banners: „Die Flagge (das Banner) der Gemeinde zeigt die Farben gelb-schwarz im Verhältnis 1:1. Es wird auch mit dem Wappen oberhalb der Mitte des Tuches geführt.“[15]

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jülich unterhielt von 1964 bis 2013 eine Partnerschaft mit dem nordfranzösischen Haubourdin. Diese wurde 2013 aus finanziellen Gründen aufgekündigt. Internationale Kontakte werden nun vor allem von den Schulen Gymnasium Haus Overbach, Mädchengymnasium Jülich und Gymnasium Zitadelle Jülich über Schüleraustausch gepflegt.

Verwaltung und Behörden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jülich ist wegen der relativ großen Entfernung zur Kreisstadt Sitz mehrerer Außenstellen der Kreisbehörden. Mit dem SystInstZentr 800 im ehemaligen Reichsbahnausbesserungswerk nahe dem Forschungszentrum ist die Stadt auch Standort der Bundeswehr, hier werden hauptsächlich Lastwagen und leichtgepanzerte Fahrzeuge repariert und instand gesetzt. Hier sind 234 Mitarbeiter beschäftigt, darunter sieben Soldaten und 70 Auszubildende. Das Werk zählt damit zu den größten Arbeitgebern in Jülich.

Jülich ist außerdem Sitz eines Amtsgerichts und eines Finanzamtes.

Bildung und Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Forschungszentrum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Forschungszentrum Jülich

Das Forschungszentrum Jülich (bis 1990 als Kernforschungsanlage / KFA bezeichnet) ist eine der größten Forschungseinrichtungen Europas.

Der Nobelpreisträger Prof. Peter Grünberg, der 2007 für den GMR-Effekt im Bereich Physik zusammen mit Albert Fert ausgezeichnet wurde, war 32 Jahre Mitarbeiter am Forschungszentrum Jülich und arbeitet auch heute noch als Gast am Peter Grünberg Institut (PGI).[16][17]

Das heutige Forschungszentrum wurde ursprünglich als Standort für die inzwischen stillgelegten und rückgebauten Kernreaktoren MERLIN (FRJ-1) und DIDO (FRJ-2) errichtet. Neben dem Forschungszentrum befindet sich der ebenfalls stillgelegte Versuchsreaktor AVR und die Wiederaufarbeitungsanlage Jülich.

Nach Leo Brandt, dem Gründer des Forschungszentrums, nach Karl Heinz Beckurts, dem langjährigen Vorsitzenden des Vorstandes des Forschungszentrums, und nach Rudolf Schulten, dem langjährigen Vorsitzenden des Wissenschaftlich-Technischen Rates des Forschungszentrums und Entwickler des Kernreaktors vom Typ Kugelhaufenreaktor, wurden in Jülich Straßen benannt.

Fachhochschule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Solarthermische Versuchskraftwerk Jülich (STJ)

Der Campus Jülich mit den Fachbereichen Chemie und Biotechnologie, Medizintechnik und Technomathematik und Energietechnik ist Teil der FH Aachen.[18]

Solar-Institut Jülich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Solar-Institut Jülich der FH Aachen, das bereits seit 1991 existiert, hat entscheidend an der Entwicklung des solarthermischen Demonstrations- und Versuchskraftwerks Solarturmkraftwerk Jülich mitgewirkt.[19]

Bibliotheken und Archiv[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtbücherei Jülich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Stadtbücherei Jülich

Die Stadtbücherei Jülich befindet sich im Kulturhaus am Hexenturm und umfasst über 43.000 Medieneinheiten. Jährlich wird sie von rund 70.000 Bürgern genutzt. Neben der Möglichkeit der Vor-Ort-Nutzung und der Ausleihe von Sachbüchern, Romanen, Zeitschriften, Sprachkursen, Audio-CDs, CD-ROMs, Spielen, Videos und DVDs, stehen Recherche- und (Internet-)Arbeitsplätze zur Verfügung.

Weitere Bibliotheken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schulbibliotheken gibt es in der Gemeinschaftshauptschule Jülich, im Gymnasium Zitadelle, im Gymnasium Haus Overbach in Jülich-Barmen, in der Realschule und in der Gemeinschaftsgrundschule Ost. Die Schulbibliothek in der Gemeinschaftshauptschule war bis 2002 eine Zweigstelle der Stadtbücherei und ist die einzige fachlich geleitete Schulbibliothek mit einem Bestand von rund 12.000 Medien.

Die Zentralbibliothek im Forschungszentrum Jülich gehört mit rund 700.000 Medieneinheiten zu den wichtigsten Spezialbibliotheken in Deutschland.

Die Bibliothek der Fachhochschule in Jülich umfasst rund 55.000 Medien und wird überwiegend von Studenten und Mitarbeitern der Fachhochschule genutzt. Auf Wunsch steht sie auch Schülern und interessierten Bürgerinnen und Bürgern der Stadt zur Verfügung.

Die Kunst- und Geschichtsbibliothek des Museums Zitadelle Jülich und des Jülicher Geschichtsvereins 1923 e. V. befindet sich im Kulturhaus am Hexenturm. Sie sammelt Literatur zu den thematischen Schwerpunkten: Kunst- und Kulturgeschichte der Renaissance sowie allgemein Militärgeschichte, insbesondere die Geschichte des Festungsbaus. Einen Sondersammelbereich bildet zeitgenössische Traktatliteratur zu Kriegswesen und Festungsbau vom 16. bis 19. Jahrhundert.

Stadtarchiv Jülich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stadtarchiv Jülich ist ebenfalls im Kulturhaus am Hexenturm untergebracht. Es dokumentiert anhand einer Vielzahl historischer Urkunden, Akten, Zeitungen, Fotos sowie Karten und Plänen 450 Jahre Jülicher Geschichte.

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Jülich gibt es fünf Grundschulen (GGS Nord, GGS Ost, GGS Süd, GGS West und Katholische Grundschule), zwei Sonderschulen (Schirmerschule, Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen und Stephanus-Schule in Selgersdorf, Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung), sowie fünf weiterführende Schulen (Gemeinschaftshauptschule-Ruraue, Realschule, Mädchengymnasium, Gymnasium Zitadelle in der Stadt und Gymnasium Haus Overbach im Ortsteil Barmen). Eine der 50 durch das nordrhein-westfälische Schulministerium genehmigten Sekundarschulen wurde in Jülich eingerichtet.[20] Daher nehmen sowohl die Hauptschule als auch die Realschule in Zukunft keine neuen Schülerinnen und Schüler mehr an und stellen bis 2017 den Schulbetrieb vollständig ein.[21] Zudem ist Jülich Sitz einer Berufsschule, sowie einer Fachoberschule.

Freizeit und Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im ganzen Stadt- und Umlandbereich finden sich vielfältige Möglichkeiten für Freizeit- und Sportaktivitäten. So existiert ein gut ausgebautes Netz von Rad- und Wanderwegen entlang der Rur mit einer Vielzahl von Routen durch Natur- und Landschaftsschutzgebiete. Besonders hervorzuheben ist die nahe Sophienhöhe – ein durch den Tagebau Hambach entstandener künstlicher Berg: Neben Wander-, Reit- und Radwegen bieten sich hier günstige Verhältnisse für Drachenflieger und Wintersportler.

Jülich ist Station der Wege der Jakobspilger im Rheinland. Der Ort liegt am Weg 9, der von Dortmund nach Aachen führt. Die nächsten Stationen sind Kaster und Kinzweiler.

Radfahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Radfahrer können sich an den Knotenpunkten orientieren. Durch die Stadt führen die Radwanderwege:

Brückenkopf-Park[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Brückenkopf-Park – entstanden auf dem Gelände der Landesgartenschau 1998 – hat sich inzwischen zu einer Attraktion für Familien und Schulen entwickelt, der Besucher auch aus den Niederlanden und Belgien anzieht. Er bietet zahlreiche Attraktionen, unter anderem einen großen Abenteuerspielplatz und eine Skater-Bahn. Für Kultur-Veranstaltungen aller Art steht ein Freiluft-Pavillon bereit. Der Jülicher Zoo ist heute ein Teil des Brückenkopf-Parkes. Weiterhin finden sich verschiedene Gastronomiebetriebe auf dem weiträumigen Gelände. Der Park ist für das Publikum von Frühjahr bis Herbst geöffnet.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jülich beheimatet mehr als 60 Sportvereine mit mehreren Fußball- und Tennisplätzen, sowie Reit- und Turnhallen. Bekannt ist vor allem der mehrfache Europapokalsieger und Tischtennis-Bundesligist TTC Jülich.

Der SC Jülich 1910 war von 1969 bis 1971 dreimal in Folge deutscher Fußball-Amateurmeister und scheiterte 1972 erst im Halbfinale. Damit ist er Deutschlands erfolgreichster Amateurverein. Der Verein wurde 1997 nach Neugründung in SC Jülich 1910/97 umbenannt.

Gesundheitswesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Elisabeth-Krankenhaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 19. November 1891 wurde das St. Elisabeth-Krankenhaus Jülich eröffnet. Im Zweiten Weltkrieg wurde es völlig zerstört, doch bereits 1946 wiederaufgebaut und in den folgenden Jahren erweitert: 1950 wurden eine Augen- und eine HNO-Belegabteilung sowie 1959 die Fachabteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe eingerichtet. Seit 1964 gibt es eine Krankenpflegeschule. 2003 wurden ein ambulantes Operationszentrum und 2006 ein neues Bettenhaus gebaut. Es ist ein Krankenhaus mit 156 Betten und 300 Mitarbeitern.

Träger waren von 1891 bis 1963 die Stadt Jülich, von 1963 bis 1987 der Caritasverband für das Bistum Aachen, von 1987 bis 2010 die Malteser St. Elisabeth gGmbH und seit 2010 ist es die Caritas Trägergesellschaft West gGmbH (ctw).[22]

Rettungsdienst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Deutsche Rote Kreuz und der Malteser Hilfsdienst betreiben in Jülich den Rettungsdienst. Die Stadt Jülich hat sie mit der Durchführung des Rettungsdienstes beauftragt.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Jülich ist die Zuckerfabrik Jülich AG ansässig. Sie war bis 2006 ein selbstständiges Unternehmen mit der Marke Westzucker. Im Jahr 1995 wurde die Zuckerfabrik Bedburg übernommen, die 1997 geschlossen wurde. Seit 2006 ist die Zuckerfabrik Jülich im Besitz der Firma Pfeifer & Langen. Die Papier- und Wellpappenfabrik Gissler & Pass hat ihren Hauptsitz in Jülich und mehrere Werke verteilt in einigen Jülicher Ortsteilen. Die Spedition Martin Bünten mit ihrem großen Fuhrpark ist ebenfalls ein namhafter Arbeitgeber im Ort. Des Weiteren hat die Firma Simex, welche Alleinvermarkter in der Bundesrepublik Deutschland für Moskovskaya und Krimsekt ist, ihren Sitz in Jülich.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Bahnhof Jülich
Rurtalbahn-Züge Linnich – Düren und Düren – Linnich verlassen gleichzeitig den Bahnhof Jülich (2015)
36 Jahre zuvor und etwa 10 Meter weiter westlich wurde dieses Foto aufgenommen: Mittagszug nach Aachen Nord auf Gleis 16 (1979, ein Jahr vor Stilllegung der Strecke)

Jülich bildet den betrieblichen und verkehrlichen Mittelpunkt der heute von der Rurtalbahn GmbH betriebenen Strecke Düren – Jülich – Linnich. Diese Strecke zweigt in Düren von der Hauptstrecke Köln – Aachen ab und wird an allen Tagen der Woche mindestens stündlich bis gegen 22 Uhr abends befahren. Zum Einsatz kommen beschleunigungsstarke Leichtbautriebwagen des Typs RegioSprinter, ab 2017[23] ist auch der klimatisierte LINT 54 vorgesehen.

Zwischen Düren und Jülich wird der Stundentakt montags bis freitags in den Morgen- und Nachmittagsstunden auf einen Halbstundentakt verdichtet; im Schülerverkehr gibt es leichte Abweichungen vom Grundtakt. Der Fahrplan ist grundsätzlich so konzipiert, dass in Düren Anschlüsse an die RegionalExpress-Züge von und nach Köln und Aachen sowie die Rurtalbahn-Strecke Richtung Heimbach (Eifel) bestehen, seit Ostern 2015 am Wochenende auch an die Bördebahn Richtung Euskirchen. Im Bahnhof Jülich sind die Fahrplanzeiten der meisten Buslinien weitgehend auf die Rurtalbahn ausgerichtet; von Linnich verkehren Anschlussbusse zu den Bahnhöfen Baal und Lindern an der Hauptstrecke Aachen – Mönchengladbach – Düsseldorf. Eine Weiterführung der Linnicher Züge bis Baal oder Lindern ist in Diskussion, aber nicht kurzfristig zu erwarten. Zur Ergänzung des Angebots verkehrt am Wochenende spät abends und nachts dreimal die Nachtbuslinie N 1 von Düren auf variablem Linienweg nach Jülich (nur in dieser Richtung).

Hervorgegangen ist dieses Angebotspaket aus einer Initiative des Kreises Düren, mit der 1993 die drohende Einstellung des gesamten Schienenpersonenverkehrs rund um Jülich verhindert wurde. Bis 1980 war Jülich ein Bahnknotenpunkt, auch wenn alle Strecken als Nebenbahnen klassifiziert waren. Bis Mai 1953 verkehrten von Jülich Züge der Deutschen Bundesbahn (DB) und der Jülicher Kreisbahn (JKB) in sieben Richtungen, immerhin vier dieser Strecken behielten ihren Personenverkehr bis Mai 1980. Als letzte Strecke blieb 1983 die „Nabelschnur“ zur Kreisstadt Düren übrig, doch sollte diese nach dem Willen der DB ebenfalls stillgelegt werden; in den 1980er Jahren wurden die umfangreichen Gleisanlagen des Bahnhofs zu großen Teilen zurückgebaut. Für die stillgelegten Bahnlinien wurde schon unter DB-Regie ein gewisser Ersatz in Form von Bahnbus-Linien geschaffen (siehe Abschnitt „Bus“).

Nach langjährigen Verhandlungen konnte die Dürener Kreisbahn (DKB) am 23. Mai 1993 den Betrieb von der DB übernehmen; im Gegensatz zu den unregelmäßig über den Tag verteilten zuletzt elf Zugpaaren der DB fuhr die DKB von Beginn an einen Stundentakt, den sie 1996 in den Hauptverkehrszeiten auf einen Halbstundentakt verdichtete. Von 1993 bis 1999 fuhren am Wochenende einige Züge von Jülich bis Heimbach durch. Im Juni 2002 wurde der Personenverkehr zwischen Jülich und Linnich nach 34 Jahren wiedereröffnet. Durch den dichten Takt fahren heute mehr Züge pro Tag von Jülich ab als jemals zuvor, wenn auch nur noch in zwei statt sieben Richtungen. Das Jülicher Bahnhofsgebäude wird heute als Kulturbahnhof (Kuba) für Kino-, Musik- und Kleinkunstveranstaltungen genutzt. Auch befindet sich dort ein Kiosk, der unter Anderem Fahrpläne und Fahrkarten verkauft.

Die folgende Tabelle zeigt sämtliche Jülicher Eisenbahnstrecken und deren sukzessive Angebotseinschränkungen. Die Strecken sind geographisch im Uhrzeigersinn aufgelistet, beginnend mit Norden. Bei abschnittsweisen Stilllegungen gelten die Jahreszahlen jeweils für den Jülich am nächsten gelegenen Abschnitt.

Strecke Einstellung Sonntagsverkehr Einstellung Samstagsverkehr Einstellung Personenverkehr Einstellung Güterverkehr Anmerkungen
Jülich – Linnich – Baal – Dalheim (1965) (1968) (1968) seit 2002 wieder Personenzüge Jülich – Linnich
Jülich – Ameln – Hochneukirch – Mönchengladbach (– Düsseldorf) 1975 1979 1980 1980 abgebaut bis Hochneukirch
(Jülich –) Ameln – Bedburg (– Neuss) 1953 1953 1953 1966 abgebaut
Jülich – Düren (1975) (1981) seit 1993 wieder täglich befahren
Jülich – Stolberg – Aachen Hbf 1961 1979 1983 1983 abgebaut bis Frenz, ab Weisweiler heute euregiobahn
Jülich – Kirchberg – Mariagrube – Aachen Nord 1961 1975 1980 1982 1) heute großenteils Fahrradweg
Jülich (Kreisbahnhof) – Kirchberg – Puffendorf (JKB) 1971 1971 1971 2004 nicht mehr befahrbar, Gleise liegen z.T. noch
1) Stilllegung Kirchberg – Aldenhoven; von Jülich bis Kirchberg bzw. Abzweigstelle Rübenstraße wegen Anschluss der JKB-Strecke bis in die 2000er-Jahre hinein betrieben
Rurtalbahn-Lok „Sally“ rangiert im Bahnhof Jülich ihren Kohlezug zum neuen Gleisanschluss der Zuckerfabrik (2006)

Der Jülicher Bahnhof verfügte bis Anfang der 1980er-Jahre über fünf Bahnsteiggleise, zahlreiche Güter- und Abstellgleise sowie ein Bahnbetriebswerk mit Drehscheibe und Ringlokschuppen.[24] Letzteres wurde im Zuge der beginnenden Umstellung von Dampf- auf Dieselbetrieb bereits 1962 aufgelöst, allerdings erst 1979-80[25] abgerissen. 1964 wurde das nahe gelegene Bundesbahn-Ausbesserungswerk Jülich stillgelegt; dessen Gelände und Anlagen wurden sodann an Bundeswehr und Forschungszentrum (damals KFA genannt) übergeben.

Luftbilder aus den 1930er-Jahren[26][27] zeigen große Mengen verschiedenartigster Güterwagen im Bahnhof; bis Anfang der 1960er-Jahre dürften auch Kohletransporte aus dem Aachener Steinkohlerevier sowie Kalktransporte aus Stolberg in Richtung Ruhrgebiet hinzugekommen sein. Ende der 1960er bis Anfang der 1970er verkehrte regelmäßig ein schwerer Erzzug vom Neusser Hafen zum Elektrowerk Weisweiler über Jülich. Neben der bunt gemischten Vielfalt an Einzelwagen für verschiedenste Kunden und gelegentlichen Sondergüterzügen, die z.B. bis in die 1970er Gemüse aus Südeuropa zur Konservenfabrik Appel & Frenzel brachten oder Kunstdünger über Jülich nach Linnich[28], waren für den Güterverkehr über Jahrzehnte vor allem die herbstlichen Rübentransporte prägend. So erhielt die Zuckerfabrik Jülich während der Rübenkampagne 1958 im Tagesdurchschnitt von den Landwirten der Region über 1000 Tonnen Rüben per Bahn[29] (also circa 40 Wagen), hinzu kamen zahlreiche Waggons mit Kohle für die energieintensive Zuckerproduktion. Im Laufe der Jahre verlagerte sich der Rübentransport allerdings immer mehr auf die Straße (Ende der 1970er kamen gerade noch 200 Tonnen pro Tag per Bahn)[30], so dass die Zuckerfabrik Jülich ab 1980 keine Rüben mehr per Bahn annahm. Zudem hatte sie schon 1972, also ein Jahr vor der Ersten Ölkrise, ihren letzten Kessel von Steinkohle- auf Schwerölfeuerung umgestellt[31], so dass auch die Kohletransporte entfielen. Es verlieben die Transporte zu den immer noch zahlreichen übrigen Firmen, die in Jülich und Umgebung einen Gleisanschluss unterhielten (insb. Papierfabriken und Landwirtschafts-Zulieferer), deren Anzahl und Tonnage aber von Jahr zu Jahr abnahm.

Entgegen diesem Trend nahm 1983 die Linnicher Firma SIG Combibloc (damals PKL) einen eigenen Gleisanschluss in Betrieb, um darüber umfangreiche Rohpapiertransporte aus Skandinavien abzuwickeln; diese wurden allerdings um 2001 auf Straße und Schiff verlagert, so dass dann zunächst nur noch rudimentäre Reste im Güterverkehr übrig blieben. Jedoch stellte die Zuckerfabrik, die nach den Ölkrisen ein hauseigenes Kohlekraftwerk errichtet hatte, 2003-04 ihren in den 1980ern zurückgebauten Gleisanschluss wieder her. Seit Herbst 2004 verkehren nun während der Rübenkampagne im Herbst sowie während der sogenannten Eindickphase im Frühjahr täglich Züge mit ca. 15-20 Wagen Braunkohle aus den nahe gelegenen Tagebauen der Rheinbraun. Ansonsten besteht auch heute noch schwacher Güterverkehr zur Bundeswehr sowie sehr selten zum Forschungszentrum.

Bus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BVR-Bahnbus in der seinerzeit neuen himbeerroten Farbgebung als Schnellbus-Linie 111 nach Aachen am Neuen Rathaus in Jülich (1992)

Jülich ist mit seinem Umland durch eine ganze Reihe von Buslinien verbunden, die seit 1979[32] zum Aachener Verkehrsverbund (AVV) gehören. Fast alle Linien beginnen oder enden in Jülich; die meisten Busse befahren innerhalb Jülichs einen Kernabschnitt, der sich als südliche Tangente zum Innenstadtbereich von der Haltestelle Walramplatz (ehem. Busbahnhof) am Hexenturm über die zentral gelegene Haltestelle Neues Rathaus bis zum Bahnhof erstreckt. Westlich beziehungsweise östlich dieses Kernabschnitts verzweigen sich die Linien dann zu ihren Zielen. Die meisten Linien verkehren auch samstags; sonntags sowie werktags nach 20 Uhr fahren nur Busse nach Düren (über Niederzier) sowie Aachen.

Hervorzuheben sind folgende Besonderheiten:

  • Linie 220 verkehrt stündlich von Jülich nach Aachen (bis Dezember 2014 als Schnellbus SB 11 bezeichnet) und benutzt zwischen Alsdorf-Begau und Aachen (Prager Ring) die Autobahn 44. Zwischenfahrten und Abendfahrten enden in Alsdorf-Mariadorf (Haltestelle Dreieck) und haben dort Anschluss an die Aachener Stadtbuslinie 11.
  • Die Schnellbus-Linie SB 20 bietet (seit Dezember 2014) fünf Fahrtenpaare im Berufsverkehr, die zwischen Jülich (Neubourheim) und Aachen durchgehend die Autobahn 44 befahren, wobei die Fahrten innerhalb Jülichs zum Teil unterschiedliche Wege nehmen und nicht alle Haltestellen anfahren.
  • Linie 220 und SB 20 verkehren großenteils bis/ab Forschungszentrum Jülich, teilweise auch über Fachhochschule (Campus Jülich).
  • Linie 219 pendelt 44 Mal pro Tag zwischen dem Forschungszentrum und der gleichnamigen, aber circa 2 km vom Haupttor entfernten Rurtalbahn-Station.
  • Die Nacht-Linie N 1 verkehrt (seit 2001) freitags und samstags abends jeweils dreimal von Düren auf variablen Wegen nach Jülich. In Düren sind die Abfahrtszeiten auf die Spätzüge aus Köln abgestimmt; über den genauen Weg entscheidet der Fahrer je nach Zielwünschen der Fahrgäste.
  • Ein Bürgerbus verkehrt (seit 2. November 2015) auf einem 65-minütigen Rundkurs durch das Stadtgebiet und bedient dabei u.a. Nordviertel, Innenstadt, Heckfeld, Bahnhof und Technologiezentrum; Start und Ziel ist die Haltestelle Jufa am Brückenkopf-Park. Der Bürgerbus ist nicht in den AVV-Tarif integriert und verkehrt vormittags und nachmittags je dreimal im 70-Minuten-Takt. Außerdem verkehrt er jeden 1. und 3. Samstag eines Monats vormittags.
Lageskizze (nicht maßstäblich) des alten Jülicher Busbahnhofs am Walramplatz (Haltestellenbelegung und Bus-Farben gemäß Zustand 1980)

Darüber hinaus verkehren an gewöhnlichen Regionalbuslinien derzeit (Stand Jahresfahrplan 2015):

  • Linie 6 nach Eschweiler (über Aldenhoven – Dürwiß)
  • Linie 223 nach Daubenrath (bzw. von Huchem-Stammeln) (ehemals bis Düren, nur wenige Fahrten, zumeist anrufpflichtig)
  • Linie 238 nach Düren (über Niederzier)
  • Linie 270 nach Titz (über Fachhochschule – Mersch)
  • Linie 279 nach Linnich (über Koslar – Merzenhausen – Rurdorf)
  • Linie 281 nach Freialdenhoven (über Koslar – Merzenhausen – Ederen) (nur 3 Fahrten pro Tag)
  • Linie 284 nach Jackerath (über Welldorf – Rödingen – Ameln – Titz) (in Rödingen Anschluss an RVK-Linie 963 nach Köln-Weiden)
  • Linie 294 nach Eschweiler (über Kirchberg – Lamersdorf) (oft nur bis Schophoven, dort Anschluss an DKB-Linie 216 nach Merken – Düren)

Aus der Geschichte des Busverkehrs im Jülicher Land hervorzuheben sind

  • eine internationale Fernbus-Linie der Deutschen Touring, die von 1951-53 bis 1971-72 von Frankfurt über Jülich nach Oostende verkehrte
  • das umfangreiche Werkverkehrs-Netz des Forschungszentrums (KFA), das in den 1970ern und 1980ern aus circa 20 Linien bestand, die nur Werksangehörigen zugänglich waren
  • die Aufspaltung langer regionaler Linien wie Aachen – Jülich – Düsseldorf oder Geilenkirchen – Jülich – Köln in immer kürzere Einzellinien
  • die Aufgabe der Eilbusse, die nicht an allen Haltstellen anhielten, Anfang der 1980er Jahre
  • die Versuche der Dürener Kreisbahn (DKB), Mitte der 1980er Jahre einen City-Ringbus innerhalb Jülichs zu etablieren
  • die Einstellung des Sonntagsverkehrs auf den meisten Linien Ende der 1980er bis Mitte der 1990er Jahre
  • die Kappung ehemals durchgehender Linien insbesondere Richtung Norden an den Kreisgrenzen in den 1990er Jahren, was unter anderem zur Folge hatte, dass die Bahnstrecke Köln – Mönchengladbach von Jülich aus nicht mehr mit dem ÖPNV erreichbar ist
  • die weitestgehende Ausrichtung der Fahrpläne fast aller Buslinien auf die Rurtalbahn, die mit der Übernahme der Schienenstrecke durch die Dürener Kreisbahn 1993 erfolgte
  • die weitgehende Einstellung der zur Schiene parallelen Buslinien (1993 Linie 223 Jülich – Düren, 2002 Linie 295 Jülich – Linnich)
  • Aufstieg und Niedergang des alten Busbahnhofs am Walramplatz sowie 1998 die Inbetriebnahme des neuen Zentralen Omnibus-Bahnhofs (ZOB) direkt neben dem Rurtalbahn-Bahnsteig im Bahnhof Jülich

Fernstraßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • An der BAB 4 besteht die Autobahnanschlussstelle Düren (7), an der BAB 44 ermöglichen die Anschlussstellen Jülich Ost/Mersch (8) An- und Abfahrten Richtung Düsseldorf und Jülich West/Koslar (7) An- und Abfahrten Richtung Aachen.
  • Die Bundesstraße 1 verlief früher von Aachen kommend in Jülich über die Aachener Landstraße, Große Rurstraße und Neusser Straße weiter in Richtung Düsseldorf, wurde allerdings herabgestuft, nachdem 1975[33] der Abschnitt Aldorf – Jülich – Jackerath der Autobahn 44 in Betrieb gegangen war.
  • Die Bundesstraße 55 begann früher als Römerstraße in Jülich und führte schnurgerade in Richtung Köln; als ihr Verlauf in den 1980er Jahren durch die Sophienhöhe unterbrochen wurde, wurde sie neu trassiert, und seitdem liegt ihr Beginn an der Autobahn-Anschlussstelle Jülich Ost/Mersch.
  • Die Bundesstraße 56 verläuft, aus Richtung Düren kommend, durch das südliche Stadtgebiet und mündet an der Anschlussstelle Jülich West/Koslar in die A 44, der sie bis Aldenhoven folgt, um sie dort über Geilenkirchen in Richtung niederländische Grenze bei Selfkant/Sittard zu verlassen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zitadelle Jülich, Südtor mit Geschützscharte (2009)

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besonders hervorzuheben sind:

Siehe auch: Festung Jülich

Die Sendetürme des 1956 errichteten Kurzwellenzentrums Jülich wurden 2010 abgerissen.

Alle Baudenkmäler der Stadt sind in der Liste der Baudenkmäler aufgeführt.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aufgrund ihrer einmaligen demographischen Struktur mit einer rheinisch-katholischen Stammbevölkerung und sehr vielen Zuzüglern durch das Forschungszentrum und das Reichsbahnausbesserungswerk wurde Jülich im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts Gegenstand einer bedeutenden soziologischen Studie durch amerikanische Wissenschaftler. Auch wenn die Stadt darin nicht mit Namen genannt wird, ist durch die Beschreibung unverkennbar, dass nur sie gemeint sein kann.
  • Das kulturelle und soziale Klima in der Stadt ist durch den hohen Anteil an Akademikern geprägt, es gibt für eine Stadt dieser Größe viele Kulturveranstaltungen sowie drei Gymnasien für etwas über 30.000 Einwohner, gleichzeitig aber nur eine Haupt- und eine Realschule.
  • Die Stadt beherbergt die Reliquien der Christina von Stommeln.
  • Jülich hat eine sehr aktive und vielseitige Musikszene: überregional bekannte Bands aus Jülich sind beispielsweise The Blue Beat, D-Sailors, Koroded und PsychoLuna.

Lokale Bräuche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Muttkrate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Jülich Geborene werden Muttkrat (Mehrzahl: Muttkrate) genannt. Auch wenn die Herkunft des Wortes wenig schmeichelhaft ist: Die Bezeichnung leitet sich aus den Worten Mutt (Schlamm) und Krat (Kröte) ab. Die Kröten verkrochen sich bei Gefahr im Schlamm der Festungsgräben. Zudem wurde Jülich auf einem Sumpfgebiet errichtet, wovon heute noch die Rurauen zeugen, was ein weiterer Ursprung des "Spitznamens" ist.

In Erinnerung an diese Jülicher „Originale“ wurde während der Landesgartenschau an der neuen Hauptorgel der katholischen Propsteikirche eine „Muttkrat“ als Orgel„pfeife“ installiert. Sie gibt ein für Kirchenorgeln einmaliges Quaken von sich.

Der Freundeskreis «Ellritzen» stiftete außerdem den Muttkrat-Brunnen, der am 7. Juli 2011 enthüllt und in Betrieb genommen wurde.[34] Vier Bronzefiguren, die auf verschiedene Weise mit Jülich verknüpft sind, stehen bei diesem vom Bonifatius Stirnberg gestalteten Brunnen im Mittelpunkt: Der Architekt Alessandro Pasqualini, der die Jülicher Idealstadtanlage entwarf, der Jülicher Landschaftsmaler Johann Wilhelm Schirmer, ein Forscher mit Rundkolben und Elementarzelle und ein Bauer mit Getreideähren und Zuckerrüben, den typischen Erzeugnissen der Jülicher Region. Minerva, die Göttin der Weisheit, hält ihre Hände über den Brunnen. Alle Figuren werden durch teilweise bewegliche Muttkrate begleitet.

Lazarus Strohmanus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Jülicher Karneval gehört seit mehr als dreihundert Jahren der Brauch des Lazarus Strohmanus. Lazarus, eine blau-weiß bekleidete Strohpuppe, wird am Veilchendienstag durch die Stadt getragen und an zentralen Orten mit einem Sprungtuch in die Luft geworfen („gepreckt“). Nach Einbruch der Dunkelheit wird der Lazarus bei einem großen Hochfeuerwerk von der Stadionbrücke aus in der Rur versenkt.

Siehe auch: Nubbelverbrennung

Telefonvorwahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Jülich gilt hauptsächlich die Vorwahlnummer 02461. Für Gespräche nach Güsten und Welldorf muss die 02463 vorgewählt werden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Bezug zur Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joseph Kuhl: Geschichte der Stadt Jülich insbesondere des früheren Gymnasiums zu Jülich. Fischer, Jülich. Digitalisierte Ausgabe der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
  • Eva Behrens-Hommel: Sagen und Überlieferungen des Jülicher Landes. Verlag Jos. Fischer, Jülich 1996, ISBN 3-87227-061-3.
  • Eva Behrens-Hommel: Mundartsammlung des Jülicher Landes. Verlag Jos. Fischer, Jülich 1997, ISBN 3-87227-062-1.
  • Günter Bers: Jülich – Geschichte einer rheinischen Stadt. Jülich 2004, ISBN 3-932903-26-9.
  • Guido von Büren (Hrsg.): Jülich Stadt – Territorium – Geschichte. Kleve 2000, ISBN 3-933969-10-7.
  • Ulrich Coenen: Architektonische Kostbarkeiten im Kreis Düren. 2. Auflage. Aachen 1989.
  • Ulrich Coenen: Von Juliacum bis Jülich. Die Baugeschichte der Stadt und ihrer Vororte von der Antike bis zu Gegenwart. 2. Auflage. Aachen 1989, ISBN 3-925714-17-0.
  • Ulrich Coenen: Stadt Jülich = Rheinische Kunststätten. Heft 368, Neuss 1991, ISBN 3-88094-696-5.
  • Conrad Doose, Siegfried Peters: Renaissancefestung Jülich. 1998, ISBN 3-87227-058-3.
  • Ulrich Eckardt, Wolfgang Hommel, Werner Katscher: Flug über Jülich. Verlag Jos. Fischer, Jülich 2003, ISBN 3-87227-076-1.
  • Heinrich Hoffmann: Volkskunde des Jülicher Landes. 2 Bde. Eschweiler 1911 u. 1914.
  • Erwin Fuchs, Wolfgang Hommel: Die Jülicher und ihre Wurzeln. Verlag Jos. Fischer, Jülich 1997, ISBN 3-87227-063-X.
  • Horst Dinstühler: Die Straßen der Stadt Jülich und ihrer Ortsteile. Verlag Jos. Fischer, Jülich 2004, ISBN 3-87227-079-6.
  • Wolfgang Hommel: Stadtführer Jülich. Verlag Jos. Fischer, Jülich 1998, ISBN 3-87227-065-6.
  • Wolfgang Hommel: Jülich im Aufbruch – Landesgartenschau und Stadtentwicklungsprogramm Jülich '98. Verlag Jos. Fischer, Jülich 1998, ISBN 3-87227-098-2.
  • Wolfgang Hommel: Jülich FF – Flächen, Festung, Familie, Freizeit, Forschung. Verlag Jos. Fischer, Jülich 2007, ISBN 978-3-87227-207-2.
  • Peter Kremer: Wo das Grauen lauert. Blutsauger und kopflose Reiter, Werwölfe und Wiedergänger an Inde, Erft und Rur. PeKaDe-Verlag, Düren 2003, ISBN 3-929928-01-9. (kommentierte Sammlung von Spuk aus dem Gebiet um Jülich und Düren)
  • Dietz-Rüdiger Moser: Lazarus Strohmanus Jülich – Ein christlicher Volksbrauch. 2000, ISBN 3-9804213-7-6.
  • Hartwig Neumann: Stadt und Festung Jülich auf bildlichen Darstellungen, Bonn 1991, ISBN 3-7637-5863-1.
  • Gabriele Spelthahn: An der Synagoge – Jülich und der Holocaust. 1997, ISBN 3-930808-08-0.
  • Eisenbahn-Amateur-Klub Jülich e.V. (Hrsg.): Jülich, die alte Eisenbahner-Stadt, 2. Auflage, Jülich, 1986.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jülich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Jülich – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Amtliche Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 18. Juli 2016. (Hilfe dazu)
  2. http://wahlen.kdvz-frechen.de/kdvz/kw2015/05358024/html5/Buergermeisterstichwahl_Gemeinde_Stadt_Juelich.html
  3. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 308.
  4. Homepage der FeG Jülich. Abgerufen am 16. Oktober 2012.
  5. Sarah Plahm: Der Pilgerweg ist 100 Kilometer lang. In: aachener-zeitung.de. 23. August 2011, abgerufen am 18. Juni 2012.
  6. Stadt Jülich – Ratswahl 25.05.2014 – Gesamtergebnis. Abgerufen am 26. Mai 2014.
  7. Stadt Jülich – Ratswahl 30.08.2009– Gesamtergebnis. Abgerufen am 16. Oktober 2012.
  8. Stadt Jülich
  9. [1]
  10. [2]
  11. [3]
  12. Stadt Jülich Online
  13. Stadt Jülich Wahlen
  14. http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/juelich/grosse-koalition-in-juelich-sucht-einsparpotenziale-1.864027
  15. Hauptsatzung der Stadt Jülich, § 2, Absatz 1 bis 3. Abgerufen am 23. Dezember 2012 (PDF; 39 kB).
  16. The Nobel Prize in Physics 2007. Nobelprize.org, abgerufen am 15. April 2012 (englisch).
  17. Lebenslauf Grünberg
  18. FH Aachen Fachbereiche. FH Aachen, abgerufen am 2. März 2012.
  19. Solarturm Jülich
  20. Sekundarschule Jülich ist genehmigt. Aachener Nachrichten, 2. Februar 2012, abgerufen am 2. März 2012.
  21. Sekundarschule der Stadt Jülich. Stadt Jülich, abgerufen am 2. März 2012 (pdf; 334 kB).
  22. Caritas Trägergesellschaft West gGmbH (ctw)
  23. „Deutliche Qualitätsverbesserung auf der Rurtalbahn von Düren nach Linnich ab 2017“ (Pressemitteilung der Rurtalbahn vom September 2015). Abgerufen am 7. November 2015.
  24. Informationen und Gleisplan (1976) zum Bahnhof Jülich auf den Bahnseiten von Stefan von der Ruhren. Abgerufen am 7. November 2015.
  25. „Jülicher Ringlokschuppen abgerissen“, Artikel in den Jülicher Nachrichten vom 24. November 1979
  26. Luftbild von 1934 mit Bahnhof und Zuckerfabrik Jülich, Foto des Reichsverkehrsministeriums (RVM) auf Eisenbahnstiftung.de. Abgerufen am 7. November 2015.
  27. Eisenbahn-Amateur-Klub Jülich e.V. (Hrsg.): Jülich, die alte Eisenbahner-Stadt, 2. Auflage, Jülich, 1986, Luftbild vom 18. Juli 1937 auf Seite 53
  28. „Eine ganze Schiffsladung Kunstdünger“, Artikel in den Jülicher Nachrichten vom 28. September 1978
  29. Zuckerfabrik Jülich 1880-1980, Hrsg.: Zuckerfabrik Jülich AG, Econ-Verlag, Düsseldorf und Wien, 1980, Grafik auf Seite 73
  30. Wolfgang Naß: Die Jülicher Kreisbahn, Verlag Schweers + Wall, Aachen, 1978, Seite 117 und 119
  31. Zuckerfabrik Jülich 1880-1980, Hrsg.: Zuckerfabrik Jülich AG, Econ-Verlag, Düsseldorf und Wien, 1980, Seite 50
  32. Geschichte – AVV. Abgerufen am 25. Mai 2015.
  33. Autobahn-Inbetriebnahmen 1975. Abgerufen am 7. November 2015.
  34. Der Muttkrat-Brunnen: Liebevolle Hommage an die Jülicher. Aachener Nachrichten, 7. Juli 2011, abgerufen am 31. März 2012.