Käserinde

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Ein angeschnittener Laib Hartkäse mit Rinde

Als Käserinde bezeichnet man die äußere natürliche oder künstliche Hülle von Käse. Sie schützt vor Austrocknung, Verschmutzung und teilweise dem Eindringen von Schädlingen.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rinde entsteht meist durch die Bearbeitung bzw. Pflege während der Käseherstellung. Unterstützt wird dies durch Wärmebehandlung wie z. B. Räuchern und Brühen, aber auch durch die Bearbeitung mit Salzlake, Wein, Bier oder anderen Zutaten, die durch Bürsten, Schwämme oder Zerstäuber auf den Käse aufgebracht werden.

Während der Reifung sammeln sich in der Rinde Gär- und Bitterstoffe, deshalb hat die Rinde häufig einen Geschmack, der als unangenehm empfunden wird. Für viele Sorten wird deshalb das Entfernen der Rinde vor dem Verzehr empfohlen. Ausnahmen hiervon sind junge Weißschimmelkäse.

Das Käsedeckmittel Natamycin (E 235) ist als Konservierungsmittel für die Oberflächenbehandlung von Hartkäse, Schnittkäse und halbfestem Käse zugelassen worden. Daneben soll er vor unerwünschtem Schimmelbefall schützen. Nach dem Lebensmittelrecht gilt eine Höchstmenge von 1 mg/dm2 Oberfläche. Natamycin darf 5 mm unterhalb der Käserinde nicht mehr nachweisbar sein.

Einige Käsesorten, wie z. B. Gouda und Edamer, werden mit Paraffinen oder Wachs behandelt oder in eine Kunststoffhülle verpackt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Brigitte Engelmann, Peter Holler: Das Feinschmecker-Handbuch Käse. Ullmann, Königswinter 2008, S. 84, ISBN 978-3-8331-5023-4.