Jomtob Lipmann Mühlhausen

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Jomtob Lipmann Mühlhausen (Jomtow Lipmann, aus Mühlhausen) war Rabbiner und Halachist in Böhmen im späten 14. und frühen 15. Jahrhundert, der zeitweilig auch in Wien und Polen wirkte.

Er vertrat eine eigentümliche Verbindung von maimonidischer Philosophie und Kabbala.

Sein Sefer ha-Nizzachon, ספר הנצחון, deutsch ‚Buch des Sieges‘, enthält eine energische Verteidigung des Judentums[1] und hat einen starken Einfluss auf Spätere ausgeübt. Eine lateinische Übersetzung der Zusammenfassung in Gedichtform, Zikron Sefer ha-nizzachon (deren Zuschreibung an Lipmann jedoch nach Abraham Geiger zweifelhaft ist[2]), hat J. Chr. Wagenseil in sein Buch Tela ignea Satanae, deutsch ‚Die Feuerpfeile des Satans‘, 1681, S. 107–117, aufgenommen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dieses Buch ist eines der „am meisten verbreiteten Erzeugnisse“ der jüdischen Apologetik gegen die Judenmission. Paul Rieger: Judenmission. In: Jüdisches Lexikon. Begr. von Georg Herlitz und Bruno Kirschner. Bd. III.: Ib–Ma. Jüdischer Verlag, Berlin 1929, OCLC 614383531, Sp. 434–437, hier Sp. 436 (unter dem Autorenkürzel „P. R.“; online); Nachdruck der 1. Auflage im Athenäum Verlag, Frankfurt/M. 1987, ISBN 3-610-00400-2, hier Bd. III: Ib–Ma, DNB 820798606.
  2. Gotthard Deutsch, M. Seligsohn: LIPMANN-MÜLHAUSEN, YOM-ṬOB BEN SOLOMON. In: Jewish Encyclopedia (englisch)