John G. Lake

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John G Lake

John Graham Lake (* 18. März 1870 in West Perth Township, Ontario; † 16. September 1935 in Spokane, Washington) war ein kanadischer Heilungsevangelist und Missionar, sowie Gründer der Apostolic Faith Mission of South Africa.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

John Graham Lake wurde 1870 im West Perth Township, Ontario geboren und wuchs in Sault Ste. Marie, Michigan auf. 1891 soll er in einer methodistischen Gemeinde ordiniert worden sein, wandte sich allerdings einem anderen Berufszweig zu und wurde in der Zeitungs- und Immobilienbranche tätig. 1893 heiratete er Jennie Stephens († 1908), die bald darauf an Tuberkulose erkrankte. Aufgrund der als unheilbar geltenden Krankheit seiner Frau suchte Lake den Geistheiler John Alexander Dowie auf. Nachdem das Gebet Dowies eine Genesung bewirkt haben soll, schloss sich Lake dessen Kirche an und zog 1901 in die von ihm gegründete Stadt Zion City, Illinois. Hier erlebte er den Erfolg und Niedergang des Theokraten Dowie. Nachdem Charles Fox Parham im September 1906 in Zion City evangelisiert und die neue Pfingstlehre verbreitet hatte, schloss sich Lake der Bewegung an und soll 1907 die Taufe mit dem Heiligen Geist empfangen haben. Gemeinsam mit F. F. Bosworth besuchte er die Azusa Street in Los Angeles, von wo aus die Pfingstbewegung im Jahr zuvor ihren Anfang genommen hatte.[1] Fortan traten Lake und Bosworth getrennt agierend als pfingstlerische Heilungsevangelisten auf und betrieben wie einst Dowie christliche Geistheilung.

Seinem inneren Drang zur missionarischen Tätigkeit folgend reiste Lake 1908 gemeinsam mit seiner Familie und seinem Freund Thomas Hezmalhalch († 1934) nach Südafrika – wo die Kirche Dowies bereits eine Niederlassung hatte[2] – und gründete die Apostolic Faith Mission.[3] Nach dem Tod seiner ersten Frau und einer überaus erfolgreichen Missionsarbeit kehrte Lake 1913 von Johannesburg in die USA zurück, wo er schließlich Florence Switzer in zweiter Ehe heiratete. In Spokane, Washington eröffnete er 1915 der Geistheilung gewidmete „Healing Rooms“, wohin er nach mehreren Umzügen nach Portland, Oregon und Houston, Texas zu seinem Lebensende zurückkehrte. In diesen Jahren wurde er u. a. von dem späteren Pfingstpastor James Gordon Lindsay in seinem Dienst unterstützt.[4]

Sein Werk, ebenso wie die 1999 neu eröffneten „Healing Rooms Ministries“ in Spokane, wird heute von der international tätigen Organisation John G. Lake Ministries fortgesetzt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lyton Chandomba, The History of Apostolic Faith Mission and Other Pentecostal Missions in South Africa, AuthorHouse, Bloomington, Indiana, 2010
  • Kenneth Copeland, John G. Lake: His Life, His Sermons, His Boldness of Faith, Harrison House Publishers, Tulsa, Oklahoma, 2013
  • Roberts Liardon, John G. Lake: The Complete Collection of His Life Teachings, Whitaker House, New Kensington, Pennsylvania, 2005
  • Talbert Morgan, John G. Lake's Life and Diary, AuthorHouse, Bloomington, Indiana, 2006

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cecil M. Robeck, The Azusa Street Mission and Revival, Thomas Nelson Inc., Nashville, Tennessee 2006, S. 275
  2. Roy Weremchuk, Thus Saith the Lord?, Deutscher Wissenschafts-Verlag, Baden-Baden 2019, S. 186
  3. J. Gordon Melton, The Encyclopedia of Religious Phenomena, Visible Ink Press, Canton, Michigan 2008, S. 195
  4. Roy Weremchuk 2019, S. 515