Johannes Rüber

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Johannes Rüber (* 18. Januar 1928 in Braunschweig) ist ein deutscher Schriftsteller und Dichter.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Kindheit verbrachte Rüber in Düsseldorf und aufgrund der Bombenangriffe auf dem Lande bei Braunschweig bei den Großeltern. In Düsseldorf besuchte er von 1938 bis 1945 das humanistische Gymnasium. Der Vater war Justizbeamter in Düsseldorf, die Mutter verstarb früh an Krebs. Nach dem Krieg folgen Aufenthalte in Rom und Positano.

Zum Freundeskreis gehörten der Philosoph Arnold Keyserling und dessen Frau Wilhelmine, der Maler Winfried Gaul und der Schriftsteller Armin T. Wegner. 1955 ließ er sich in München nieder. 1965 wurde mit dem Bayerischen Literaturpreis der Stadt München ausgezeichnet.

Ein Bergbauernhof auf dem Stummerberg im Zillertal wurde zur zweiten Heimat. Es folgten zahlreiche Reisen nach Italien und Griechenland, wo er 1975 auf einer Insel ein altes Dorfhaus kaufte und renovierte.

Seit 1955 ist er mit der Bibliothekarin Hedwig Rüber verheiratet, 1958 und 1960 Geburt der Kinder Isabella und Manuel. Johannes Rüber lebt heute in München, Berlin und auf der Kykladeninsel Tinos.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prosa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Mädchen Amaryll, Roman, München 1953
  • Die Heiligsprechung des Johann Sebastian Bach. Eine Papstlegende, München 1954
  • Bleibe meine Welt, Roman, München 1955
  • Dunkles Rom, Roman, Köln 1962
  • Das verdorbene Paradies, Roman, Köln 1963
  • Der Landesteg, (Kleist)Erzählung in Band 100 der Bücher der Neunzehn, München 1963
  • Malapa Malapa. Das Leben des sterbenden Malaparte, Roman, Stuttgart 1972
  • Wer zählt die Tage, Roman, Starnberg 1974
  • Die Messingstadt, Roman, Bayreuth 1976
  • Die Staufer in ihrer Zeit, Essay in „Das Land der Staufer in Baden-Württemberg“, Stuttgart 1976
  • Mit den Augen der Droste, Essay in „Münster, Stadt und Land“, ein Bildband Stuttgart 1977
  • Ein Feuer für Goethe, Roman, Freiburg 1978
  • Das Tal der Tauben und Oliven. Aufzeichnungen von den Kykladen. Mit Zeichnungen von Richard Seewald, Freiburg 1979
  • Ich zog mir einen Falken, Heinrich von Ofterdingen, Roman, München 1990
  • Geliebte Amazone, Briefe aus der Antike, Roman, München 1990
  • Riccabona, 16 Gesänge aus dem Tridentinischen der Viktoria von Montan, Versepos, Stuttgart 2010

Lyrik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die abgewandte Seite der Insel, Gedichte, Staufenberg 1986
  • Der Dichter und die Katze, Ballade im Stil von Du Fu, Gedichte, Leipzig 2005
  • Stationen aus dem Leben eines Künstlers. Gedichte 2004, Leipzig 2007
  • Neue griechische Tageszeiten, Gedichte, Leipzig 2007
  • Der Rosengarten, Gedichte, Leipzig 2008
  • Rollbild auf Seide gemalt, Gedichte, Leipzig 2008
  • Fahrt zum Ptoon, Gedicht in Literatur in Bayern Nr. 93 2008
  • Abschied von München, Drei Gedichte 2009, in Literatur in Bayern Nr. 97 2009
  • Lichterfelder Diarium Gedichte 2010. 2010

Aufsätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Tal der Tauben und Oliven, Begegnung mit den Kykladen, in Neue Deutsche Hefte, 1976
  • Goethe in Italien, Essay in Neue Deutsche Hefte 1982
  • Entscheidung für München. In Literatur in Bayern Nr. 90 2007
  • Kykladenreise mit Novalis. In Literatur in Bayern Nr. 99 2010

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Cetina, Nataša: Johannes Rüber, Leben und Werk eines Münchner Schriftstellers Saarbrücken, 2010.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]