Johannes Oosterdijk Schacht

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Pieter Tanjé: Johannes Oosterdijk Schacht Museum Catharijneconvent

Johannes Oosterdijk Schacht (* 26. Oktober 1704 in Leiden; † 18. August 1792 in Utrecht) war ein niederländischer Mediziner.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sohn des Hermannus Oosterdijk Schacht hatte ein Studium an der Universität Leiden absolviert und dort am 26. September 1726 mit der Verteidigung der Dissertationen De secretione animali und De motu Planetarum in orbitis ellipticis den Doktorgrad der Philosophie und Medizin erworben. Im Oktober des Folgejahres übertrug man ihm den Platz von Ruardus Andala (1665–1727) als Professor der Philosophie an der Universität Franeker. Dieses Amt trat er mit einer Rede De arcto, quo philosophia cum omnibus, praesertim medicis, scientiis nectitur vinculo an.

Am 13. Juni des Folgejahres berief man ihn als Professor der medizinischen Fakultät an die Universität Utrecht, welches Amt er am 12. September mit der Rede Qua senile fatum inevitabili necessitate ex humani corporis mechanismo sequi, demonstratur antrat. Am 2. Januar 1729 hatte Schacht auch die Professur der Medizin und Praxis übernommen. Er hatte sich auch an den organisatorischen Aufgaben der Utrechter Hochschule beteiligt und war 1732 sowie 1752 Rektor der Alma Mater. Die letztgenannte Aufgabe legte er 1753 mit der Rede De arcanis medicorum non celandis (Utrecht 1753) nieder. 1790 wurde er emeritiert und er verstarb zwei Jahre später.

Schacht hatte sich zu seiner Zeit als Philosoph, Arzt und Dichter[1] einen Namen gemacht. Seine Bibliothek wurde 1793 in Utrecht verkauft.[2]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Abraham Jacob van der Aa: Biographisch woordenboek der Nederlanden, bevattende levensbeschrijvingen van zoodanige personen, die zich op eenigerlei wijze in ons vaderland hebben vermaard gemaakt. Verlag J. J. Van Brederode, Haarlem, 1867, Bd. 14, S. 150-151 (Online, niederländisch)
  • Willem Boele Sophius Boeles: Frieslands Hoogeschool en het Rijks Athenaeum te Franeker. Bd. 2, S. 428 (Online, einsehbar mit US-Proxy, niederländisch)
  • Album studiosorum Academiae rheno-traiectinae MDCXXXVI-MDCCCLXXXVI. Verlag Baiers & van Boekhoven, Utrecht, 1886, S. XX

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Carmen in ducentesimum natalem Academiae Lugduni Bataviae : Biographisch woordenboek
  2. Bibliotheca Oosterdykiana. Per B. Wild & J. Altheer, 1793