Jurasüdfuss

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Als Jurasüdfuss bezeichnet man den südlichen Rand des Juragebirges; dieser markiert die Zone des Überganges des Jura ins Mittelland. Die Schweizer Städte Genf, Morges, Yverdon-les-Bains, Neuenburg, Biel/Bienne, Grenchen, Solothurn, Olten, Aarau und Baden liegen in dieser Zone.

Entlang des Jurasüdfusses verläuft eine SBB-Eisenbahnlinie, welche unter anderem die oben aufgeführten Städte miteinander verbindet und den Namen Jurasüdfusslinie trägt. Im Gegensatz dazu gibt es die Mittellandlinie, welche ab Morges über Lausanne, Fribourg, Bern und Langenthal nach Olten führt.

Auch die Siedlungsgebiete am Jurasüdfuss haben zunehmend mit der Unbill des Klimawandels zu kämpfen. So trat z. B. in der Solothurner Gemeinde Bettlach im Sommer 2007 während eines starken Unwetters erstmals seit sehr langer Zeit der im Jura entspringende Dorfbach über die Ufer und entlud gewaltige Geröllmassen in das Siedlungsgebiet. Das schlimmste Ereignis dieser Art in dieser Region hatte sich allerdings bereits in den 1970er Jahren in der Nachbargemeinde Selzach zugetragen. Es war damals von einem eigentlichen Berg-Abbruch die Rede, der mit Glück keinerlei Todesfälle zur Folge hatte.