Königreich Toledo (Krone Kastilien)

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Königreich Toledo
Reino de Toledo
Banner of the Kingdom of Toledo.svg
Banner
Coat of Arms of the Kingdom of Toledo.svg
Wappen
Reino de Toledo loc 1590.svg
Königreich Toledo um 1590
Amtssprache Kastilisch
Hauptstadt Toledo
Gründung 1085
Auflösung 1833
Iberische Halbinsel um 1036

Das Königreich Toledo (spanisch: Reino de Toledo) war eine mit dem Königreich Kastilien-Léon verbundene Gebietskörperschaft im heutigen Spanien.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Islamische Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Zerfall de Kalifats von Córdoba unter Hischam III. (reg. 1026–1031) löste Ismail Dahfir (reg. 1036–1038) das Taifa-Königreich Toledo aus dem ehemaligen Herrschaftsgebiet des Kalifats heraus. Sein Nachfolger Abul asan Yaya ben Ismail ben Dylinun al-Mamún, auch bekannt unter den Kurznamen Almamún oder Alimenón (reg. 1038–1075), kam mit Unterstützung von Ferdinand I. von León (reg. 1035–1065) an die Macht; es gelang ihm zeitweilig sogar Córdoba und Valencia mitsamt ihrem Umland zu erobern. Er pflegte freundschaftliche Beziehungen zum noch jungen Alfons VI. von León (reg. 1065–1109), dem er sogar im Jahr 1072 kurzzeitig Asyl gewährte. Sein Enkel Yahya ben Ismail ben Yahya Al-Kadir (reg. 1075–1081) verlor die von seinem Großvater eroberten Gebiete wieder; bereits im Jahr 1081 trat er auch seine Herrschaftsansprüche auf Toledo an Alfons VI. ab, der jedoch noch vier Jahre bis zu seinem triumphalen Einzug in die Stadt wartete.[1]

Christliche Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Begründet wurde das christliche Königreich Toledo im Jahr 1085 mit dem Einzug Alfons’ VI. in die Stadt. Bis zur Schlacht bei Las Navas de Tolosa (1212) wurde das Umland konsolidiert. Als christliches Königreich wurde es nun mit der Krone Kastiliens verbunden, zu dessen neuen Machtzentrum es avancierte. Als alte Hauptstadt des westgotischen Reichs, auf das sich wiederum das Königreich Kastilien berief, wurde dieser Eroberung eine große politische und ideologische Symbolkraft zugesprochen. Toledo und später auch Madrid dienten den kastilisch-spanischen Königen als neue Hauptstädte. Faktisch wurde das Königreich institutionell zur Gänze in Kastilien integriert, weshalb das Land schon bald als „Neukastilien“ (Castilla la Nueva) bezeichnet wurde. Diesen Namen erhielt das Land schließlich auch offiziell, als es in der im Jahr 1833 von Innenminister Francisco Javier de Burgos durchgeführten Neugliederung Spaniens als historische Region mit den Provinzen Ciudad Real, Cuenca, Guadalajara, Madrid und Toledo eingerichtet wurde. Im Jahr 1983 wurde es schließlich als eine der 17 autonomen Gemeinschaften Spaniens (Comunidad Autónoma) in Kastilien-La Mancha umbenannt. Madrid wurde dabei als eigene autonome Gemeinschaft ausgegliedert und im Gegenzug kam die Provinz Albacete hinzu.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Olga Pérez Monzón, Enrique Rodríguez-Picavea Matilla: Toledo y las tres culturas. Ediciones AKAL, 1995, ISBN 978-84-460-0455-4.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Reino de Toledo