Juliane von Braunschweig-Wolfenbüttel

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Juliane Marie, Königin von Dänemark und Norwegen
Juliane Marie, um 1780

Juliane Marie von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (* 4. September 1729 in Wolfenbüttel; † 10. Oktober 1796 auf Schloss Fredensborg) war Königin von Dänemark und Norwegen.

Leben[Bearbeiten]

Juliane Marie war die jüngste Tochter von Herzog Ferdinand Albrecht II. von Braunschweig-Wolfenbüttel und dessen Frau Antoinette Amalie von Braunschweig-Wolfenbüttel.

Juliane Marie heiratete am 8. Juli 1752 auf Schloss Frederiksborg König Friedrich V. von Dänemark als dessen zweite Frau. Die Beliebtheit ihrer Vorgängerin Louise von Großbritannien konnte sie nie erreichen. Nach dem Tode Friedrichs V. 1766 zog sie sich auf ihren Witwensitz zurück, Johann Friedrich Struensee hielt sie in seiner Zeit als Minister (1770–1772) von jeder politischen Mitsprache fern. Sie stand ihrem Stiefsohn, dem verhaltensauffälligen Christian VII., nicht sonderlich nahe und hoffte auf die Thronfolge ihres eigenen Sohnes Friedrich. Im Jahr 1772 spielte sie eine entscheidende Rolle beim Sturz von Struensee, indem sie die Initiatoren um Ove Høegh-Guldberg nach Kräften unterstützte und ihnen Rückendeckung beim König verschaffte. Juliane Marie befürwortete Struensees Hinrichtung und soll auch die Ehefrau Christians VII., Königin Caroline Mathilde, lieber tot als ins Exil verbannt gewünscht haben. Die Königinwitwe hatte nun zusammen mit Minister Høegh-Guldberg die tatsächliche Macht im Königreich; diese endete mit der Regentschaft Friedrichs VI. ab 1784.

Die Exekution Struensees brachte allerdings in der öffentlichen Meinung einen Umschwung mit sich, da das Verfahren erhebliche rechtliche Mängel aufgewiesen hatte. Die Hofcamarilla um Juliane Marie ließ alle übrigen Festgenommenen freilassen, sie mussten die Hauptstadt jedoch verlassen.

Ihr einziges Kind war Erbprinz Friedrich (* 11. Oktober 1753; † 7. Dezember 1805), er heiratete 1774 Sophie Friederike von Mecklenburg (1758–1794); sie waren die Eltern von König Christian VIII. von Dänemark.

1780 nahm sie die vier überlebenden Geschwister von Iwan VI. am Kopenhagener Hof auf.

Ihre Politik stützte diejenige ihres Bündnispartners Friedrich II. von Preußen. Mit ihm wechselte sie im Laufe ihres Lebens mehr als zweihundertfünfzig Briefe.[1][2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. * Frank Althoff: Der Schriftwechsel Friedrichs des Großen mit der Königin-Witwe Juliane Marie von Dänemark. In: Friedrich der Große und die Dynastie der Hohenzollern. Beiträge des fünften Colloquiums in der Reihe „Friedrich300“ vom 30. September / 1. Oktober 2011, hg. von Michael Kaiser und Jürgen Luh. Onlinepublikation auf perspectivia.net.
  2. Antonius Lux (Hrsg.): Große Frauen der Weltgeschichte. Tausend Biographien in Wort und Bild. Sebastian Lux Verlag, München 1963, S. 250
Vorgängerin Amt Nachfolgerin
Louise von Großbritannien Königin von Dänemark und Norwegen
1752–1766
Caroline Mathilde von Großbritannien