Kaliningrad K-5

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Kaliningrad K 5 (RS-1 und RS-2)

K-5M Air-to-Air Missile.jpg

Allgemeine Angaben
Typ: Luft-Luft-Lenkwaffe
Hersteller: MKB Fakel (P. D. Grooshin Konstruktionsbüro)
Entwicklung: 1953
Indienststellung: 1957
Technische Daten
Länge: 2,356 m
Durchmesser: 200 mm
Gefechtsgewicht: 74 kg
Spannweite: 549 mm
Antrieb: Feststoffrakete
Geschwindigkeit: Mach 2,3
Reichweite: 3 km
Ausstattung
Zielortung: Radar-Leitstrahllenkung
Gefechtskopf: 9 kg
Waffenplattformen: Jagdflugzeuge
Listen zum Thema

Die Kaliningrad K-5 (NATO-Code-Name AA-1 „Alkali“), auch bekannt als RS-1U oder Produkt (Isdelije) ShM, war ein leitstrahlgeführter sowjetischer Luft-Luft-Lenkflugkörper.[1]

Die Entwicklung der Waffe begann 1951 im damaligen OKB-2, welches später in MKB Fackel umbenannt wurde. 1955 wurden erste Tests unternommen und 1957 wurde die Waffe an die Streitkräfte unter der Bezeichnung Gruschin/Tomaschewitsch (russisch: Грушин/Томашевич) RS-1-U ausgeliefert. Die ersten Typen waren für das Bordradar RP-2U der MiG-17PFU und MiG-19PM ausgelegt. Eine 1959 erschienene Variante war für das RP-9/RP-9-U-(Safir)-Radar der Suchoi Su-9 ausgelegt. Der Lenkflugkörper wurde an einer Startschiene des Typs APU-4 befestigt und von dort verschossen. Der Lenkflugkörper ritt auf einem vom Bordradar NII-17 zum Zielflugzeug gesendeten Leitstrahl. Zur optischen Kontrolle im Nachteinsatz durch den Piloten hatten die hinteren Leitflossen an den konusförmigen Endungen Leuchtspurmittel. Die RS-2-U hatten für Tageseinsätze keine Leuchtspurmittel mehr. Falls die Rakete das Ziel verfehlte, zerstörte sie sich nach 23 Sekunden selber. Das Leitstrahlverfahren befriedigte nicht und die Waffe wurde bis 1967 durch die Wympel K-13 mit halbaktiver oder Infrarot-Suchkopf ersetzt.

In der Volksrepublik China wurde die Rakete unter der Bezeichnung PL-1 für die in Lizenz gefertigten Shenyang J-6B produziert.

Seitenriss des K-5-Flugkörpers

Varianten[Bearbeiten]

  • Kaliningrad RS-1U (AA-1 „Alkali“ bzw. K-5)[2]
  • Gruschin RS-2U (AA-1 „Alkali“ bzw. Kaliningrad K-5MS)
  • Gruschin RP-2U (AA-1 „Alkali“ bzw. Kaliningrad K-5MS)
  • Gruschin RS-2US (AA-1 „Alkali“ bzw. Kaliningrad K-5M) - Variante mit längerem Gehäuse für den Einsatz in größeren Höhen.
  • Gruschin RP-9 „Safir“ (AA-1 „Alkali“ bzw. Kaliningrad K-5)
  • Gruschin RP-9U „Safir“ (AA-1 „Alkali“ bzw. Kaliningrad K-5)
  • PL-1 (Nachbau der RP-9)
  • Kaliningrad R-55 (AA-1 „Alkali“ oder K-55) ist das Nachfolgemodell mit dem Suchkopf der R-13 für die Su-9
  • Gruschin K-6 (1954 geplante Variante auf Basis einer verbesserten K-5 für den T-3, jedoch nie gebaut)

Trägerflugzeuge[Bearbeiten]

Technische Daten (RS-2US / K-5MS)[Bearbeiten]

  • Länge: 2500 mm
  • Spannweite: 654 mm
  • Rumpfdurchmesser: 200 mm
  • Startgewicht: 82,7 kg
  • Höchstgeschwindigkeit: 2880 km/h
  • Reichweite: 2−6 km
  • Gefechtskopfgewicht: 13 kg

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Soviet/russian aircraft weapons since world war two, Yefim Gordon, Midland Publishing 2004, Seite 15
  2. A. B. Schirokorad: Wooruschenije Sowjetsko Awiazii 1941–1991. 2004