Josef-Kardinal-Frings-Brücke

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Koordinaten: 51° 11′ 54″ N, 6° 43′ 55″ O

Bundesstraße 1 Josef-Kardinal-Frings-Brücke
Josef-Kardinal-Frings-Brücke
Nutzung Straßenbrücke
Überführt Bundesstraße 1
Querung von Rhein
Ort Neuss-HammfeldDüsseldorf-Hamm
Konstruktion Stahlhohlkastenbrücke
Gesamtlänge 780 Meter
Breite 30 Meter
Längste Stützweite 206 Meter
Fertigstellung 1951
Lage
Josef-Kardinal-Frings-Brücke (Nordrhein-Westfalen)
Josef-Kardinal-Frings-Brücke

Die Josef-Kardinal-Frings-Brücke ist eine 1950–51 gebaute Rheinbrücke zwischen Düsseldorf und Neuss.

Die am 17. November 1951 eingeweihte Brücke ist Bestandteil der Bundesstraße 1 und zu Stoßzeiten stark befahren, da sie einen Teil des Pendlerverkehrs zwischen Düsseldorf und Neuss aufnimmt und als Zubringer für die Bundesautobahn 57 dient. Bis zum Bau der Fleher Brücke war sie die südlichste der Düsseldorfer Rheinbrücken. Von den anderen Düsseldorfer Rheinbrücken unterscheidet sich die Stahlbrücke durch ihre hellgrüne Farbe und die flache Erscheinung, die auf die Kastenform und die erstmals angewandte Schweißtechnik zurückgeht. Die Brücke besitzt für beide Fahrtrichtungen je eine Fahrbahn mit zwei Fahrstreifen. Zwischen den Fahrbahnen befinden sich zwei Straßenbahngleise für die Linie 709 zwischen den Endhaltestellen Gerresheim Krankenhaus und Neuss, Theodor-Heuss-Platz. Außen befinden sich auf beiden Seiten ein kombinierter Fuß- und Radweg.

Namensgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 24. Juni 2006 ist die Brücke nach dem in Neuss geborenen ehemaligen Kölner Erzbischof Joseph Kardinal Frings benannt.[1] Davor hieß sie offiziell Rheinbrücke Düsseldorf–Neuss[2][3][4], aber wurde in Düsseldorf meistens nur kurz Südbrücke genannt[Anm. 1]. In der örtlichen Bevölkerung hatte sich die Umbenennung auch zehn Jahre später noch nicht durchgesetzt.[5] Selbst die Presse verwendet unverändert neben der Erwähnung des offiziellen Namens besonders in Überschriften weiterhin den Namen Südbrücke.[6]

Vorgängerbrücke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits Ende der 1920er Jahre wurde an der gleichen Stelle eine Brücke gebaut und am 12. November 1929 für den Verkehr freigegeben. Für Bau und Unterhaltung der Südbrücke war die Düsseldorf Neußer-Brückenbau und Betriebsgesellschaft Düsseldorf gegründet worden.[7] Die für den aufkommenden Autoverkehr gebaute Straßenbrücke hatte auch schon Gleise für die Straßenbahnverbindung zwischen Düsseldorf und Neuss. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges wurde sie am 3. März 1945 von Einheiten der Wehrmacht gesprengt, um den alliierten Streitkräften den Übergang über den Rhein zu erschweren.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bericht der Josef Kardinal Frings-Gesellschaft zu Neuss am Rhein. Abgerufen am 18. Januar 2018.
  2. https://www.halfpapp.de/bruecken/historische-fotos-von-rheinbruecken/rheinbrucke-dusseldorf-neuss-vor-1945/
  3. http://www.springer.com/de/book/9783662013878
  4. https://www.researchgate.net/publication/301213221_Das_Werden_der_Rheinbrucke_Dusseldorf-Neuss
  5. In: Express Online, Bericht vom 16. Dezember 2015. Ausführungen zu amtlichen Umbenennungen
  6. In: RP Online vom 18. März 2016. Südbrücke ist bis Montag gesperrt
  7. In: Haushaltsplan (der Landeshauptstadt Düsseldorf), Abschnitt V. Technik. 1937, S. [210]218.

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. In allen kommunalen Veröffentlichungen der Stadt Düsseldorf (Haushaltspläne und Verwaltungsberichte), sowohl vor 1945 wie auch danach bis zur Umbenennung, wird die Brücke als „Südbrücke“ bezeichnet.(Nachweise: Verwaltungsbericht 1928, S. [259]342 und Haushaltsplan 1996, S. [176]154)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]