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Julia Angster

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Julia Angster (* 9. Januar 1968 in Biberach an der Riß)[1] ist eine deutsche Historikerin.

Von 1987 bis 1994 studierte sie Geschichts- und Politikwissenschaft an den Universitäten Tübingen und Oxford (St John’s College). Von 1995 bis 2007 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin bzw. Assistentin am Seminar für Zeitgeschichte in Tübingen. Nach der Promotion 2000 an der Universität Tübingen mit einer von Anselm Doering-Manteuffel betreuten Arbeit mit dem Thema Konsenskapitalismus und Sozialdemokratie. Die Westernisierung von SPD und DGB[2] war sie 2005/2006 wissenschaftliche Mitarbeiterin am German Historical Institute London. Nach der Habilitation 2008 in Tübingen mit dem Thema Erdbeeren und Piraten. Die Royal Navy und die Ordnung der Welt 1770-1860[2] vertrat sie von 2008 bis 2010 Lehrstühle in Marburg, an der Humboldt-Universität Berlin und in Mannheim.[2] Von 2010 bis 2012 war sie W3-Professorin für die Geschichte Großbritanniens und Nordamerikas an der Universität Kassel.[2] Seit 2012 ist sie W3-Professorin für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Mannheim.[2] Sie ist seit 2020 ordentliches Mitglied der Historischen Kommission der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Arbeitsschwerpunkte

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Angster bearbeitet die Geschichte des modernen Nationalstaats, Europas, Großbritanniens, der trans­atlanti­schen Beziehungen mit Blick auf politische und gesellschaftliche Gegebenheiten und Organisationen, vorzugsweise vom 19. bis zum 21. Jahrhundert.[2]

  • 1988 bis 1994: Stipendiatin der Studien­stiftung des deutschen Volkes[2]
  • 1994 bis 1996: Promotionsstipendiatin der Studien­stiftung des deutschen Volkes[2]

Schriften (Auswahl)

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  • John Robert Seeley. The Expansion of England (1883). In: Manfred Brocker (Hrsg.): Geschichte des politischen Denkens III. Suhrkamp Verlag, Berlin 2021, S. 639–653.
  • Das Ende des Konsensliberalismus. Zur Erosion einer Werteordnung „nach dem Boom“. In: Christian Marx/Morten Reitmayer, Hrsg.: Die offene Moderne. Gesellschaften im 20. Jahrhundert, Festschrift für Lutz Raphael. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2020, S. 189–213.
  • Staats­bürgerschaft und die Nationalisierung von Staat und Gesellschaft. In: dies./Dieter Gosewinkel/Christoph Gusy: Staats­bürgerschaft im 19. und 20. Jahrhundert. Eine Veröffentlichung aus dem Arbeits­kreis für Rechts­wissenschaft und Zeitgeschichte an der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz. Mohr Siebeck, Tübingen 2019, S. 79–144.
  • Politischer Liberalismus und gesellschaft­licher Wandel zwischen 1960 und 1990. In: Eckart Conze u. a., Hrsg.: Jahrbuch zur Liberalismus-Forschung 29 (2017), S. 89–108.
  • Staats­denken und politische Praxis. Die amerikanischen Gewerkschaften zwischen voluntaristischer Staats­ferne und sozialliberalem Lobbyismus. In: Michael Ruck, Hrsg.: Gegner – Instrument – Partner. Gewerkschaft­liche Staats­verständnisse vom Industrialismus bis zum Informations­zeitalter. (Reihe Staats­verständnisse), Baden-Baden (Nomos) 2017, S. 245–265.
  1. Vademekum der Geschichtswissenschaften. Ausgabe 10.2012/2013. Steiner, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-515-10079-3, S. 285.
  2. 1 2 3 4 5 6 7 8 Julia Angster. Universität Mannheim, abgerufen am 17. Juni 2026.