Zillertal
Erscheinungsbild
| Zillertal
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|---|---|---|
Zillertal Gesamtansicht von Strass (rechts hinten) bis Mayrhofen (vorne unten) und Übergang ins Tuxertal (links) | ||
| Lage | Tirol, Österreich | |
| Gewässer | Ziller | |
| Gebirge | Tuxer Alpen, Kitzbüheler Alpen, Zillertaler Alpen | |
| Geographische Lage | 47° 18′ N, 11° 52′ O | |
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| Typ | Trogtal | |
| Gestein | Quarzphyllit, Gneis | |
| Höhe | 520 bis 650 m ü. A. | |
| Länge | 40 km | |
| Klima | inneralpines Talklima | |
Das Zillertal ist ein Nord-Süd verlaufendes 32 km langes Seitental des Inntals im österreichischen Bundesland Tirol. Es ist das breiteste der südlichen Seitentäler, relativ flach und nur mit einem sehr geringen Höhenunterschied. Der Talboden war bis Mitte des vorigen Jahrhunderts auf halber Breite durch regelmäßige Überschwemmungen des Zillers versumpft. Die Kernzonen der Orte des Tales befinden sich deshalb auf Schwemmkegeln von Seitenbächen. Die größten Gemeinden im Tal sind Fügen und Mayrhofen, Verwaltungszentrum ist Zell am Ziller. Das Tal ist durch die Zillertalstraße und die Zillertalbahn erschlossen. Haupterwerbsquellen im Tal sind der Tourismus und Dienstleistungen. Das Zillertal und seine Seitentäler verfügen über vier große Schigebiete. Im Sommer sind vor allem die hochgelegenen Seitentäler mit unberührter Natur das Ziel von Wanderern, Kletterern und Gleitschirmfliegern.
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Lage und Beschreibung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Zillertal zweigt etwa 40 km östlich von Innsbruck, nahe Jenbach, vom Inntal ab. Es hat seinen Namen von dem Fluss Ziller, der es von Süd nach Nord durchläuft und bei Strass im Zillertal in den Inn mündet. Im engeren Sinn reicht das Tal von Strass bis Mayrhofen. Es ist das breiteste der südlichen Seitentäler des Inn und im Gegensatz zu anderen Seitentälern relativ flach mit einem sehr geringen Höhenunterschied ohne Talstufe. Der Höhenunterschied beträgt von der Zillermündung bei Strass im Zillertal bis nach Mayrhofen nur 100 m auf einer Strecke von 32 km. Somit ähnelt der Charakter des Tals jenem des Inntals. Der Talboden weist bis Mayrhofen zahlreiche von den Seitenbächen verursachte Schwemmkegel auf. Auf diesen Schwemmkegeln haben sich die Ortschaften entwickelt, da sie durch die etwas erhöhte Lage von den regelmäßigen Überschwemmungen des Zillers verschont wurden. Der Talboden war bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts auf halber Breite versumpft. Erst im Zuge der Zillerregulierung und des Baus der Speicherseen wurde der Großteil des Tals trockengelegt und urbar gemacht.[1]
Bei Mayrhofen teilt sich das Tal und geht in das Tuxertal, das Zemmtal, das Stilluptal, den Zillergrund und den Zamser Grund über. Alle diese Täler sind im Gegensatz zum Zillertal Hochtäler, meist sehr eng und von hohen Bergen flankiert. Vom nördlichen Tal zweigen bereits bei Stumm (Tirol) der unbesiedelte Märzengrund und der Finsinggrund mit der Tourismussiedlung Hochfügen-Hochzillertal, bei Zell am Ziller das Gerlostal zum Gerlospass in den Salzburger Oberpinzgau ab.
Das Tal trennt die Tuxer Alpen im Westen von den Kitzbüheler Alpen im Osten. Im Süden, an der Grenze zu Südtirol, liegen die Zillertaler Alpen mit dem Zillertaler Hauptkamm. Nördlich davon und auf der orographisch rechten Seite des Tuxertals zieht sich der Tuxer Kamm (auch Tuxer Hauptkamm) hin. Auf seiner linken Seite (weiter nördlich) findet sich der Hauptkamm der Tuxer Alpen, wo die weichen Gesteine der Quarzphyllit- und Grauwackenzone überwiegen. Der Naturpark Zillertaler Alpen nimmt rund 35 % des Ziller-Einzugsgebietes ein.
Zwischen Aschau im Zillertal und Zell am Ziller verengt sich das Tal auf etwa die halbe Breite (vorderes und hinteres Zillertal).
Siedlungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die alten Ortskerne liegen zumeist auf den Schwemmkegeln der Seitenbäche. Mittlerweile wird auch der Talboden für Siedlungen und insbesondere Industrie und Gewerbe genutzt. Streusiedlungen und Einzelhöfe ziehen sich weit die Hänge hinauf und gehen in die Almregion über.
Im Zillertal und seinen Seitentälern liegen 25 Gemeinden, die zum Bezirk Schwaz gehören und zusammen den Planungsverband Zillertal mit 37.996 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025)[2] und einer Fläche von 1097,2 km² bilden. Etwa 10 % der Fläche sind Dauersiedlungsraum. Bis auf Strass und Schlitters am Talausgang gehören alle Gemeinden des Tals zum Gerichtsbezirk Zell am Ziller. Die größten Gemeinden sind Fügen (4317 Einwohner) und Mayrhofen (3979 Einwohner). Wirtschafts-, Verwaltungs- und Schulzentrum des Tals ist Zell am Ziller mit dem Sitz des Bezirksgerichtes und zahlreichen öffentlichen Einrichtungen.
Klima
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Zillertal weist ein inneralpines Talklima auf und liegt im Übergangsbereich vom trockenen Klima der Ötztaler und Stubaier Alpen zum feuchteren der Zillertaler Alpen und Hohen Tauern. Typisch sind eine starke Temperaturamplitude, viel Sonne im Winter, schwache Winde und kaum Nebel. Der mittlere Jahresniederschlag in Zell am Ziller beträgt 1070 mm, in Mayrhofen 1044 mm.[3]
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Zell am Ziller (585 m ü. A.)
Quelle: [3]
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Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen
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Der Naturpark Zillertaler Alpen liegt in den südlichen Zillertaler Alpen. Zusammen mit dem Nationalpark Hohe Tauern, dem Naturpark Rieserferner-Ahrn und dem NSG Valsertal bildet der Naturpark Zillertaler Alpen den größten Schutzgebietsverbund der Alpen mit 2700 km². Vorgestellt wird er im Naturparkhaus in Ginzling.[4]
Er umfasst über 422 km² und erstreckt sich von der Reichenbachspitze im Osten bis zum Olperer im Westen und von den Bergen nördlich von Mayrhofen bis zum Südtiroler Pfitscher und Ahrntal.[5] Er umfasst zehn verschiedene Seitentäler, spart aber sowohl das Zemmtal als auch den Zillergrund aus wirtschaftlichen Gründen aus. In diesen beiden Tälern liegen große Stauseen, die zur Stromgewinnung dienen. 2016 wurde der Naturpark um 43 km2 erweitert, das Erweiterungsgebiet ist fast alles unbewohntes Gebiet am Tuxer Hauptkamm.[6]
Bemerkenswert ist, dass sich der Naturpark über eine große Bandbreite an unterschiedlichen Höhen erstreckt: Der niedrigste Punkt liegt bei Ginzling im Zemmtal auf ca. 1.000 m Höhe und erstreckt sich bis 3.509 m Höhe beim Hochfeiler.[5] Dadurch ist auch die Fauna und Flora im Naturpark sehr reichhaltig und bietet unterschiedliche Natur- und Kulturlandschaften. Das zeigt sich bei den Orchideen und der Bergmähder in der Gemeinde Brandberg.
Geformt wurde die Landschaft von Gletschern, daher sind einige Täler weite Trogtäler, die Eingänge in die Täler dagegen aber zum Teil wilde Klammen und Schluchten. Der Landschaftsteil Glocke bei Finkenberg ist dafür ein gutes Beispiel: es ist eine 60 m tief eingeschnittene Klamm mit großer botanischer Vielfalt und einem besonderen Schluchtwald. Im Zemmgrund gibt es das Schwarzensteinmoor, eine von eiszeitlichen Gletschern gebildete Hohlform auf 2150 m.
In der Naturpark-Region befinden sich ca. 80 Gletscher. Diese bedecken eine Fläche von ca. 40 km². Die Gletscherflächen sind im schnellen Rückgang begriffen und verlieren durch den Klimawandel pro Jahr an Länge und Fläche. Insbesondere der Hornkees, der am Ende des Zemmgrundes, ein südliches Seitental des Zillertals, liegt, musste massive Einbußen hinnehmen. Die Zunge des Hornkees ist alleine im Jahr 2019/2020 um 104 Meter zurückgegangen.[7] Das ist der stärkste Längenverlust eines Gletschers in ganz Österreich.[8]
Verkehr
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Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Zillertal über die Zillertalbahn zu erreichen, die vom Bahnhof Jenbach (an der Unterinntalbahn gelegen) bis nach Mayrhofen führt und seit 2009 einen dichten Taktverkehr anbietet. Auch Güterverkehr wird auf dieser Schmalspurstrecke, die derzeit selektiv zweigleisig ausgebaut wird, abgewickelt. In die Seitentäler und als Ergänzung zum Bahnverkehr wird ein Linienbusverkehr angeboten.
Für den Straßenverkehr ist das Tal über die Zillertalstraße (B 169), die Anschluss an die Inntalautobahn bietet, erschlossen. Diese verläuft zumeist abseits der Orte und von Ried bis Zell am Ziller weitgehend kreuzungsfrei. Von Ried bis Ramsau verläuft parallel auf der anderen Zillerseite die Zillertaler Dörferstraße (L 300), die die Ortskerne erschließt. Bei Zell am Ziller zweigt die Gerlosstraße (B 165) ab, die über den Gerlospass eine Verbindung ins Oberpinzgau darstellt. Die Zillertaler Höhenstraße ist eine kurvenreiche, mautpflichtige Aussichtsstraße; weitere Mautstraßen führen im Sommer ins Zillergründl und zum Schlegeisspeicher.
Zusammen mit dem Ahrntal auf Südtiroler Seite war das Zillertal immer wieder als Teil einer alpenquerenden Verkehrsverbindung vorgesehen. So gab es Anfang des 20. Jahrhunderts Pläne für eine Straßenverbindung über das Pfitscher Joch[9] oder für eine Zillertal-Ahrntal-Bahn mit einem 19 km langen Tunnel unter dem Schwarzenstein[10]. 1978 wurde in Italien mit dem Bau der Alemagna-Autobahn (Autostrada A27) begonnen, die heute von Süden kommend bei Ponte nelle Alpi endet und nach italienischen Plänen weiter über Toblach und durch das Zillertal bis München führen sollte.[11] Gründe für diese Planungen waren die Entlastung der Brennerstrecke und die Verkürzung der Strecke Venedig–München insbesondere für den Güterverkehr.
Demografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Bevölkerung im Tal ist kontinuierlich gestiegen und hat sich von 1961 bis 2024 nahezu verdoppelt. Der Anstieg war relativ gleichmäßig und entsprach im Wesentlichen dem Anstieg in ganz Tirol. Der größte Anstieg wurde von 1961 bis 1971 verzeichnet. In diesem Jahrzehnt ist die Bevölkerung um 4.359 Personen angestiegen, wobei der größte Anstieg über Geburten und nur zu einem geringen Anteil über Wanderungen zustande kam (4.127 durch Geburten, 273 durch Wanderung). Dies hat sich geändert, von 2011 bis 2021 war der Bevölkerungsanstieg ebenfalls am meisten über Geburten, allerdings dicht gefolgt von Wanderungen (1.350 durch Geburten, 943 durch Wanderungen). Das Wanderungssaldo, also Zu- und Abwanderungen war zumeist ausgeglichen, d. h. die Anzahl der Zuwanderer und die Anzahl der Abwanderer war meist ähnlich. Die Anzahl der Geburten lang über der Anzahl der Sterbefälle.[12]
Die Altersstruktur der Bevölkerung entspricht ziemlich genau der Altersstruktur in ganz Tirol. Im Jahr 2024 waren 15,7 % der Bevölkerung jünger als 15 Jahre, 66,4 % zwischen 15 und 64 Jahre alt, während der Anteil der Senioren, die 65 oder älter waren, bei 18 % lag. Im Bezug zur höchsten abgeschlossenen Ausbildung gibt es einen leichten Unterschied zu ganz Tirol: der Anteil der höchsten Bildungsabschlüsse war deutlich niedriger. So hatten im Zillertal 5,3 % einen Hochschulabschluss, in ganz Tirol dagegen 12,8 %.[12]
Die Mehrheit der Bevölkerung gehört der katholischen Kirche an, die auch im kulturellen Leben eine zentrale Rolle spielt. Der östliche Teil des Zillertals mit den Gemeinden Gerlos, Zell am Ziller, Hart, Brandberg, Stumm und Mayrhofen, gehört zur Erzdiözese Salzburg, während der westliche Teil mit den Gemeinden Fügen und Tux der Diözese Innsbruck zugeteilt ist, die den westlichen und mittleren Teil von Nordtirol bis zum Fluss Ziller sowie Osttirol umfasst.[13]
Mit der erzwungenen Auswanderung der protestantischen Gläubigen, die Zillertaler Inklinanten aus dem Zillertal 1837, kam jedes öffentliche evangelische kirchliche Leben im Zillertal zum Erliegen. Heute sind evangelische Glaubensgemeinden im Zillertal in Mayrhofen[14] mit eher pietistischer Ausrichtung, Jenbach[15] und Schwaz angesiedelt.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Schon in der Steinzeit nutzten Sammler und Jäger den hochalpinen Raum zur Jagd, später auch Hirten für ihr Vieh. Der Übergang über das Pfitscher Joch von dort in den Zamser Grund und in das Zillertal wurde bereits vor 9.000 Jahren benutzt, um Tauschhandel von südlich der Alpen zu Gebieten nördlich der Alpen zu ermöglichen. Später wurde dieser Übergang ein beliebter Schmugglerweg für alle möglichen Waren.[16]
Erste Funde aus der Bronzezeit am Tuxer Joch zeigen die frühe Bedeutung dieses Übergangs zwischen dem Wipptal und dem Zillertal. Die bisher nachgewiesenen Artefakte gehören der Urnenfeldkultur aus der Zeit zwischen 1.200 und 800 v. Chr. an und stammen somit aus der späten Bronzezeit. Die erste dünne Besiedlung erfolgte vermutlich in dieser Zeit. Spätere Funde stammen vermutlich von den Rätern, der ältesten Volksgruppe in diesem Gebiet, die ab 600 v. Chr. nachgewiesen sind.[17] Die dünne Besiedlung dieser Zeit umfasste vor allem die höher gelegenen Seitentäler des Zillertals. Das Zillertal selbst war sumpfig und von steten Überflutungen bedroht, daher erfolgte eine Besiedlung erst langsam ab 550. Die Seitentäler wurden meist über das jeweilige Joch von anderen Tälern aus besiedelt.
Vor der Römerzeit bildete das Zillertal die Westgrenze des keltischen Königreichs Noricum, das die Römer ab 15 v. Chr. in Besitz nahmen. Die Römer richteten zwei Provinzen ein, Raetia (Rätien) und Noricum (Norikum), wobei das Zillertal die Grenzen zwischen beiden bildete.[17] Die Römerzeit führte zu einem kulturellen und technologischen Austausch, der die regionale Entwicklung nachhaltig beeinflusste.[18] Die einheimische Bevölkerung wurde allmählich romanisiert. Nach dem Untergang des Römischen Reiches wanderten im Zuge der Völkerwanderung Bajuwaren in die Gegend ein. Diese sind ab dem 6. Jahrhundert im Zillertal nachgewiesen.[17] Sie nahmen den bis dahin kaum besiedelten Talboden in Besitz und gründeten neue Siedlungen. Viele Siedlungsnamen haben eine bajuwarische Sprachwurzel.[19]
Vor dem 8. Jahrhundert war das innere Zillertal noch weitgehend unbesiedelt. Dies änderte sich mit der Christianisierung des Alpenraums in diesem Jahrhundert und mit Karl dem Großen, dessen Privilegien für das Erzstift Salzburg auch das Zillertal betrafen, und zu einem wirtschaftlichen Aufschwung führten.[17] Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Tal 889 in einer Urkunde als „Cilarestale“.[20] Eine Reihe von Schenkungen begründete den reichen Grundbesitz der Salzburger Erzbischöfe. Die Höfe und Güter wurden von den Meierämtern in Zell, Schwendau und Fügen verwaltet. Im Jahr 739 wurden den römischen Provinzgrenzen folgend die Bistumsgrenzen zwischen der Diözese Säben-Brixen und Salzburg festgelegt, wie sie heute noch gültig sind, der Ziller bildet dabei den Grenzfluss.[21] Zu sehen ist das auch heute noch, dass auf der westlichen Brixner Seite (heute Diözese Innsbruck) die Helme der Kirchtürme vorwiegend rot und auf der östlichen Salzburger Seite grün eingedeckt sind. Die grüne Farbe entsteht durch die Verwendung von Kupfer für die Dächer, die die (reichere) Diözese Salzburg für ihre Kirchen verwenden konnte, während das Bistum Brixen sparsamer verwenden musste und mit Holzschindeln oder Dachziegeln arbeitete.

Die Vertreibung der Zillertaler Protestanten
Das Wort „Zillertal“ wurde in dieser Zeit erstmals erwähnt und zwar in einer Urkunde aus dem Jahre 889, in der König Arnulf dem Salzburger Kleriker Plilgrim das Zillertal ins Eigentum übergibt.[22] Das Zillertal blieb bis ins Mittelalter unter kirchlicher Herrschaft und die Kultur des Tals wurde durch religiöse und soziale Strukturen geformt.[23]
Von 1611 bis 1612 brach im Zillertal die Pest aus, zeitweise war das Verlassen des Tales untersagt. 1645 kam es zum Aufstand der Zillertaler Bauern gegen zu hohe Steuern. Auch Reformation und Gegenreformation hinterließen Spuren im Tal: Die Bergknappen brachten die lutherische Lehre ins Zillertal, die vor allem im inneren Tal weit verbreitet war. Diese sahen sich nun einem großen Druck ausgesetzt. 1731 kam es zu ersten großen Vertreibungen der Protestanten.[17] Alle Entwicklungen zusammen führten zu einem signifikanten Bevölkerungsrückgang.
Mit der Säkularisation bildete der Ziller dann die Grenze zwischen Tirol (1803) und Bayern (1810). Im Jahr 1816 kam es zur Vereinigung des salzburgerischen Anteils des Zillertals mit dem Kronland Tirol und damit zu Österreich. Die Zillertaler Inklinanten, wie die Zillertaler Protestanten genannt wurden, wurden trotz des Toleranzpatents vom 13. Oktober 1781 schließlich verfolgt und die letzten Verbliebenen 1837 zum Auswandern gezwungen.[24] Sie fanden im preußischen Schlesien eine neue Heimat, wo sie den Ort Zillerthal-Erdmannsdorf gründeten. Als sowjetische Truppen am Ende des Zweiten Weltkriegs in ihr Siedlungsgebiet vorrückten, waren die Nachfahren der Zillertaler Inklinanten gezwungen, auch diese zweite Heimat zu verlassen und wurden danach in alle Welt zerstreut.
Im 19. Jahrhundert wurde das Zillertal von mehreren Reiseschriftstellern beschrieben. Bekannt waren die Zillertaler Wanderhändler, „Bauerndoktoren“ und Sängerfamilien. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann mit der Errichtung von Schutzhütten und Wegen das Bergsteigen als Breitensport. Die wintertouristische Erschließung begann 1953/1954 mit dem Bau des Skigebietes Gerlosstein, heute Zillertal Arena, dem bald andere Liftanlagen folgten, und der Eröffnung der Mayrhofner Penkenbahn im Jahre 1954. Die Nutzung der Wasserkraft erfolgte im großen Stil ab den 1970er Jahren.
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Zillertal ist durch eine gemischte Wirtschaftsstruktur geprägt. Im äußeren Talbereich mit dem Zentrum Fügen sind Gewerbe und Industrie die wesentlichen Wirtschaftssektoren, Tourismus und Landwirtschaft spielen nur eine Nebenrolle. Exemplarisch sind Binderholz und das Fahrzeugwerk Empl zu nennen. Im hinteren Tuxertal dominiert der Tourismus, Zentrum ist Mayrhofen. Das Hintertuxer Gletschergebiet ist für den Wintertourismus von entscheidender Bedeutung. Im Sommertourismus ist der Naturpark Zillertaler Alpen mit dem Stützpunkt Ginzling von großer Bedeutung.[25]
Seit 1960 ist die wirtschaftliche Struktur des Zillertals einem tiefgreifenden Wandel unterworfen. War 1960 die Land- und Forstwirtschaft noch der dominierende Wirtschaftsfaktor im Tal, ist seine Bedeutung konstant gesunken. Den größten Rückgang gab es zwischen 1960 und 1970 als sich die Anzahl der Arbeitsplätze in der Landwirtschaft fast halbiert hat. Gleichzeitig haben sich die Arbeitsplätze in Gewerbe und Industrie zwischen 1960 und 2022 mehr als verdoppelt. Den rasantesten Anstieg verzeichnen Dienstleistungen: waren im Jahr 1961 nur 2177 Personen in diesem Bereich beschäftigt, so waren es 2022 11453 – die Anzahl der Arbeitsplätze bei Dienstleistungen hat sich verfünffacht. Der größte Zuwachs liegt aber nicht im Hotel und Restaurantbetrieb (also im Tourismus), dieser hat sich zwischen 1961 und 2022 nur verdreifacht. Insgesamt ist festzustellen, dass die Gesamtanzahl der Arbeitsplätze im Zillertal stark gestiegen ist, von 9066 Erwerbstätigen im Jahr 1961 auf 16797 im Jahr 2022.[26]
Land- und Forstwirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Land- und Forstwirtschaft war Jahrhunderte der dominierende Wirtschaftsbereich im Zillertal, spielt aber heute nur noch eine sehr untergeordnete Rolle. Insbesondere im vorderen Zillertal am Ausgang zum Inntal, gibt es kaum noch landwirtschaftliche Betriebe. Die Anzahl der Betriebe hat abgenommen: so gab es 1960 noch 1525 Betriebe, 2020 nur noch 1147. Noch massiver ist der Rückgang, wenn die Erwerbsart der Betriebe berücksichtigt wird. Im Jahr 2020 wurden nur noch 619 Betriebe im Haupterwerb betreiben, 422 im Nebenerwerb. Die Anzahl der bäuerlichen Familienbetriebe ist daher inzwischen sehr klein. 21 Betriebe werden als Personengemeinschaft geführt, 85 als juristische Person[27] – dies sind meist Betriebe in der Forstwirtschaft. Interessant ist auch der Blick auf die Erschwernispunkte, dies zeigt an, wo und wie der Betrieb geführt wird. Desto höher der bergbäuerliche Hof liegt und desto schwieriger die Bewirtschaftung ist, desto mehr Erschwernispunkte hat ein Hof. Im Zillertal haben 456 bäuerliche Betriebe mehr als 270 (von maximal 540) Erschwernispunkten und gehören damit in die am höchsten eingestufte Gruppe.[27] Viele bäuerliche Betriebe liegen daher in höheren Lagen und nicht mehr im Tal.
Landwirtschaftlich ist die Grünlandwirtschaft mit Milchproduktion und Viehzucht, Schafzucht, Anbau von Grünmais und Almwirtschaft zu nennen. Außerdem hat die Holzwirtschaft seit jeher einen hohen Stellenwert im Zillertal, und noch heute finden sich dort zahlreiche große Sägewerke. Das Holz wurde bis 2013 meist mittels der Zillertalbahn weitertransportiert, der Holztransport war auch einer der Hauptgründe für den Bau der Zillertalbahn.
Tourismus
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Tourismus spielt im äußeren Talbereich nur eine untergeordnete Rolle, während er für den hinteren Talbereich und insbesondere für die hochgelegenen Nebentäler eine bedeutende Rolle spielt.[25] Über die Jahrzehnte hat der Tourismus für die Wirtschaft eine immer größere Rolle gespielt, dies spiegelt sich auch in den Nächtigungszahlen wider. Diese sind kontinuierlich gestiegen, der Einbruch 2021 wurde durch die Schließung aller Betriebe während der Coronakrise verursacht. Die Schließung hat vor allem den Wintertourismus betroffen.[28]
| Jahr | Nächtigungszahlen Sommer | Nächtigungszahlen Winter |
|---|---|---|
| 1981 | 2.939.439 | 1.919.919 |
| 1991 | 2.865.036 | 2.900.273 |
| 2001 | 2.209.329 | 3.410.520 |
| 2011 | 2.578.836 | 4.267.280 |
| 2021 | 3.029.492 | 31.316 |
| 2024 | 3.258.272 | 4.406.986 |
Tabelle Nächtigungszahlen im Zillertal ab 1981.[28] In der Vergangenheit war der Sommertourismus, vor allem Wandern, deutlich wichtiger als der Sommertourismus. So waren 1981 doppelt so viele Nächtigungen im Sommer zu verzeichnen als im Winter. Bereits 1991 wurden mehr Nächtigungen im Winter verzeichnet als im Sommer, dieser Trend hat sich seitdem fortgesetzt, wobei auch der Sommertourismus Zuwächse verzeichnet konnte, aber nicht so stark wie der Wintertourismus. Insgesamt haben sich im Zillertal mehr als 3500 Betriebe auf den Tourismus spezialisiert, die meisten bedienen sowohl den Sommer- wie den Wintertourismus (im Winter 2024 hatten 3.639 Betriebe geöffnet, im Sommer 3.540). Private Ferienwohnungen machen den Großteil der Betriebe aus, wobei zu beachten ist, dass die Hotels deutlich mehr Nächtigungen anbieten können. Die Anzahl der Fünf-Sterne- und Vier-Sterne-Hotels im Tal ist signifikant. Im Winter 2024 hatten 164 Hotels in dieser Kategorie geöffnet.[28]
Der Klimawandel wirkt sich besonders in Österreich stark aus, die mittlere Erwärmung beträgt bereits plus 3,1 Grad. Die Dauer der natürlichen Schneedecke nimmt daher immer mehr ab, es gibt bis zu 60 % weniger Frosttage. Besonders tiefere Lagen unter 1500 m sind gefährdet.[29] Auch in Regionen von 1500 m bis 2500 m wird bis zum Jahr 2100 die Anzahl der Schneetage um 25 % abnehmen. Der Wintersport muss entweder in immer höhere Lagen oder auf künstliche Beschneiung ausweichen. In Österreich werden bereits rund 50 % der Pisten beschneit. Eine künstliche Beschneiung ist ökologisch bedenklich und sehr teuer, da sie eine große Infrastruktur und viel Energie benötigt. Dies senkt den Profit im Wintersport und macht diesen teurer. Die könnte zu einem deutlichen Besucherrückgang führen.[30] Im Sommer kann die verstärkte Häufung von Starkregen zu Murenabgängen und Hangrutschungen beitragen und die alpinen Wegenetze und sonstige Infrastruktur treffen. Andererseits ist damit zu rechnen, dass Besucher bei Hitze verstärkt kühlere Lagen aufsuchen.[31]
Energiewirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Zillertal liegen zwei Stauseen mit den zwei Großkraftwerken Zell-Ziller und Gerlos. Beide kommen zusammen auf 347,3 GWh pro Jahr.[32] Der Großteil der Stromerzeugung erfolgt über Speicherkraftwerke durch das Aufstauen von Wasser. Die Kraftwerksgruppe Zemm-Ziller besteht aus zwei Oberstufen, den Pumpspeicherkraftwerken Roßhag und Häusling mit den Speicherseen Schlegeisspeicher und Speicher Zillergründl und der Hauptstufe Mayrhofen mit dem Speicher Stillup. Die ersten Bereiche wurden 1970 in Betrieb genommen. Im Krafthaus Mayrhofen sind 6 Maschinensätze mit horizontaler Länge installiert. Die Jahreserzeugung beläuft sich auf 700.457 MWh.[33]
Die Kraftwerksgruppe Gerlos wird von der Zillertaler Verbund AG (ehemalige Tauernkraftwerke AG) betrieben und besteht aus dem Speicherkraftwerk Funsingau und Speicher Durlaßboden sowie Speicherkraftwerk Gerlosbach und Speicher Gmünd. Das Kraftwerk liegt am Ortsrand von Rohrberg am Steilhang des Rohrerbergs. Es wurde in mehreren Ausbaustufen zwischen 1939 und 2007 erbaut und hat eine Jahresleistung von 316.563 MWh.[34]
Im Oktober 2013 wurde in Gerlos ein Biomasseheizwerk in Betrieb genommen. Es wird mit Hackschnitzel geheizt, das entspricht rund 3.000 fm Brennholz aus dem Einschlag der Bundesforste in Gerlos. Damit können rund 180 angeschlossene Haushalte, die Dorfbahn Gerlos und die Isskogelbahn versorgt werden.[32]
Bergsport und Alpinismus
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die wesentlichen Tourismusregionen im Zillertal sind: Fügen-Kaltenbauch, Tux-Finkenberg, Zell-Gerlos, Zillertal Arena und die Region um Mayrhofen.

Schifahren, Langlaufen und Winterwanderungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die wintertouristische Erschließung des Zillertals begann 1949 mit der Errichtung eines Schleppliftes in Hintertux und Lanersbach sowie in weiterer Folge 1953/54 mit dem Bau der Penkenbahn in Mayrhofen. Die wesentlichen Schigebiete sind Hochzillertal/Hochfügen/Spieljoch, Zillertal Arena, das Gebiet um die Mayrhofer Bergbahnen und die Ski- & Gletscherwelt Zillertal 3000. Diese Gebiete verfügen über 546 km Piste und 180 Aufstiegshilfen. Die Höhenlage der Gebiete ist zwischen 630 und 3250 m. An den Pisten sind 80 Restaurants und Hütten.[35]
Darüber hinaus existieren 113 km gespurter Loipen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden, 15 Rodelbahnen und 10 Eislaufplätze und Möglichkeiten für Schneeschuhwanderungen.[35]
Wandern
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Region Zillertal bietet zahlreiche Wanderwege diverser Schwierigkeitsgrade.[36] In den Zillertaler Alpen, die in den Alpenhauptkamm übergehen, befinden sich besonders anspruchsvolle Touren. Mehrtägige Touren gibt es vor allem im Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen. Der Berliner Höhenweg und die Peter-Habeler-Runde führen dabei auf über 3.000 Meter Seehöhe.[36] Eine Wanderung ist die Ersteigung des Kellerjochs (2344 m), da dieser eine Aussicht über das Inntal und südlich bis zum Alpenhauptkamm bietet. Diese Wanderung lässt sich mit Hilfe der Spieljochbahn in etwas mehr als 4 Stunden bewältigen, erfordert aber Erfahrung im Teils ausgesetzten Gelände.[37] Im benachbarten Gerlostal gehört die Wanderung auf den Torhelm (2452 m) zu den Top Touren im Gebiet. Diese setzt Kondition voraus, da 1320 m Höhenunterschied im Auf- und Abstieg zu bewältigen sind.[38] Eine Zwei-Gipfel-Rundwanderung über den Hamberg (2095 m) und dem Standkopf (2241 m) im vorderen Zillertal sind ebenfalls häufig begangen.[39]
Klettersteige, Klettern und Bouldern
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Zillertal wurden zahlreiche Klettersteige eingerichtet. Die größte Anzahl von Routen geht von Mayrhofen aus, wo sich in unmittelbarer Nähe zueinander folgende Klettersteige befinden, deren Bekanntheit über das Zillertal hinausgeht (Schwierigkeiten in Klammern): Huterlaner (C/D), Pfeilspitzwand (C/D), Zimmereben (D/E), Kinderklettersteig (B), Astegg (C, Var. D/E).[40] Neben den Klettersteigen bietet das Zillertal auch Kletter- und Bouldermöglichkeiten,[41] so z. B. im Zillergrund bei „In der Au“ sowie entlang des Zemmbach zwischen Ginzling und Klausen Alm. In diesem Bereich befinden sich auch viele Sportkletterrouten. Am bekanntesten sind die Routen an den bis zu 50 m hohen Felsblöcken des Gebietes „Ewige Jagdgründe“.[42]
Drachen- und Gleitschirmfliegen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Drachen- und Gleitschirmfliegen ist im Zillertal ganzjährig möglich. Vom Startplatz Melchboden am Arbiskopf an der Zillertaler Höhenstraße aus können bei guter Thermik weite Flüge durchgeführt werden, wie zum Beispiel der Streckenflug über den Gerlospass ins Pinzgau bis zur Schmittenhöhe bei Zell am See und zurück. Thomas Walder konnte im Juni 2014 das weltweit erste FAI-Dreieck über 300 km von diesem Startplatz aus vollenden.[43]
Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen
- Naturparkhaus im Bergsteigerdorf Ginzling
- Nostalgiebahn auf der Zillertalbahn
- Teufelsbrücke (Finkenberg)
- Wallfahrtskirche Maria Brettfall (Strass)
- Wasserfälle (Schlitters, Hart, Laimach, Talbach)
- Schlegeisspeicher, Zillergründl, Stillupspeicher, Gerlosstausee
- Zillertaler Höhenstraße
- Hochfeiler
- Vogellehrpfad (Hart)
Volkskultur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Zillertal gibt es eine lange Tradition der Volksmusik. Von Anfang Mai bis Ende Oktober werden diverse Volksfeste und Kirchtagsfeste gefeiert, etwa das Gauder Fest, das zu Österreichs ältestem und größtem Frühlings- und Trachtenfest zählt. Im September finden traditionelle Almabtriebe, die „Schaflschoade“ statt.
Regionale Lebensmittel
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Zillertal ist Ursprung und Heimat von bekannten Tiroler Naturprodukten wie z. B. vom Zillertaler Heumilchkäse und vom Zillertaler Graukäse, die von den im Zillertal ansässigen Sennereien produziert werden. Trotz des extremen Mehraufwandes der Heubewirtschaftung haben sich 380 Bauern und die Sennereien dazu entschlossen, diese Form der naturnahen Bewirtschaftung beizubehalten und gänzlich auf gärende Futtermittel zu verzichten. Die verarbeitete Milch stammt von Kühen, die sich ausschließlich von frischem Almgras, Kräutern und Blumen ernähren. Weitere regionale Spezialitäten sind Zillertaler Krapfen oder Schliachta-Nudln.
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Die Zillertaler Schürzenjäger, volkstümliche Musikgruppe
- Ursprung Buam, volkstümliche Musikgruppe
- Leonhard Stock (* 1958), Olympiasieger und Weltmeister (Ski Alpin, Abfahrt)
- Peter Habeler (* 1942), Extrembergsteiger
- Stephan Eberharter (* 1969), Skirennfahrer, Olympiasieger, Doppelweltmeister, Europacup-Gesamtsieger, Ehrenbürger der Gemeinde Stumm
- Georg Totschnig (* 1971), Radrennfahrer
- Zillertaler Haderlumpen, Sieger Grand Prix der Volksmusik 2007
- Heinz Kinigadner (* 1960), Motorradfahrer
- Uli Spieß (* 1955), Skirennfahrer
- Ursula Schattner-Rieser (* 1966), Altorientalistin und Judaistin
- Heinz Schiestl (1867–1940), Bildhauer
- Martha Schultz (* 1963), Unternehmerin, Präsident der Wirtschaftskammer Österreichs, Tirolerin des Jahres 2018
- Ludwig Gredler (* 1967), Biathlet
- Albin Moroder (1922–2007), Bildhauer
- Die jungen Zillertaler, Musikgruppe
- Marc Pircher (* 1978), Entertainer und Sänger
- Ludwig Dornauer (* 1953), Schauspieler
Bildergalerie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Zillertal
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Der Arzjoch-Speichersee bei Fügen
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Mayrhofen
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Eine Materialseilbahn im Zillergrund
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Blick vom Hintertuxer Gletscher in Richtung Westen
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Der Schlegeisspeichersee
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Das Zillertal und die östlichen Tuxer Alpen während eines nächtlichen Gewitters
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Blick auf den Talschluss in Hintertux
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Michael Forcher: Kleine Geschichte Tirols. Haymon Verlag, Innsbruck/Wien 2006, ISBN 978-3-85218-519-4.
- Manfred Föger: Zillertal. Bruckmann Verlag, München 2012, ISBN 978-3-7654-5900-9, S. 84 ff.
- Mark Zahel: Zillertal: mit Gerlos- und Tuxer Tal. 50 Touren mit GPS-Tracks. Bergverlag Rother, 2020, ISBN 978-3-7633-4478-9 (Vorschau in der Google-Buchsuche).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Commons: Zillertal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Zillertal – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikivoyage: Zillertal – Reiseführer
- Land Tirol: Planungsverband 25 – Zillertal
- Bildersammlung »Zillertal« im Tirol Atlas des Instituts für Geographie an der Universität Innsbruck.
- Eintrag zu Zillertal im Austria-Forum (im AEIOU-Österreich-Lexikon)
- Naturpark Zillertaler Alpen
- Archivaufnahmen über das Zillertal im Onlinearchiv der Österreichischen Mediathek (Lieder, Radiobeiträge)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Heinz-Dieter Pohl, Willi Seifert: Die Bergnamen der Zillertaler Alpen. Hrsg.: Hochgebirgsnaturpark Zillertaler Alpen. Ginzling 2021, ISBN 978-3-200-07741-6, S. 111.
- ↑ Statistik Austria – Bevölkerung zu Jahresbeginn nach administrativen Gebietseinheiten (Bundesländer, NUTS-Regionen, Bezirke, Gemeinden) seit 2002 (ODS)
- ↑ a b Klimadaten von Österreich 1971–2000. In: zamg.ac.at. Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik. Abgerufen am 11. Oktober 2016.
- ↑ Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen. In: zillertal.at. Abgerufen am 11. Dezember 2025.
- ↑ a b Heinz-Dieter Pohl, Willi Seifert: Die Bergnamen der Zillertaler Alpen. Hrsg.: Hochgebirgspark Zillertaler Alpen. Ginzling 2021, ISBN 978-3-200-07741-6, S. 119.
- ↑ Erweitung des Hochgebirgs-Naturparks. In: naturpark-zillertal.at. Naturpark Zillertal, abgerufen am 10. Januar 2025.
- ↑ Gletscherbericht 2019/20. In: alpenverein.at. Österreichischer Alpenverein, 9. April 2021, abgerufen am 11. Dezember 2025.
- ↑ Österreich: Gletscherschmelze schreitet unaufhaltsam voran. In: alpin.de. Abgerufen am 11. Dezember 2025.
- ↑ Weiterentwicklung des Verkehrswesens, Zillertal.net. Abgerufen am 14. März 2019.
- ↑ Die Zillertal-Ahrntal-Bahn. In: Innsbrucker Nachrichten, 24. August 1935, S. 4 (online bei ANNO).
- ↑ Ruhegebiet, Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen. Abgerufen am 14. März 2019.
- ↑ a b Wohnbevölkerung. Regionalprofil Zillertal. In: tirol.gv.at. Land Tirol, Amt für Raumordnung und Statistik, Planungsverband 25, abgerufen am 11. Dezember 2025.
- ↑ Salzburg 2016 – Warum die Kirchtürme im Zillertal grün und rot sind. In: Tiroler Tageszeitung. 30. November 2015, abgerufen am 11. Dezember 2025.
- ↑ Christliche Gemeinde Mayrhofen. Abgerufen am 11. Dezember 2025 (deutsch).
- ↑ Pfarrgemeinde – Evangelische Gemeinde Jenbach. Archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 1. Dezember 2024; abgerufen am 11. Dezember 2025 (deutsch).
- ↑ Zamser Grund. In: Zillertal.net. Abgerufen am 11. Januar 2025.
- ↑ a b c d e Heinz-Dieter Pohl, Willi Seifert: Die Bergnamen der Zillertaler Alpen. Hrsg.: Hochgebirgspark Zillertaler Alpen. Ginzling 2021, ISBN 978-3-200-07741-6, S. 123.
- ↑ Die faszinierende Geschichte des Zillertals: Von der Antike bis zur Gegenwart. 28. Juli 2023, abgerufen am 11. Januar 2025.
- ↑ Die Besiedelung des Zillertales. In: Zillertaler Zeitung. 12. Januar 2022, abgerufen am 11. Januar 2025.
- ↑ Martin Bitschnau, Hannes Obermair (Bearb.): Tiroler Urkundenbuch, II. Abt.: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack und Pustertals, Bd. 1. Innsbruck: Universitätsverlag Wagner, 2009. ISBN 978-3-7030-0469-8, S. 80 Nr. 111.
- ↑ Tiroler Urkundenbuch II/1, wie zuvor, S. 23 Nr. 40.
- ↑ Die Besiedelung des Zillertales. In: Zillertaler Zeitung. 12. Januar 2022, abgerufen am 11. Januar 2025.
- ↑ Die faszinierende Geschichte des Zillertals: Von der Antike bis zur Gegenwart. 28. Juli 2023, abgerufen am 11. Januar 2025.
- ↑ Der geschichtliche Ablauf der Auswanderung aus dem Zillertal. ( des vom 22. Oktober 2020 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. In: 1837-auswanderer.de. Zillertaler Auswanderer 1837. Abgerufen am 11. Oktober 2016.
- ↑ a b Regionsprofil Zillertal. In: tirol.gv.at. Amt der Tiroler Landesregierung, Abteilung Raumordnung und Statistik, Planungsverband 25, 13. Februar 2025, abgerufen am 7. Dezember 2025.
- ↑ Wirtschaft und Beschäftigung im Zillertal. Regionalprofil. In: tirol.gv.at. Land Tirol, Amt für Raumordnung und Statistik, Planungsverband 25, abgerufen am 8. Dezember 2025.
- ↑ a b Regionalprofil Zillertal: Land- und Forstwirtschaft. In: statistik.tirol.gv.at. Land Tirol, Amt für Raumordnung und Statistik, Planungsverband 25, abgerufen am 11. Dezember 2025.
- ↑ a b c Tourismus im Zillertal. Regionalprofil. In: tirol.gv.at. Land Tirol, Amt für Raumordnung und Statistik, Planungsverband 25, abgerufen am 11. Dezember 2025.
- ↑ Wie sich der Klimawandel auf Alpinsport auswirkt. Karlsruher Institut fuer Technologie, 18. Juni 2025, abgerufen am 11. Dezember 2025 (deutsch).
- ↑ Klimawandel bringt Wintertourismus und Skifahren ins Dilemma. In: trend.at. 9. September 2022, abgerufen am 11. Dezember 2025.
- ↑ Klimawandel: Perspektiven des Winter- und Bergsports. In: Universität Innsbruck. Universität Innsbruck, 4. Juni 2025, abgerufen am 11. Dezember 2025.
- ↑ a b Strom & Energie aus der Region für die Region. In: wko.at. Wirtschaftskammer Österreich, abgerufen am 11. Dezember 2025 (österreichisches Deutsch).
- ↑ Wasserkraftwerke rund um Mayrhofen-Hippach. In: mayrhofen.at. Abgerufen am 11. Dezember 2025.
- ↑ Speicherkraftwerk Gerlos. In: power.verbund.com. Abgerufen am 11. Dezember 2025.
- ↑ a b Skigebiete. In: Zillertal.at. Abgerufen am 11. Dezember 2025.
- ↑ a b Zillertal. Abgerufen am 19. Oktober 2023.
- ↑ Mark Zahel: Zillertal: mit Gerlos- und Tuxer Tal: 60 ausgewählte Touren (= Rother Wanderführer). 12., aktualisierte und erweiterte Auflage. Rother Bergverlag, München 2022, ISBN 978-3-7633-4478-9, S. 46.
- ↑ Mark Zahel: Zillertal: mit Gerlos- und Tuxer Tal: 60 ausgewählte Touren (= Rother Wanderführer). 12., aktualisierte und erweiterte Auflage. Rother Bergverlag, München 2022, ISBN 978-3-7633-4478-9, S. 102.
- ↑ Mark Zahel: Zillertal: mit Gerlos- und Tuxer Tal: 60 ausgewählte Touren (= Rother Wanderführer). 12., aktualisierte und erweiterte Auflage. Rother Bergverlag, München 2022, ISBN 978-3-7633-4478-9, S. 59.
- ↑ Dany Vehslage, Thorsten Vehslage: Klettersteige in Europa mit besonderem Charakter. 1. Auflage. 2022, ISBN 978-3-7562-9194-6, S. 40–43 (Vorschau in der Google-Buchsuche).
- ↑ Klettern im Zillertal. In: theCrag – gemeinschaftlich gepflegte Kletterinformationen. Abgerufen am 25. Januar 2021.
- ↑ Michael Meisl: Routebook Zillertal. 1. Auflage. Routebook, 2018, ISBN 978-3-200-05920-7.
- ↑ Fluggebiet Übersicht. Golden Eagles; Alpine Gliders Zillertal; Hollenzen 80; 6290 Mayrhofen, abgerufen am 17. Oktober 2023.

