Kaiser-Wilhelms-Bad

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Kaiser-Wilhelms-Bad, davor das Kaiserdenkmal

Das Kaiser-Wilhelms-Bad ist ein 1890 eröffnetes Gebäude in Bad Homburg vor der Höhe. Das Badehaus steht im Kurpark direkt neben der bekannten Spielbank und nahe dem Elisabethenbrunnen. Es trägt seinen Namen zu Ehren des deutschen Kaisers Wilhelm I.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Namensgeber
Eingangskuppel
Eingang des Bades und Statue Kaiser Wilhelms I.

Louis Jacobi erbaute im Zeitraum 1887 bis 1890 das Kaiser-Wilhelms-Bad, das als Therapiehaus fungierte. Der frühere Name des Bades war Fürstenbad. Im Innern befinden sich weite, hohe Räume, die mit kostbaren Fliesen und Mosaiken ausgestattet sind. Einige bekannte Besucher des Fürstenbades waren Albert Eduard (Prinz von Wales), Bismarck (1890) und König Chulalongkorn. Zu Letzterem, der dort eine Diätkur vom 15. August 1907 bis zum 22. September 1907 machte, heißt es in einem Bericht: „… In Bad Homburg fand am 20.9. die Feier des 54. Geburtstages des Königs von Siam statt. Eine Heilquelle, die seinen Namen tragen wird, ließ der König mit einem prächtigen Pavillon einfassen. Sie wird eine ‚Erinnerung an einen liebenswürdigen und freigebigen Monarchen‘ sein …“[1]

Vor dem Eingang des Kaiser-Wilhelms-Bads befindet sich ein 3,50 Meter hohes Denkmal aus Bronze für Kaiser Wilhelm I. Der Sockel des am 10. September 1905 unter der Anwesenheit der kaiserlichen Familie eingeweihten und vom Künstler Fritz Gerth geschaffenen Denkmals besteht aus schwedischem rotem Granit.

Das Kaiser-Wilhelms-Bad wird seit einigen Jahren vom Unternehmen Kur- und Kongreß-GmbH – Kur-Royal betrieben.

Namensvetter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Berlin gab es im 19. Jahrhundert ebenfalls eine Badeanstalt, die ihren Namen nach Kaiser Wilhelm erhalten hatte, sie befand sich in der Lützowstraße. Das Gebäude wurde 1901/1902 abgebrochen. Die Stadt verkaufte alle brauchbaren Grundmaterialien.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Caparol, Schader: Badefreuden – Die Neugestaltung des Kaiser-Wilhelms-Bades in Bad Homburg, in Fachzeitschrift: Bauhandwerk 26 (2004) Nr. 10, S. 8–10 (2 S.), ISSN 0173-5365
  • Heinz Grosche: Geschichte der Stadt Bad Homburg vor der Höhe, herausgegeben vom Magistrat der Stadt Bad Homburg vor der Höhe, Band III, Verlag Waldemar Kramer Frankfurt am Main, 1986

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Kaiser-Wilhelms-Bad, Bad Homburg vor der Höhe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Thai-Deutschen Beziehungen zur Zeit König Chulalongkorns@1@2Vorlage:Toter Link/public.tfh-berlin.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF-Dokument; 982 kB)
  2. Anzeige: Großer Abbruch Kaiser Wilhelms-Bad in: Vossische Zeitung, 2. Mai 1902.

Koordinaten: 50° 13′ 45,03″ N, 8° 37′ 37,24″ O