Jutta Stroszeck

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Jutta Stroszeck (* 1961 in Donauwörth) ist eine deutsche Klassische Archäologin.

Jutta Stroszeck studierte von 1980 bis 1986 an den Universitäten Erlangen, Göttingen und der FU Berlin Klassische und Christliche Archäologie sowie Ur- und Frühgeschichte. In Erlangen erlangte sie 1986 ihren Magistergrad und wurde dort auch 1991 mit der Arbeit Löwen-Sarkophage. Sarkophage mit Löwenköpfen, schreitenden Löwen und Löwen-Kampfgruppen promoviert. Für die Arbeit erhielt sie 1991/92 das Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts und konnte mit dessen Hilfe den Mittelmeerraum bereisen. 1992/93 war Stroszeck Mitarbeiterin am Corpus der antiken Sarkophagreliefs in Marburg. Seit November 1993 ist sie an der Abteilung Athen des Deutschen Archäologischen Instituts beschäftigt. Zunächst war sie als Referentin für die Bibliothek zuständig, seit Dezember ist sie örtliche Leiterin der Kerameikosgrabung. 2006 konzipierte sie die Ausstellung Der heilige Mammas – Beschützer der Hirten und Herden am Deutschen Hirtenmuseum in Hersbruck.

Stroszeck forscht vorrangig zum Athener Kerameikos. Hier beschäftigte sie sich mit den Staatsgräbern sowie dem Lakedaimoniergrab, dem Tritopatreion und der Töpferproduktion im Kerameikosgelände. Weitere Projekte im Kerameikos sind zum Wassermanagement, zu den Straßen, und zu den Kulten und Heiligtümern im Kerameikos. Daneben forscht sie allgemein zu griechischen Staatsgräbern, berufsbezogenen Kulten, zur Antikenrezeption und der Forschungsgeschichte.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monographien

  • Löwen-Sarkophage. Sarkophage mit Löwenköpfen, schreitenden Löwen und Löwen-Kampfgruppen. (= Die antiken Sarkophagreliefs, Band 6; Die dekorativen römischen Sarkophage, Teil 1 = Die antiken Sarkophagreliefs, Band VI 1), Mann, Berlin 1998, ISBN 3-7861-2268-7.
  • Der Kerameikos in Athen. Geschichte, Bauten und Denkmäler im archäologischen Park. Bibliopolis Verlag, Bad Langensalza 2014, ISBN 978-3-943741-04-9.
    • griechische Ausgabe: Ο Κεραμεικός των Αθηνών. Ιστορία και μνημεία εντός του αρχαιολογικού χώρου. Bibliopolis, Bad Langensalza 2017, ISBN 978-3-943741-07-0.

Herausgeberschaften

  • mit Heide Frielinghaus: Neue Forschungen zu griechischen Städten und Heiligtümern. Festschrift für Burkhardt Wesenberg zum 65. Geburtstag. (= Beiträge zur Archäologie Griechenlands, Band 1), Bibliopolis, Möhnesee 2010, ISBN 978-3-933925-91-6.
  • mit Heide Frielinghaus: Vorbild Griechenland. Zum Einfluss antiker griechischer Skulptur auf Grabdenkmäler der Neuzeit. (= Beiträge zur Archäologie Griechenlands, Band 3), Bibliopolis, Möhnesee 2012, ISBN 978-3-943741-00-1.
  • mit Heide Frielinghaus: Kulte und Heiligtümer in Griechenland. Neue Funde und Forschungen. (= Beiträge zur Archäologie Griechenlands, Band 4), Bibliopolis, Möhnesee 2017, ISBN 978-3-943741-06-3.
  • mit Andrea Schellinger: „In einer Ruhe die Wunder nimmt“. Der Kerameikos in literarischen Zeugnissen von 1863 bis heute. Kulturverlag Kadmos, Berlin 2017, ISBN 978-3-86599-372-4.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]