Kabelmanagement

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Kabelmangements eines Personal Computers

Unter Kabelmanagement versteht man das Ordnen, Strukturieren und Organisieren von Kabeln in einem technischen System. Es ist sowohl bei der Elektroinstallation als auch bei der Wartung und dem Konfigurationsmanagement von Bedeutung.

Ziele und Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ziel des Kabelmangements ist es bei zunehmender Komplexität und Größe des Kabelsystems einen Kabelsalat zu vermeiden und für Ordnung und Übersicht bei den Kabelverbindungen zwischen den einzelnen aktiven Komponenten (z. B. Repeater) und passiven Komponenten (z. B. Klemmleiste) zu sorgen.[1] Ein schlechtes Kabelmangement kann außerdem zur Abnutzung und Verschleiß der Kabel und damit auch den Komponenten führen; als Anreicherung für Staub und Dreck dienen, an denen Reinigungskräfte nicht rankommen und das sich damit negativ auf die Raumluftqualität auswirkt; für Arbeitsunfalle durch Stolper- und Sturzgefahren sorgen bzw. das Risiko erhöhen, dass etwas hängenbleibt; sowie das Risiko auf Brand und Überhitzung durch geknickte, verschmutzte und überlastete Verkabelungen erhöhen.[2] Nach PC Games Hardware ist das Risiko einer zu hohen Wärmeentwicklung durch ein schlechtes Kabelmangement allerdings nur in Extremfällen als Hauptursache zu nennen.[3]

Das Kabelmangement kann ein Verlegungsprotokoll erhalten und gibt im Idealfall Auskunft über Anpassungen der Kabel und erleichtert den Austausch von Kabeln bei veränderten Innovationen oder bei beschädigter Technik.[4]

Beispiel eines schlechten Kabelmangements

In engen Systemen wie dem Computergehäuse soll außerdem mehr Platz für den Luftfluss, der bei der Kühlung und Lüftung entsteht, geschaffen werden. Des Weiteren können auch Kabel, die weniger benötigt werden oder nicht auffallen sollen, dadurch verdeckter in den Hintergrund gebracht werden, um keinen überflüssigen Platz wegzunehmen.[5]

Hilfsmittel und Vorgehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Hilfsmittel können dabei Kabelverbinder, Kabelbrücken, Kabelpritschen, Kabelwickler, Adapter, Kabelbinder, verschiedene Geräte für die Beleuchtung, Schaltschränke und sonstige Verbindungselemente zum Einsatz kommen. Die Kabel selbst können durch einzelne farbliche Markierungen oder Beschriftungen hervorstechen. Zudem gibt es zahlreiche Vorrichtungen zum Schutz und Isolierung der Kabel.[6]

Anwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anwendungen befinden sich in den Bereichen Rechnerarchitektur und Rechnernetze, Facilitymanagement und Baumanagement[1] und bei sonstiger Telekommunikationstechnik und Elektrotechnik.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • E. A. Reeves: Cable Management Systems, Blackwell Scientific Publications, 1992, ISBN 9780632028085
  • Gerard Blokdyk: Cable Management: The Ultimate Step-By-Step Guide, CreateSpace Independent Publishing Platform, 2018, ISBN 9781720494089
  • Cable Tray Systems and Cable Ladder Systems for Cable Management, 2002

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Jens Nävy: Facility Management: Grundlagen, Computerunterstützung, Systemeinführung, Anwendungsbeispiele. Springer Science & Business Media, 2006, ISBN 978-3-540-25164-4 (google.de [abgerufen am 31. August 2018]).
  2. Kabelmanagement in Büros | Arbeitsschutz | Haufe. In: Haufe.de News und Fachwissen. (haufe.de [abgerufen am 31. August 2018]).
  3. Bericht: Schlechtes Kabelmanagement hat kaum Auswirkungen auf Temperaturen. In: PC Games Hardware. (pcgameshardware.de [abgerufen am 31. August 2018]).
  4. Ulrich Bogenstätter: Property Management und Facility Management. Oldenbourg Verlag, 2008, ISBN 978-3-486-59985-5 (google.de [abgerufen am 31. August 2018]).
  5. Kabelmanagement Definition – Computer-Lexikon bei Caseking. Abgerufen am 31. August 2018.
  6. vgl. gängige Artikel in Shops unter der Kategorie „Kabelmangement“