Kārsava

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Kārsava (dt. Karsau)
Wappen von Kārsava
Kārsava (Lettland)
(56° 47′ 2″ N, 27° 41′ 5″O)
Basisdaten
Staat: LettlandLettland Lettland
Landschaft: Lettgallen (lettisch Latgale)
Verwaltungsbezirk: Bezirk Ludza
Koordinaten: 56° 47′ N, 27° 41′ OKoordinaten: 56° 47′ 2″ N, 27° 41′ 5″ O
Einwohner: 2.210 (1. Jan. 2016)
Fläche: 3,9 km²
Bevölkerungsdichte: 567 Einwohner je km²
Stadtrecht: seit 1928
Webseite: www.karsava.lv
Karsava.JPG
Katholische Kirche in Kārsava

Kārsava (lettgallisch Kuorsova; deutsch Karsau, russisch bis 1917 Korsowka) ist eine Stadt im östlichen Teil von Lettland nahe der russischen Grenze.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gegend war etwa seit dem 8. Jahrhundert vom Stamm der Lettgallen besiedelt. Kārsava war ein größerer Ort mit mehreren befestigten Burghügeln. Bis 1763 residierte hier ein örtlicher Kral. In diesem Jahr wurde auch die katholische Kirche erbaut.[1]

1793 fiel Polnisch-Livland an Russland und Kārsava wurde Teil des Gouvernement Witebsk. Der Ort befand sich an der Poststraße von Rēzekne nach Ostrow und wurde ein Zentrum des Handels. Im Russlandfeldzug Napoleons wurde der Ort schwer verwüstet. 1836 wurde eine Chaussee von Sankt Petersburg nach Warschau gebaut. 1860 folgte eine Eisenbahnstrecke. Dies brachte wirtschaftlichen Aufschwung für Kārsava, welches an beiden Strecken liegt.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Gebiet 1920 als Teil Lettlands anerkannt. 1928 wurden die Stadtrechte verliehen.

Der Bezirk Kārsava (Kārsavas novads) bestand durch eine Neustrukturierung Lettlands seit 2009 aus der Stadt Kārsava und den Gemeinden Goliševa, Malnava, Mērdzene, Mežvidi und Salnava. 2021 ging er im Bezirk Ludza auf.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von architektonischem Interesse sind die römisch-katholische Kirche (1763), die russisch-orthodoxe Kirche (19. Jahrhundert) sowie die Malnava-Kapelle (19. Jahrhundert).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Astrīda Iltnere (Red.): Latvijas Pagasti, Enciklopēdija. Preses Nams, Riga 2002, ISBN 9984-00-436-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Kārsava – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jānis Siliņš: Latvijas māksla, 1800-1914, Bd. 1. Daugava, Stockholm 1979, S. 277.