Johnson Hagood

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Johnson Hagood

Johnson Hagood (* 21. Februar 1829 in Barnwell, South Carolina; † 4. Januar 1898 ebenda) war ein US-amerikanischer Politiker und von 1880 bis 1882 Gouverneur von South Carolina.

Frühe Jahre, Bürgerkrieg und politischer Aufstieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johnson Hagood besuchte zunächst die Richmond Academy in Augusta (Georgia) und absolvierte danach im Jahr 1847 die „Citadel“ Militärakademie in Georgia als bester seiner Klasse. Er studierte Jura und wurde im Jahr 1850 als Anwalt zugelassen, doch zog er das Leben auf einer Plantage dem Beruf des Juristen vor. Hagood war auch in der Nationalgarde aktiv, wo er dem Generalstab angehörte. Außerdem war er 14 Jahre lang Vorsitzender des Besucherausschusses der Citadel Militärakademie. Während des Bürgerkriegs stieg er bis zum Brigadegeneral in der Armee der Konföderation auf. Sein erstes Kommando hatte er als Oberst inne. Er kommandierte die 1st South Carolina Volunteers. Er nahm am Angriff auf Fort Sumter und der Zweiten Schlacht von Bull Run teil. Im Juli 1862 wurde er Brigadegeneral.[1]

Nachdem er 1863 Robert Gould Shaw und dessen schwarzes Regiment (54th Massachusetts Regiment) bei der Zweiten Schlacht von Fort Wagner besiegt hatte, baten Offiziere der Union um die Aushändigung des Leichnams Shaws, worauf Hagood antwortete:

“We have buried him with his niggers.”

„Wir haben ihn mit seinen Niggern begraben.“[2]

Während des Überlandfeldzuges (Overland Campaign) 1864, brachte Hagood eine Brigade nördlich von Petersburg, Virginia. Er kämpfte dort unter Major General Robert F. Hoke in den Schlachten von Drewry's Bluff und Cold Harbor. Er diente als Verteidiger bei der Belagerung von Petersburg bis Dezember 1864, als Hokes Division zum Fort Fisher abkommandiert wurde. Hagood kämpfte vom Fort Anderson (North Carolina) aus während der Schlacht von Wilmington im Februar 1865. Gegen Ende des Krieges diente Hagood unter General Joseph E. Johnston in North Carolina[3][4].

Vor seiner Zeit als Gouverneur war Hagood Präsident der Gesellschaft für Landwirtschaft und Handwerk (Agricultural and Mechanical Society). 1876 unterstützte er den Gouverneurswahlkampf von Wade Hampton III. Nach einem erfolglosen Versuch, in das US-Repräsentantenhaus gewählt zu werden, wurde er von 1876 bis 1880 Leiter des Rechnungshofs von South Carolina (Comptroller General).

Gouverneur von South Carolina[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1880 wurde er als Kandidat der Demokratischen Partei mit 96 % der Stimmen zum neuen Gouverneur gewählt. In seiner zweijährigen Amtszeit versuchte er, die Wirtschaft in Schwung zu bringen. Außerdem wurden Duelle für alle Angestellte im öffentlichen Dienst verboten. Die Citadel Militärakademie, die seit dem Ende des Bürgerkriegs geschlossen war, wurde in seiner Amtszeit wieder eröffnet.

Lebensabend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gouverneur Hagood verzichtete im Jahr 1882 auf eine mögliche Wiederwahl. Stattdessen zog er sich auf seine Plantage zurück. Allerdings kehrte er noch zweimal als Vorsitzender des Landwirtschaftsausschusses auf die politische Bühne zurück. Er starb Anfang Januar 1898.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Robert Sobel und John Raimo (Hrsg.): Biographical Directory of the Governors of the United States, 1789–1978. Band 4. Meckler Books, Westport, CT, 1978. 4 Bände.
  • The National Cyclopaedia of American Biography. Vol. 12. James T. White & Company, New York

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eicher, John H., and Eicher, David J., Civil War High Commands, Stanford University Press, 2001, ISBN 0-8047-3641-3., S. 272.
  2. James M. McPherson: Drawn with the Sword; Oxford University Press, 1996, ISBN 0-19-511796-4. Besonders das Kapitel „The Glory Story“, S. 104
  3. Bradley, Mark L., This Astounding Close: The Road to Bennett Place, University of North Carolina Press, 2006, ISBN 0-8078-5701-7., S. 292
  4. Eicher,S. 272; Warner, Ezra J., Generals in Gray: Lives of the Confederate Commanders, Louisiana State University Press, 1959, ISBN 0-8071-0823-5. , Seiten 121-22.