Karin Burmeister

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Karin Burmeister (* 4. August 1942 in Rostock) ist eine deutsche Frauen-Aktivistin. Ihr wurde 2016 zum Internationalen Frauentag das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.[1]

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burmeister wuchs in Wardenburg bei Oldenburg auf als einziges Kind einer Fabrikantenfamilie. Bereits seit 1965 ist sie im Kölner Raum in der Datenverarbeitung tätig. Seit vielen Jahren hält sie - zuletzt ehrenamtlich - Computerkurse, vor allem für Frauen.

Seit 1983 ist sie Mitglied bei den Grünen in ihrem Wohnort Pulheim und dort auch 1984 in den Rat gewählt worden. 25 Jahre vertrat sie dort als Ratsmitglied und Fraktionssprecherin ihre „Herzensangelegenheit“ – die Belange von Umwelt, Natur, Landschaft und Klima. Auf ihre Initiative hin wurde die Gleichstellungsstelle und der Frauenbeirat geschaffen, in dem sie bis heute aktiv ist. 1985 gründete sie einen politischen Stammtisch für Frauen, aus dem das Café F entstand, das vielfältige kulturelle, politische und Bildungsveranstaltungen anbietet und ein Treff nicht nur für Frauen ist und in dem sie bis heute als Vorsitzende aktiv ist.

Stiftung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Tode ihres Vaters ist sie Hauptgesellschafterin der Firma KB-Filter-Service, eines mittelständischen Unternehmens in Wardenburg. Nach dessen Tode gründete sie in Übereinstimmung mit dem Willen ihres Vaters eine gemeinnützige Stiftung, die Karin-Burmeister-Stiftung, die das Familienvermögen erben wird und die dazu beitragen will, dass die Errungenschaften der Frauenbewegung auch in künftigen Generationen nicht in Vergessenheit geraten. Auch der Name soll darauf hinweisen, dass es auch Stiftungen von Frauen gibt. Die Stiftung fördert ausschließlich Frauen, insbesondere zum Thema Chancengleichheit. Ein Schwerpunkt liegt auch bei EDV-Angeboten für Frauen. Marita Haibach gehörte seit der Errichtung der Stiftung bis 2014 dem Stiftungsrat an.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits 2007 durfte sie sich nach über 20 Jahren Ratsarbeit in das Goldene Buch der Stadt eintragen.

Anlässlich des Internationalen Frauentages 2016 empfing sie am Vortag aus der Hand des Bundespräsidenten zusammen mit 23 Frauen aus 16 Bundesländern das Bundesverdienstkreuz am Bande für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement im politischen, sozialen und kulturellen Bereich.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verleihungen des Bundespräsidenten am 7. März 2016. In: bundespraesident.de. Abgerufen am 7. März 2016.