Kapotter

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Kapotter
Cape Clawless Otter.jpg

Kapotter (Aonyx capensis)

Systematik
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Überfamilie: Hundeartige (Canoidea)
Familie: Marder (Mustelidae)
Unterfamilie: Otter (Lutrinae)
Gattung: Fingerotter (Aonyx)
Art: Kapotter
Wissenschaftlicher Name
Aonyx capensis
(Schinz, 1821)

Der Kapotter (Aonyx capensis) ist eine im Süden Afrikas verbreitete Raubtierart aus der Unterfamilie der Otter (Lutrinae).

Merkmale[Bearbeiten]

Der Kapotter ist nach dem Riesenotter (Pteronura brasiliensis) und dem Seeotter (Enhydra lutris) der drittgrößte Otter der Welt. Dabei sind die Weibchen etwas kleiner als die Männchen. Der Körper erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von durchschnittlich 83 Zentimetern bei den Männchen und 73 Zentimetern bei den Weibchen, der Schwanz der Männchen ist etwa 48 bis 50 Zentimeter lang. Der Körper ist gedrungen und der Schwanz abgestumpft. Die Körperfarbe ist braun, die untere Gesichtshälfte mit den Oberlippen und den Gesichtsseiten, der Nacken, die Kehle und der Bauch sind weiß gefärbt. Auf den Ober- und Unterkiefer befinden sich weiße Sinneshaare (Vibrissen), die Augen und Ohren sind klein.[1]

Verbreitung und Lebensraum[Bearbeiten]

Verbreitungsgebiet des Kapotters

Der Kapotter ist die am weitesten verbreitete Otterart Afrikas mit einem großen Verbreitungsgebiet südlich der Sahara. Es reicht vom Senegal und Mali über des größten Teil Westafrikas bis zum Sudan und Äthiopien und von hier südwärts bis zum Westkap in Südafrika. Die Nominatform fehlt im Kongobecken, in dem der Kongo-Fingerotter (Aonyx capensis congicus) lebt.[2]

Belege[Bearbeiten]

  1.  Serge Larivière: Aonyx capensis. In: Mammalian Species. 671, 2001, S. 1–6 (Volltext (PDF; 214 kB)).
  2. Aonyx capensis in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2008. Eingestellt von: M. Hoffmann, 2008. Abgerufen am 28. Dezember 2011

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kapotter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Aonyx capensis in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2008. Eingestellt von: M. Hoffmann, 2008. Abgerufen am 28. Dezember 2011