Kölner Architekturpreis

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Der Kölner Architekturpreis ist einer der ältesten deutschen Architekturpreise. Er wird seit 1967 alle drei bis fünf Jahre ausgeschrieben für beispielhafte Bauten in der Region Köln. Er wird getragen vom Architektur Forum Rheinland (AFR), dem Bund Deutscher Architekten Köln (BDA), dem Deutsche Werkbund NW (DWB) und dem Kölnische Kunstverein (KKV).

Ziele und Aufgaben:

  • Die Aufgabe des „Vereins Kölner Architekturpreis e.V.“ (kap) ist es, die Qualität des Planens und Bauens in Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und Umwelt zu fördern.
  • Der Kölner Architekturpreis wird mit dem Ziel vergeben, in diesem Sinne vorbildliche Bauten im Raum der Stadt Köln und den umliegenden Kreisgebieten des Auslobungsbereiches auszuzeichnen.
  • Die Auszeichnung soll dazu beitragen, das öffentliche Bewußtsein für Qualität im Planen und Bauen zu verankern und zu festigen und Qualitätsmaßstäbe in der zeitgenössischen Architektur zu setzen.
  • Die Auszeichnung wird für herausragende baukünstlerische Leistungen vergeben. Diese finden sich nicht nur bei den prominenten Bauten, sondern in gleicher Weise bei den alltäglichen Bauaufgaben, die das Gesicht unserer Städte und Landschaften prägen.
  • Er kann für ein Bauwerk (Neubau, Umbau, Ausbau), eine Gebäudegruppe, eine städtebauliche Anlage, eine Freianlage oder eine temporäre Intervention im öffentlichen Raum zuerkannt werden.
  • Es wird nicht nur die Leistung der beteiligten Architekten/innen, sondern gleichermaßen auch der verantwortungsvolle Part der Bauherren/innen gewürdigt.

2017 feiert der Kölner Architekturpreis sein 50-jähriges Bestehen.

Preisplakette 1967

Auslobung 1967[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Prämierung umfasste einen Zeitraum von 20 Jahren des Aufbaus seit 1950 und wurde 1967 durchgeführt.[1] Dabei wurden eine Reihe bedeutender und beispielhafter Nachkriegsbauten und Nachkriegsarchitekten ausgezeichnet, wie zum Beispiel der Schularchitekt Ernst Nolte (Friedrich-Wilhelm-Gymnasium) und an Gebäuden das Kaufhaus Wormland von Peter Neufert, die Severinsbrücke von Gerd Lohmer und Fritz Leonhardt, das Haus der ehemaligen Bank für Gemeinwirtschaft, das heutige Domforum von Fritz Schaller, die Kirche St. Hedwig in Köln-Höhenhaus von Emil Steffann und das Max-Ernst-Gymnasium, Brühl, von Peter Busmann (als erste ausgezeichnete Schule).

Heutige Bedingungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Domforum (von 1954)

Es werden bis zu sechs Auszeichnungen und zehn Anerkennungen vergeben. Die mit Auszeichnung bewerteten Objekte werden für den Architekturpreis NRW nominiert. Genannt werden nicht nur Bauobjekte und Architekten, sondern auch Bauherren. Auch die Bauherren können eine Bewerbung einreichen. Der Auslober des Preises ist ein Verein, dessen Träger das Architektur Forum Rheinland (AFR), der Bund Deutscher Architekten Köln (BDA), der Deutsche Werkbund NW (DWB) und der Kölnische Kunstverein (KKV) sind. Diese sind dem Kölner Haus der Architektur verbunden, das auch die Geschäftsstelle beherbergt. Der Jury gehören jeweils wechselnd fünf Personen an, neben Architekten auch Journalisten, Künstler und andere Angehörige kreativer Berufe. Die Region Köln ist in der Regel nur mit einer Person vertreten.

Kriterien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die einzureichenden Unterlagen sollen eine Beurteilung nach etwa folgenden Kriterien ermöglichen:

  • Architektur und Gestaltung
  • Einbindung in die städtebauliche und landschaftliche Umgebung
  • Angemessenheit der Lösung bezogen auf die Aufgabe
  • Leistung im Zusammenhang mit der Entwicklung des Bauens/ innovative Ansätze
  • Umweltverträglichkeit
  • Zusammenarbeit der Beteiligten

Einige Beispiele für ausgezeichnete Bauten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Laurentius

Preisträger (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Link zum Archiv des Kölner Architekturpreises.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kölner Architekturpreis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Anka Ghise-Beer: Das Werk des Architekten Peter Neufert. Dissertation, Bergische Universität/Gesamthochschule Wuppertal, 2000, S. 124 (Zugriff auf Online-Version)
  2. Kölner Stadtanzeiger 28. September 2014, S. 26