Johannes Selbertinger

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Johannes Selbertinger (* 1930 in Tegernsee) ist ein deutscher Maler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johannes Selbertinger studierte bei Xaver Fuhr an der Akademie der Bildenden Künste München. Selbertinger ist Zeitgenosse von Helmut Rieger, Helmut Sturm und Lothar Fischer, die seit Ende der 1950er Jahre in München gegen die herrschende Malerei revolutionierten.

1961 beteiligte er sich an einer Ausstellung der Künstlergruppe SPUR. Mitglieder von SPUR waren: Sturm, Prem, Fischer, Kunzelmann und Zimmer, gefördert durch Asger Jorn, den dänischen Maler aus der Tradition der Gruppe CoBrA.

Johannes Selbertinger distanzierte sich wieder von der Gruppe, da er sich keinem Gruppenzwang unterwerfen wollte und ging seinen eigenen Weg.

Gegen Ende der 1950er Jahre zeichnete sich in seinen Arbeiten der Sprung in die Abstraktion ab. Es entstehen Bilder, expressionistisch stark im Ausdruck, auf das Wesentliche reduziert. Die Bilder leben ausschließlich durch die Farbe.

Die Palette seiner Farbgebung und seine spontane Rhythmik vermitteln eine gewisse Energie, die den Betrachter herausfordert und an seine Sinne appelliert – in das Bild hineinzusehen erfordert vom Betrachter Fantasie, Besinnung und Selbstbefragung. Auf zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland, auf Kunstmessen und in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen schafft Selbertingers Malerei kulturkreis- und generationsübergreifend den Boden für Begegnung und Austausch.

1959 war Selbertinger Gründungsmitglied der Freien Münchner und Deutschen Künstlerschaft, FMDK. Ein wichtiges Motiv für die Gründung der FMDK bestand darin, junge und avantgardistische Künstler in der Öffentlichkeit zu vertreten, zu ihnen gehörte auch die Gruppe SPUR.[1] Selbertinger möchte mit seinen Bildern einen Kosmos entstehen lassen. Er sagt: "Der Kosmos stand übrigens auch schon bei den Griechen als Ordnung des Himmels. Er war das Sinnbild für das Schöne schlechthin".[2] "Der Schaffensprozess ist Selbertinger zufolge dann beendet, wenn das Werk den Künstler aus dem Bild entlässt"[3]. Er zählt zu den wichtigsten lebenden Vertretern der informellen Malerei.[4]

Ankäufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gruppe SPUR 1961, Darmstadt;
  • Preisträger des Olympischen Komitees für Deutschland 1972
  • Art Köln November 1994
  • Galerie Hessler München

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. FREIE MÜNCHNER UND DEUTSCHE KÜNSTLERSCHAFT e.V. In: www.fmdk.de. Abgerufen am 17. August 2015.
  2. „Malen ist Leben und Leben ist Malen“. Abgerufen am 17. August 2015.
  3. Pressearchiv Einzelanzeige. In: www.akademie-rs.de. Abgerufen am 17. August 2015.
  4. Augsburger Allgemeine: Kartei der Not. Abgerufen am 17. August 2015.