Julian Siegel

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Mit dem Julian Siegel Quartet auf dem INNtöne Jazzfestival 2018

Julian Siegel (* 13. Mai 1966 in Nottingham) ist ein britischer Jazzmusiker (Saxophon, Klarinette, Komposition).

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Julian Siegel, 2014

Siegel, dessen Vater ein Sänger war, der in Polen und nach dem Zweiten Weltkrieg zur Truppenbetreuung im Mittleren Osten aktiv war, spielte in der Schule in unterschiedlichen Ensembles. Beeinflusst durch die väterliche Plattensammlung entwickelte er sein Interesse an der Form der Improvisation. Er studierte bis 1987 klassisches Saxophon und Dirigat an der University of East Anglia in Norwich, wo er die nächsten Jahre blieb. Seit 1991 in London spielte er mit Kollegen wie Julian Argüelles, Django Bates, Joey Calderazzo, Kirk Lightsey, Liam Noble oder Kate Williams und wurde Mitglied der Bigband von Stan Sulzmann.

Mit der Band Partisans, die er mit Gitarrist Phil Robson leitete, erzielte er den Durchbruch; mit dieser Gruppe, zu der auch Bassist Thad Kelly und Drummer Gene Calderazzo gehörten, tourte er durch Europa und hatte erfolgreiche Auftritte auf zahlreichen Festivals. In den nächsten Jahren trat er mit Delightful Precipe von Django Bates, dem Mask Orchestra von Colin Towns und der Bigband von Jazz Jamaica auf. Seit 2004 leitete er eine Band unter eigenem Namen. Auch spielte er mit den Sängerinnen Norma Winstone, Cleo Laine und Jacqui Dankworth sowie mit Greg Cohen und Joey Baron. Im Bereich des Jazz war er zwischen 1991 und 2012 an 31 Aufnahmesessions beteiligt.[1] 2016 verschlug es ihn in die Popmusik, wo er auf Mark Forsters Album TAPE mitwirkte und unter anderem bei dem Stück Sowieso am Tenorsaxophon zu hören ist. 2018 legte er das Album Vista (Whirlwind) vor, mit Liam Noble, Oli Hayhurst und Gene Calderazzo.

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siegel wurde 2007 mit einem BBC Jazz Award als bester Instrumentalist ausgezeichnet.[2] 2011 gewann er auch den London Award for Art and Performance für Jazz.

Lexikalische Einträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tom Lord: The Jazz Discography (online 14. September 2013)
  2. Chris May: Cd/LP Review: Live At The Vortex. All About Jazz. 18. Mai 2009. Abgerufen am 13. September 2013.