Kabinett Bolz
| Kabinett Bolz | |
|---|---|
| 6. Kabinett des freien Volksstaates Württemberg | |
| Staatspräsident | Eugen Bolz |
| Wahl | 1928 |
| Beginn | 8. Juni 1928 |
| Ende | 11. März 1933 |
| Dauer | 4 Jahre und 276 Tage |
| Vorgänger | Kabinett Bazille |
| Nachfolger | Kabinett Murr |
| Zusammensetzung | |
| Partei(en) | Zentrum und DNVP, ab 1930 zusätzlich DDP und DVP |
| Minister | 6/7 |
| Repräsentation | |
| Landtag des freien Volksstaates Württemberg | 21/80 bis 1929 20/80 1929–1930 32/80 1930–1932 24/80 ab 1932 |
Das Kabinett Bolz bildete vom 8. Juni 1928 bis 11. März 1933 die Landesregierung von Württemberg. Trotz der Wahlen am 24. April 1932 wurde aufgrund fehlender Mehrheiten kein neues Kabinett gebildet, so dass das alte Kabinett geschäftsführend im Amt blieb.
Mitglieder
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Amt | Name | Bild | Partei | |
|---|---|---|---|---|
| Staatspräsident[1] | Eugen Bolz | Z | ||
| Inneres | ||||
| Justiz | Josef Beyerle | Z | ||
| Kult | Wilhelm Bazille | DNVP | ||
| Finanzen | Alfred Dehlinger | DNVP | ||
| Wirtschaft | Josef Beyerle bis 19. Januar 1930 |
Z | ||
| Reinhold Maier | DDP | |||
| Staatsrat ab 19. Januar 1930 |
Johannes Rath | DVP | ||
Gescheiterte Regierungsbildung 1932
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bei der Wahl zum neuen Landtag 1932 ging die NSDAP mit 23 Mandaten als stärkste Fraktion hervor. Neuer Landtagspräsident wurde der Nationalsozialist Christian Mergenthaler. Von den acht Anwärtern auf das Amt des Staatspräsidenten erhielt keiner die erforderliche absolute Mehrheit. Jonathan Schmid von der NSDAP erhielt 22 und Eugen Bolz nur 20 Stimmen. Der neue Landtag mit einer absoluten Mehrheit der Gegner der Weimarer Republik, zu denen neben NSDAP und KPD auch die DNVP (Bürgerpartei) und der WBWB zu rechnen sind, war handlungsunfähig. Zwischen den Abgeordneten der NSDAP und der KPD kam es ständig zu lärmenden Zwischenrufen und tumultartigen Szenen. Es konnte kein Zweifel bestehen, dass diese Parteien auf ein funktionstüchtiges Parlament keinen Wert legten. Da ein neuer Staatspräsident nicht gewählt wurde, blieb die Regierung Bolz weiterhin geschäftsführend im Amt und verlegte sich, dem Beispiel der Reichsregierung Brüning folgend, auf das Regieren mit Notverordnungen unter weitgehender Ausschaltung des Landtags.
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Bertold Spuler: Regenten und Regierungen der Welt. = Sovereigns and Governments of the World. Teil 2, Band 4: Neueste Zeit. 1917/18–1964. 2. Auflage. Ploetz, Würzburg 1964.
- Klaus Schwabe (Hrsg.): Die Regierungen der deutschen Mittel- und Kleinstaaten. 1815–1933 (= Deutsche Führungsschichten in der Neuzeit. Bd. 14 = Büdinger Forschungen zur Sozialgeschichte. Bd. 18). Boldt, Boppard am Rhein 1983, ISBN 3-7646-1830-2.
Anmerkungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ In Württemberg oblag die Staatsleitung dem Staatsministerium. An dessen Spitze stand ein Ministerpräsident, der gemäß der Verfassung seit 1919 offiziell die Amtsbezeichnung Staatspräsident führte


