Justus Friedrich Danckwerts

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Justus Friedrich Danckwerts (* 13. Mai 1779 in Küsten; † 20. August 1842 in Göttingen) war Verlagsleiter bei Vandenhoeck & Ruprecht in Göttingen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein Vater Christian Wilhelm stammte aus einer protestantischen Pastorenfamilien und war zur Zeit seiner Geburt Pfarrer der Kirche in Küsten. Seine beiden Brüder Johann Alexander und Johann Viktor sowie seine Neffen waren ebenfalls Pastoren, u. a. lange Zeit in Plate.[1] Emmy Danckwerts ist seine Nichte.

Justus Friedrich Danckwerts heiratete nach seinem Theologiestudium Marianne Ruprecht (1789–1866), die Tochter von Carl Friedrich Günther Ruprecht (1730–1816).[2] Nach dessen Tod übernahm er mit seinem Schwager Carl August Adolf Ruprecht (1791–1861) zusammen die Verlagsleitung bei Vandenhoeck & Ruprecht. In dieser Zeit war der Verlag wirtschaftlich erfolgreich und konnte erheblich ausgebaut werden. Nach dem Verfassungsbruch des Königs Ernst August und dem Protest der Göttinger Sieben dagegen wurde auch das Verlagsgeschäft schwieriger. 1839 entzog das Königreich Hannover dem Verlag entschädigungslos das Privileg der Portofreiheit.[3] Danckwerts und sein Schwager Ruprecht konnten die wirtschaftlichen Schäden durch diese Form der politischen Verfolgung ausgleichen. Er ist mit seiner Frau auf dem Bartholomäusfriedhof in Göttingen beerdigt. Nach Danckwerts Tod wurde der Verlag wieder ausschließlich von der Familie Ruprecht geleitet.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wendland-Lexikon, Band 1, Lüchow 2000, S. 136.
  2. Alfred Kelletet: Emmy Danckwerts aus Plate, in Hannoversches Wendland, 12. Jahresheft des heimatkundlichen Arbeitskreises Lüchow-Dannenberg, Lüchow 1988, S. 28.
  3. Verlagsgeschichte Vandenhoeck & Ruprecht, zuletzt aufgerufen am 7. August 2014