Jules Gratier

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Henri Le Rond (Vorne) und Jules Gratier (rechts?)

Jules Victor Gratier (* 25. Juni 1863 in Barraux, Département Isère; † 23. September 1956 in La Tronche, Département Isère) war ein französischer Generalleutnant und Oberbefehlshaber der interalliierten Truppen in Oberschlesien.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er besucht die Kriegsschule und durchläuft verschiedenste Einheiten und Kommandos in Frankreich. Während des Ersten Weltkrieges avanciert Gratier zum Kommandeur der 46. Inf.-Division. 1920 wurde er Oberbefehlshaber der interalliierten Truppen in Oberschlesien.[1]

Der Interalliierten Regierungs- und Plebiszitskommission für Oberschlesien ("C.I.H.S."; französisch Commission Interalliée der Haute Silésie) unter Leitung des französischen Generals Henri Le Rond unterstanden französisch-italienisch-britische Truppen von etwa 13.000 bis 22.000 Soldaten.[2][3] Davon stellten die Franzosen mit Abstand die meisten Truppen mit dem Oberbefehlshaber General Jules Gratier.[4]

1925 wurde Gratier in die Reserve versetzt.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Großoffizier der Ehrenlegion vom 28. Dezember 1924
    • Ritter der Ehrenlegion vom 25. Dezember 1899
    • Offizier der Ehrenlegion vom 30. Dezember 1914
    • Kommandeur der Ehrenlegion vom 18. April 1918
  • französische Kriegskreuz (1914–1918) mit drei Palmzweigen
  • belgische Kriegskreuz
  • Croix des T.O.E. mit einem Palmzweig
  • Médaille Interalliée de la Victoire
  • Médaille Commémorative de la Grande Guerre

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andreas Kiesewetter: Italien und Oberschlesien 1919-1922, Verlag Königshausen & Neumann, 2001, S.60, 121, 136ff. ISBN 3826020359.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Général Jules Victor GRATIER (1863–1956)
  2. Paul Rother: Chronik der Stadt Königshütte Oberschlesien, S.176. (Online bei Google Book Search)
  3. Otto Klöden, Landesverband des BdV von Baden-Württemberg (Hrsg.): Zum Problem des Selbstbestimmungsrechts in Ost-Mitteleuropa seit dem Ersten Weltkrieg,1973, S.11. (Online bei Google Book Search)
  4. Johannes Grotzky: Grenzgänge. Spurensuche zwischen Ost und West, 2010, S.93ff. (Online bei Google Book Search).