Jost Heyder

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Jost Heyder (* 5. Oktober 1954 in Gera) ist ein deutscher Maler und Grafiker. Er arbeitet freischaffend in Thüringen und gilt als Vertreter der jüngeren Generation der Leipziger Schule.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jost Heyder wuchs in Wünschendorf an der Elster und Gera auf. Nach dem Abitur und dem Grundwehrdienst studierte er ab 1975 Malerei und Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig bei Arno Rink und Bernhard Heisig. Das Diplom erwarb er 1980. Danach ließ er sich in Eisenach nieder, wo er Arbeiten für Betriebe und das Rehabilitationszentrum Stockhausen schuf. Die hohe Qualität seiner frühen Werke ermöglichten ihm bereits im Winter 1981 eine Teilnahme am Internationalen Kunstplenair Havanna. Eindrücke dieser Kubareise – er war einziger Delegierter aus der DDR – wurden in seinen folgenden Werken verarbeitet.[1] Er war erster Preisträger der Wettbewerbsausstellung von Kunsthochschulabsolventen der DDR an der HfGB Leipzig.

Von 1982 bis 1984 war er Meisterschüler an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Gerhard Kettner und erhielt 1987 einen Lehrauftrag an der Pädagogischen Hochschule Erfurt/Mühlhausen. Von 1989 bis 1991 war er Meisterschüler an der Akademie der Künste Berlin bei Wieland Förster. Er arbeitet in seinem Atelier in der Kunsthalle Arnstadt.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Werk Jost Heyders zeichnet sich durch Vielseitigkeit, die Themen und die Techniken betreffend aus.

In seiner speziellen Bilderwelt existieren imaginäre Figurationen, seiner vorherrschenden Themen der Marionetten-, Atelier-, Modell-Bühnenszenen und mythologischen Szenerien neben Einzelfiguren, Porträts, Landschaften und Stillleben, ausgeführt in Acryl, Aquarell, Öl, Kohle, Blei oder Pastell. Ein in vielfältiger Variation wiederkehrendes Thema einer mythologischen Vorgabe ist Das Urteil des Paris, eine von vielen Allegorien der menschlichen Existenz in all ihren Facetten.

Farbig ausgeführte Arbeiten aller Techniken bestechen durch intensive, harmonische Farbkompositionen.

Im Gegensatz zu den o.a. Arbeiten, die impressionistische Züge tragen und bei Landschaftsbildern zuweilen ins Abstrakte tendieren, zeichnet Heyder seine einfühlsamen Menschenbilder nahezu realistisch.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jost Heyder Antlitz, Leib und Dialoge – Zeichen der Seele, Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle ISBN 3-934495-09-5.
  • Die Bilderwelt des Jost Heyder – Akt, Gestalt, Landschaften, Stillleben
  • Jost Heyder – Menschen und Marionetten
  • Figurationen – Jost Heyder – Malerei und Grafik
  • Menschenbilder – Der Maler Jost Heyder als Zeichner

Kataloge zu Gruppenausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Balancen – Kunst in Westthüringen
  • Querschnitt – Kunstraum Thüringen, Aspekte der Malerei und Grafik im 20. Jahrhundert
  • Kassel – Erfurt – Erfurt – Kassel Ausstellungsaustausch
  • kunststoff – Landeskunstausstellung Thüringen 2002

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jörg-Heiko Bruns: Unterm Dach in Eisenach. Zu Besuch bei dem jungen Maler Jost Heyder. In: Das Volk. Erfurt 29. September 1982.