Königshofen (Lauda-Königshofen)

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Königshofen
Wappen von Königshofen
Koordinaten: 49° 32′ 50″ N, 9° 43′ 53″ O
Fläche: 13,81 km²
Einwohner: 2569 (Feb. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 186 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 97922
Vorwahl: 09343
Königshofen (Baden-Württemberg)
Königshofen

Lage von Königshofen in Baden-Württemberg

Königshofen ist ein Stadtteil von Lauda-Königshofen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Königshofen liegt im Main-Tauber-Kreis, dem nördlichsten Landkreis Baden-Württembergs, in der historisch als Tauberfranken bekannten Region. Königshofen hat 2.569 Einwohner (Stand: August 2012) und nimmt eine Fläche von 13,81 km² ein.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südlich von Königshofen liegt das schnurkeramische Gräberfeld Wöllerspfad.

Mittelalter und frühe Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1415 wurde die Königshöfer Messe erstmals urkundlich als eintägiger Matthäus-Markt erwähnt.[3][4] 1492 erfolgte die Verleihung des Marktprivilegs an Königshofen durch Kaiser Friedrich III. Im Bauernkrieg fand am 2. Juni 1525 auf dem Turmberg bei Königshofen eine Schlacht zwischen den vereinigten Neckartaler und Odenwalder Haufen und der Ritterschaft unter Georg Truchsess von Waldburg-Zeil statt, in der mehrere Tausend Bauern zu Tode kamen.

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der Säkularisation aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses kam Königshofen an das Fürstentum Leiningen, nach dessen Auflösung durch die Rheinbundakte 1806 an das Großherzogtum Baden. Durch den Anfall an Baden in eine zunächst ungünstige Randlage geraten, kamen Weinbau und Weinhandel fast vollständig zum Erliegen. Erst nach der Mitte des 19. Jahrhunderts besserte sich das mit dem Bau der Eisenbahn.

Am Ende des Zweiten Weltkriegs fanden auf dem Turmberg zu Ostern 1945 beim Einmarsch der US-amerikanischen Truppen heftige Gefechte statt, in deren Folge Königshofen am 1. April 1945 zu drei Vierteln zerstört wurde.

Am 1. Januar 1972 wurde das württembergische Deubach nach Königshofen eingemeindet und kam so vom Landkreis Mergentheim zum Landkreis Tauberbischofsheim; am selben Tag wurden auch Messelhausen und Sachsenflur nach Königshofen eingemeindet.[5] Bereits ein Jahr später wurde der Landkreis Tauberbischofsheim im Rahmen der Kreisreform aufgelöst. Seither gehört das Gebiet der heutigen Stadt zum Main-Tauber-Kreis. Am 1. Januar 1975 vereinigte sich die Stadt Königshofen mit der Stadt Lauda und der Gemeinde Unterbalbach im Rahmen der Gebietsreform in Baden-Württemberg zur Stadt Lauda-Königshofen.[6]

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jüdische Gemeinde Königshofen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Königshofen bestand eine jüdische Gemeinde von der Zeit des 17. Jahrhunderts bis zu ihrer Auflösung 1906.[7]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Königshofener Warte östlich des Ortes ist ein im 16. Jahrhundert errichteter 8 m hoher ehemaliger Wartturm, der heute als Aussichtsturm genutzt wird[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Königshofen (Lauda-Königshofen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Strukturdaten der Stadt Lauda-Königshofen
  2. Strukturdaten von Lauda-Königshofen, Stand: August 2012 - abgerufen am 27. Oktober 2013
  3. Südwestpresse: Messe in Lauda-Königshofen. 600 Jahre Volksfest in Tauberfranken. 18. September 2015. Online auf www.swp.de. Abgerufen am 17. September 2016.
  4. Südwestpresse: Lauda-Königshofen feiert vom 18. bis 27. September 600 Jahre Königshöfer Messe. 16. September 2015. Online auf www.swp.de. Abgerufen am 17. September 2016.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 480.
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 469.
  7. Alemannia Judaica: Königshofen (Stadt Lauda-Königshofen, Main-Tauber-Kreis) / Jüdische Geschichte / Betsaal/Synagoge. Online auf www.alemannia-judaica.de. Abgerufen am 1. Dezember 2015.
  8. Königshofener Warte auf warttuerme.de