Pulheim

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Pulheim (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Pulheim
Pulheim
Deutschlandkarte, Position der Stadt Pulheim hervorgehoben
516.849Koordinaten: 51° 0′ N, 6° 48′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Kreis: Rhein-Erft-Kreis
Höhe: 49 m ü. NHN
Fläche: 72,15 km²
Einwohner: 53.109 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 736 Einwohner je km²
Postleitzahl: 50259
Vorwahlen: 02238, 02234 (Brauweiler, Dansweiler, Freimersdorf)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: BM
Gemeindeschlüssel: 05 3 62 036
Stadtgliederung: 12 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Alte Kölner Str. 26
50259 Pulheim
Webpräsenz: www.pulheim.de
Bürgermeister: Frank Keppeler (CDU)
Lage der Stadt Pulheim im Rhein-Erft-Kreis
Köln Kreis Düren Kreis Euskirchen Kreis Heinsberg Kreis Mettmann Leverkusen Rhein-Kreis Neuss Rhein-Sieg-Kreis Bedburg Bergheim Brühl (Rheinland) Elsdorf (Rheinland) Erftstadt Frechen Hürth Kerpen Pulheim WesselingKarte
Über dieses Bild

Pulheim ist eine Mittlere kreisangehörige Stadt in Nordrhein-Westfalen. Sie liegt im Rhein-Erft-Kreis und grenzt nordwestlich an Köln. In seiner heutigen Ausdehnung besteht Pulheim seit der kommunalen Gebietsreform vom 1. Januar 1975. Die Gemeinde erhielt am 1. Januar 1981 Stadtrechte.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Pulheim liegt in einer offenen Ackerlandschaft im linksrheinischen Teil der Kölner Bucht. Die Entfernung zwischen dem Stadtteil Pulheim (Mitte) und dem Kölner Stadtzentrum beträgt etwa 13 km (Luftlinie).

Der nordöstliche Teil des Stadtgebietes mit den Orten Sinnersdorf, Stommelerbusch und Orr liegt auf der Niederterrasse des Rheintales (etwa 45 m ü. NN); durch Stommeln und den Zentralort verläuft die Grenze zur unteren Mittelterrasse (etwa 60 m ü. NN). Nach Südwesten steigt das Gelände weiter an. Die übrigen Stadtteile liegen bereits am unteren Rand des Ostabhangs der Ville. Dansweiler ist mit etwa 90 m ü. NN der am höchsten gelegene Ort.[2]

Gewässer[Bearbeiten]

Große Laache
Kölner Randkanal

Pulheimer Bach und Große Laache[Bearbeiten]

Der Pulheimer Bach durchfließt Pulheim, von Bergheimer Stadtgebiet kommend, in nordöstlicher Richtung und versickert kurz hinter dem Gut Pletschmühle im 1993 renaturierten und 1999 zum Naturschutzgebiet erklärten Feuchtgebiet Große Laache,[3] dem Relikt einer ehemaligen Rheinschlinge, die hier in den Mittelterrassenrand hineinerodiert hatte. Im Rahmen des Regionale-2010-Projektes Regio Grün wird der Bach seit 2007 renaturiert. Der Verlauf der verrohrten Abschnitte innerhalb der Ortslagen Sinthern, Geyen und Pulheim, die aufgrund der Bebauung nicht wieder geöffnet werden können, wird oberirdisch durch blaue, in die Gehwege eingelassene Steine markiert.[4]

Seen[Bearbeiten]

An der Grenze zu Köln liegt der Pulheimer See, der derzeit noch zum Abbau von Kies und Sand genutzt wird. Zusammen mit den benachbarten Seen auf Kölner Stadtgebiet bildet er das in Entwicklung befindliche Naherholungsgebiet Stöckheimer Hof. Der Pulheimer See soll dabei zu einem Schwimm-, Bade- und Freizeitsee ausgebaut werden.[5] Er wird bereits seit 1981 vom Surf- und Segelclub Pulheim genutzt.[6]

Nordwestlich von Sinnersdorf befinden sich zwei weitere Seen mit Kiesvorkommen. Der südlicher gelegene wurde nach Ende der Abgrabungen renaturiert und ist heute als Vogelbiotop ein Geschützter Landschaftsbestandteil. Das Biotop ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.[7]

Kölner Randkanal[Bearbeiten]

Der Kölner Randkanal ist ein in den 1950er Jahren angelegter, etwa 20 km langer Entwässerungskanal, der hauptsächlich der Sümpfung der rheinischen Braunkohletagebaugebiete dient. Er ist oberirdisch in einem betonierten Einschnitt angelegt und verläuft auf seinem Weg bis zur Mündung in den Rhein bei Köln-Worringen auch über Pulheimer Stadtgebiet. Dabei nimmt er die gereinigten Abwässer der zwischen Pulheim und Sinnersdorf gelegenen städtischen Zentralkläranlage auf.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Gliederung der Stadt Pulheim

Die Stadt Pulheim besteht aus zwölf Stadtteilen, die zu fünf Bezirken zusammengefasst sind[8] (Einwohnerzahlen: Stand 31. Dezember 2014):[9]

Bezirk Stadtteil Einwohner
Brauweiler – Dansweiler – Freimersdorf Brauweiler 8.170
Dansweiler 2.941
Freimersdorf 155
Geyen – Sinthern – Manstedten Geyen 2.448
Sinthern 3.330
Manstedten 140
Pulheim – Orr Pulheim (Mitte) 21.930
Orr 11
Sinnersdorf Sinnersdorf 5.581
Stommeln – Stommelerbusch – Ingendorf Stommeln 8.309
Stommelerbusch 880
Ingendorf 93
Stadt Pulheim gesamt 53.988

In der nach Einwohnerzahlen sortierten Rangfolge deutscher Städte liegt Pulheim auf Platz 167 (Stand: 31. Dezember 2013). Der Ortsteil Orr gehört zu den kleinsten Ortsteilen Deutschlands.

Nachbarstädte[Bearbeiten]

Pulheim grenzt im Osten an die Stadt Köln, im Süden und Westen an die Städte Frechen und Bergheim (beide im Rhein-Erft-Kreis) sowie im Nordwesten an die Gemeinde Rommerskirchen und im Norden an die Stadt Dormagen (beide im Rhein-Kreis Neuss).

Geschichte[Bearbeiten]

Römische Zeit[Bearbeiten]

In römischer Zeit gab es im Gebiet der heutigen Stadt zahlreiche villae rusticae, römische Gutshöfe und Landsitze, wie die vielen Bodenfunde belegen.

Mittelalter[Bearbeiten]

Im 5. Jahrhundert n. Chr. wurden die Römer durch fränkische Eroberer verdrängt. Da nur wenige Funde aus dieser Zeit bekannt sind, liegen die Anfänge der fränkischen Epoche im Dunkeln. Nennenswerte fränkische Bodenfunde gibt es nur in Stommeln.

Erste urkundliche Zeugnisse einzelner Orte stammen aus dem 10. Jahrhundert: Stommeln, Geyen und Sinthern werden erstmals 962 in einer Urkunde des Kölner Erzbischofs Brun genannt. 967 wird Pulheim als „Polhem“ in einer Urkunde erwähnt, die der Kölner Erzbischof Anno II. für das von ihm gegründete Stift St. Georg ausstellen ließ.

Das Gebiet um den heutigen Ort Brauweiler war nachweislich in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts im Besitz des lothringischen Pfalzgrafen Hermann I. (Pusillus), der hier ein verfallenes älteres Hofgut zusammen mit einer dem heiligen Medardus geweihten Kapelle wieder aufbauen ließ. Um 991 heiratete sein Sohn und späterer Nachfolger Ezzo die Tochter Mathilde des deutschen Kaisers Otto II. und überreichte ihr das Anwesen als Morgengabe. Beide stifteten im Jahre 1024 die Benediktinerabtei Brauweiler.

Die urkundlichen Erstnennungen der übrigen Orte sind jünger: Dansweiler, Freimersdorf und Manstedten werden in einer Liste von Gütern genannt, mit denen der lothringische Pfalzgraf Ezzo sein Hauskloster Brauweiler nach der Gründung ausstattete. Ingendorf wird erstmals 1094 erwähnt, Orr 1086 und Sinnersdorf 1230 (nach anderer Auffassung 1233, da das Datum der lateinischen Quelle nicht eindeutig lesbar sei).

Während des Mittelalters gehörten der nördliche und westliche Teil der heutigen Stadt mit den Hauptorten Pulheim und Stommeln zum Herzogtum Jülich. Sinnersdorf und Orr wurden vom Herzogtum Berg und vom Kurfürstentum Köln gemeinsam verwaltet. Der südliche Teil um Brauweiler bildete eine eigene Unterherrschaft im Kölner Erzstift.

Bedeutende Grundherren in allen Orten waren geistliche Institutionen wie Kölner Stifte und Klöster sowie die Abtei Brauweiler. Das prägende Element im Bild aller Siedlungen bildeten ihre landwirtschaftlichen Großbetriebe. Neben dieser geistlichen Grundherrschaft war der Besitz des Adels geringer. Nennenswerte ritterliche Güter gab es in Stommeln und Geyen. Die Anlage der Geyener Wasserburg (Junkerburg) – ein Lehen der Kölner Domkirche – zeigt noch heute die wehrhaften Funktionen eines Adelssitzes. Neben diesen großen Höfen gab es kleinere und mittlere bäuerliche Betriebe, deren Existenz zum Teil nur durch Anpachtung von Ackerland aus dem Besitz der geistlichen Grundherren gewährleistet war.

Neuzeit[Bearbeiten]

Im Zuge des Truchsessischen Krieges zogen 1581 spanische Truppen durch Pulheim. Zwei Jahre später plünderten wallonische Soldaten die Orte und richteten schwere Schäden an. Bis zum Ende des Konflikts 1589 kam es in Pulheim wiederholt zu Plünderungen. Der Dreißigjährige Krieg erwies sich als noch verheerender; abermals wurden große Teile der Orte zerstört und zudem 1623, 1635 und 1666 von der Pest heimgesucht.

Erst die Auflösung des geistlichen Grundbesitzes während der französischen Herrschaftsperiode am Ende des 18. Jahrhunderts hatte grundlegende soziale Veränderungen zur Folge. Die landwirtschaftlichen Großbetriebe der Kirchen und Klöster wechselten ihre Besitzer. Vielfach wurden sie von den bisherigen Halfen aufgekauft. Ein Teil dieser Höfe wurde ebenso wie der übrige bäuerliche Besitz während des 19. Jahrhunderts durch die bestehende Sitte der Realteilung unter den Erben aufgesplittet. Neue Häuser und Gehöfte wurden gebaut, was zu einer Verdichtung der Bebauung innerhalb der Siedlungen führte. Zahlreiche Backsteinbauten dieser Zeit prägen noch heute die alten Siedlungskerne. Mitte des 19. Jahrhunderts entstand auch Stommelerbusch, der jüngste Ortsteil der heutigen Stadt Pulheim, als Waldrodungssiedlung.

Bereits während der Franzosenzeit von 1794 bis 1815 entstanden auf der unteren Verwaltungsebenen Mairien (Bürgermeistereien): Die Mairie Freimersdorf mit Brauweiler, Dansweiler und Manstedten sowie die Mairie Pulheim mit Sinthern und Geyen waren dem Kanton Weiden untergeordnet. Die Mairie Stommeln mit Sinnersdorf gehörte zum Kanton Dormagen. Ab 1816, dem Gründungsjahr des ehemaligen Landkreises Köln unter preußischer Verwaltung, waren die Orte der heutigen Stadt durch wechselnde Verwaltungseinheiten immer wieder miteinander verknüpft. Als Sitz eines größeren Amtsverbandes trat Pulheim mehrfach in Erscheinung. So bestand das Amt Pulheim bis 1956 aus den Orten Pulheim, Sinnersdorf, Esch, Pesch, Orr, Geyen, Manstedten, Auweiler, Stommeln, Ingendorf und Stommelerbusch.

In den 1960er Jahren setzte – wie in den meisten größeren Städten der Bundesrepublik – auch im Kölner Raum ein Suburbanisierungsprozess ein. Durch seine günstige Lage im nahen Kölner Umland wurde Pulheim vermehrt Ziel von Wohnbevölkerung, die aus der Kernstadt abwanderte. Fast alle Orte der heutigen Stadt Pulheim verzeichneten bis Ende der 1970er Jahre große Bevölkerungszuwächse, und die zuvor ländlichen Strukturen wurden sowohl baulich als auch hinsichtlich des sozialen Gefüges der Bevölkerung städtisch überprägt. Um einer drohenden Eingemeindung durch die Stadt Köln zu entgehen, forcierten die Orte das Wachstum aktiv, indem sie neue Wohngebiete errichteten und ihre Infrastruktur durch den Bau von Schulen, Sportplätzen und anderen öffentlichen Einrichtungen erweiterten.[10]

Die kommunale Neugliederung, die am 1. Januar 1975 in Kraft trat, vereinte die bestehenden Gemeinden Pulheim und Stommeln sowie Teile der Gemeinden Brauweiler und Sinnersdorf zur neuen Großgemeinde Pulheim.[11] Am 1. Januar 1981 wurde die Gemeinde zur Stadt ernannt.[11]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Datum Einwohner Zentralort
00.00.1773 577
00.00.1804 889
00.00.1854 1.398
00.00.1871 1.508
00.00.1910 1.872
00.00.1925 2.449
00.00.1933 2.708
00.00.1939 2.694
00.00.1950 3.699
00.00.1960 6.006
06.06.1961[11] 6.148
00.00.1965 9.300
27.05.1970[11] 10.871
30.06.1974[12] 14.785
00.00.1989 19.133
31.12.2007 21.516
28.03.2013[9] 21.715
Datum Einwohner Stadtgebiet[13]
06.06.1961[11] 16.971
31.12.1962 19.768
31.12.1965 23.812
27.05.1970[11] 28.552
31.12.1970 29.678
30.06.1974[12] 36.387
31.12.1975[14] 38.236
31.12.1980[14] 44.858
31.12.1985[14] 47.340
31.12.1990 49.353
31.12.1995 51.365
31.12.2000 53.158
31.12.2005 53.694
31.12.2010 53.769
31.12.2012 53.080
31.12.2013 53.109

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2014[15]
Wahlbeteiligung: 55,6 % (2009: 61,2 %)
 %
40
30
20
10
0
37,7 %
30,3 %
14,9 %
6,4 %
7,7 %
2,8 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-6,4 %p
+4,6 %p
+1,2 %p
-5,9 %p
+3,6 %p
+2,8 %p

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Rat der Stadt Pulheim hat eine reguläre Größe von 48 Sitzen. Das Ergebnis der letzten Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu 8 Überhangmandaten, so dass dem Stadtrat derzeit 56 Personen, verteilt auf sechs Fraktionen, angehören: es entfallen auf die CDU 21 Sitze (–3 gegenüber der vorangegangenen Wahlperiode), auf die SPD 17 (+3), auf Bündnis 90/Die Grünen 8 (+1), auf die FDP 4 (–2), auf den Bürgerverein Pulheim (BVP) 4 (+1) und auf pro NRW 2 (+2).[15] Der amtierende Bürgermeister ist kraft Amtes Vorsitzender des Rates und somit das 57. Mitglied; er gehört keiner Fraktion an.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist seit dem 21. Oktober 2009 Frank Keppeler (CDU). Erste stellvertretende Bürgermeisterin ist Elisabeth Rehmann (CDU), zweite Stellvertreterin Marlies Stroschein (SPD).

Wappen und Banner[Bearbeiten]

Banner

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Das Wappen der Stadt zeigt, gespalten von Silber (Weiß) und Blau, vorne einen schwarzen Turm, hinten eine goldene (gelbe) Abtskrümme.“[8]

Der Kirchturm stammt aus dem Pulheimer Schöffensiegel, das in Urkunden des 14. und 17. Jahrhunderts bekannt ist, dort zusammen mit dem Jülicher Löwen. Der Turm deutet auf den alten Pfarrsprengel des Gerichtsbezirks hin.

Der Abtsstab stammt aus dem Wappen der Abtei Brauweiler. Es wurde der Abtei von Kaiser Karl V. mit Urkunde vom 23. November 1547 verliehen. Das Gebiet der Abtei umfasste den gesamten südlichen Teil der heutigen Stadt Pulheim.

[Bearbeiten]

„Die Flagge der Stadt Pulheim zeigt als Banner: Weiß – Blau – Weiß im Verhältnis 1:3:1 längsgestreift mit dem über die Mitte nach oben verschobenen Wappenschild der Stadt auf der mittleren Bahn.“[8]

Schild am Ortseingang Pulheim

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Die im Jahr 1969 zwischen der damaligen Gemeinde Brauweiler und der französischen Gemeinde Guidel geschlossene Partnerschaft wurde 1975 von der neu gegründeten Großgemeinde Pulheim übernommen. Guidel liegt an der bretonischen Atlantikküste, wenige Kilometer von der Stadt Lorient entfernt, und hat etwa 10.000 Einwohner.

Seit 1984 besteht eine zweite Partnerschaft mit dem südenglischen Fareham. Die knapp 100.000 Einwohner zählende Stadt liegt an der britischen Kanalküste zwischen Portsmouth und Southampton.

Religion[Bearbeiten]

Pfarrkirche St. Kosmas und Damian

Katholiken[Bearbeiten]

Die Pulheimer Bevölkerung ist überwiegend katholisch. Im Stadtgebiet gibt es sieben Pfarrgemeinden, die zu drei Seelsorgebereichen zusammengefasst sind:

  • die Pfarrei St. Kosmas und Damian (auch St. Cosmas und Damianus) in Pulheim Mitte bildet einen eigenen Seelsorgebereich; es ist dies die größte Pfarrgemeinde des gesamten Erzbistums Köln;
  • der Seelsorgebereich „Am Stommelerbusch“ umfasst die Pfarreien St. Martinus in Stommeln, St. Hubertus in Sinnersdorf und St. Bruno in Stommelerbusch;
  • der Seelsorgebereich „Brauweiler/Geyen/Sinthern“ umfasst die Pfarreien St. Nikolaus in Brauweiler/Dansweiler, St. Cornelius in Geyen und St. Martinus in Sinthern.

Zusammen bilden die Pfarreien das Dekanat Pulheim im Erzbistum Köln.[16]

Pfarrkirchen[Bearbeiten]

Zu jeder Pfarrei gehört eine Pfarrkirche gleichen Namens, die meist prägend für das jeweilige Ortsbild ist. Zusätzlich existiert in Dansweiler die katholische Kirche St. Maria Königin des Friedens, die aber keine Pfarrkirche ist, da Dansweiler zur Pfarrei St. Nikolaus gehört. Pfarrkirche ist hier die ehemalige Abteikirche St. Nikolaus und St. Medardus in Brauweiler.[16]

Die Pulheimer Pfarrkirche St. Kosmas und Damian blickt auf eine etwa tausendjährige Geschichte zurück, während der sie mehrfach umgebaut und erweitert wurde. Die ältesten Teile haben ihren Ursprung in einer fränkischen Saalkirche, die bereits um das Jahr 1000 errichtet wurde. Der romanische Turm stammt aus dem 12./13. Jahrhundert. Ihr heutiges Aussehen erhielt die Kirche Anfang der 1970er Jahre, als man den neuromanischen Erweiterungsbau aus dem Jahre 1885 durch einen modernen Betonbau ersetzte.[17] Die Kirche verfügt über etwa 600 Sitz- und 1000 Stehplätze.

Protestanten[Bearbeiten]

Der Anteil evangelischer Christen war im katholisch geprägten Rheinland seit jeher gering. Mit dem starken Bevölkerungszuwachs nach dem Zweiten Weltkrieg, insbesondere durch den Zuzug von Flüchtlingen und Vertriebenen aus protestantischen Gebieten, gewann die evangelische Kirche in Pulheim an Bedeutung.[18]

Seit 2015[19] sind die evangelischen Christen Pulheims unter dem Dach der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) in drei Gemeinden organisiert:

  • die Evangelische Kirchengemeinde Pulheim umfasst die Bezirke Pulheim mit der Pulheimer Gnadenkirche, Stommeln mit der Kreuzkirche und Sinnersdorf mit der Friedenskirche; die Gemeinde zählt etwa 7.300 Mitglieder;[18]
  • zur Evangelischen Kirchengemeinde „Ichthys“ gehört neben dem Pulheimer Bezirk Geyen/Sinthern/Manstedten mit dem Gemeindezentrum „Kirchenladen“ in Sinthern auch der Kölner Bezirk Widdersdorf;
  • die Evangelische Christusgemeinde Brauweiler/Königsdorf umfasst den Bezirk Brauweiler/Dansweiler/Freimersdorf mit der Gnadenkirche in Brauweiler sowie den Frechener Bezirk Königsdorf.

Die drei Kirchengemeinden sind Teil des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Nord.[20]

Ferner gibt es eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), die sich im Pulheimer Kultur- und Freizeitzentrum Walzwerk niedergelassen hat und sich dementsprechend „Kirche im Walzwerk“ nennt.

Muslime[Bearbeiten]

Im Jahre 2003 wurde in Pulheim die Haci-Bayram-Moschee mit angeschlossenem Gemeindezentrum eröffnet. Träger ist der Verein DITIB Deutsch-Türkisch Islamische Gemeinde Pulheim, der 1979 von türkischstämmigen Zuwanderern gegründet wurde.[21]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Industrie und Gewerbe[Bearbeiten]

Pulheim und seine Orte waren seit jeher agrarisch geprägt, bevor sie ab Mitte des 20. Jahrhunderts zunehmend als Wohnstandort für zuwandernde Bevölkerung dienten. Industrielle Entwicklung in größerem Maßstab fand im Gegensatz zu vielen anderen Kölner Umlandkommunen nicht statt.

Die Stadt verfügt heute über zwei Gewerbegebiete, eines bei Pulheim (ca. 93 ha) und eines bei Brauweiler (ca. 81 ha) gelegen[22], in denen sich kleine und mittelgroße Betriebe unterschiedlichster Branchen angesiedelt haben. Keimzelle des Brauweiler Gewerbegebiets ist die Umspannanlage Brauweiler, die in den 1920er Jahren von der RWE AG als nördlicher Endpunkt der Nord-Süd-Leitung errichtet wurde. Diese bis heute bestehende Hochspannungs-Verbundleitung verbindet die Grundlastkraftwerke des Rheinischen Braunkohlereviers mit den Wasserkraftwerken in Süddeutschland. Die Umspannanlage wird vom Netzbetreiber Amprion betrieben und spielt eine zentrale Rolle bei der Steuerung des deutschen und europäischen Verbundnetzes.

Weitere größere Gewerbebetriebe in Pulheim sind u. a. das Mercedes-Benz-Logistik-Center der Daimler AG, der Verpackungshersteller VG Nicolaus, der Kosmetikhersteller MAXIM Markenprodukte sowie die Baustoffproduzenten KANN und BFP.

Das außerhalb der Gewerbegebiete gelegene ehemalige Kaltwalzwerk Uebemann wurde nach Einstellung der Produktion in den 1990er Jahren in einen multifunktionalen Standort für Unternehmen aus Kultur, Gastronomie, Einzelhandel und Dienstleistung („Walzwerk“) umgebaut.[23]

Einzelhandel[Bearbeiten]

Unter den Kommunen im Raum Köln verfügt Pulheim über die Bevölkerung mit der höchsten Kaufkraft (Stand: 2014).[24] Diese fließt jedoch zu einem großen Teil in andere Kommunen ab, da viele Einzelhandelsbranchen in Pulheim unterrepräsentiert oder gar nicht vertreten sind. Die Stadt spielt daher auch als regionales Versorgungszentrum nur eine untergeordnete Rolle.[24][25] Derzeit (Anfang 2015) befindet sich im Gewerbegebiet Pulheim ein großes Möbelhaus in Planung, das dazu beitragen soll, die Attraktivität als Einzelhandelsstandort zu steigern.

Lokal bedeutende Einzelhandelsstandorte sind neben dem Hauptort vor allem Stommeln und Brauweiler.

Bildung[Bearbeiten]

Schulen[Bearbeiten]

Pulheim verfügt über neun Grundschulen, die alle als Offene Ganztagsschulen geführt werden:

  • Katholische Grundschule „An der Kopfbuche“ (Stommeln)
  • Katholische Grundschule „Barbaraschule“ (Pulheim)
  • Katholische Grundschule am Buschweg (Pulheim)
  • Gemeinschaftsgrundschule „Christinaschule“ (Stommeln)
  • Evangelische Grundschule „Dietrich-Bonhoeffer-Schule“ (Pulheim)
  • Gemeinschaftsgrundschule „Horionschule“ (Sinnersdorf)
  • Gemeinschaftsgrundschule „Richezaschule“ (Brauweiler)
  • Gemeinschaftsgrundschule Sinthern/Geyen
  • Gemeinschaftsgrundschule „Wolfhelmschule“ (Dansweiler)

Die weiterführenden Schulen sind (mit Ausnahme der Hauptschule) in zwei Schulzentren in Pulheim und Brauweiler konzentriert:

  • Geschwister-Scholl-Gymnasium Pulheim
  • Abtei-Gymnasium Brauweiler
  • Gesamtschule Brauweiler
  • Marion-Dönhoff-Realschule Pulheim
  • Arthur-Koepchen-Realschule Brauweiler (läuft zugunsten der 2014 neu gegründeten Gesamtschule in Brauweiler aus[26])
  • Gemeinschaftshauptschule Pulheim (läuft zugunsten der 2014 neu gegründeten Gesamtschule in Brauweiler aus[26])

Ebenfalls in städtischer Trägerschaft befindet sich die „Schule an der Jahnstraße“, eine Förderschule mit den Schwerpunkten Lernen, Emotionale und soziale Entwicklung und Sprache (Primarstufe und Sekundarstufe I)[27].

Drei weitere Schulen befinden sich nicht in städtischer Trägerschaft:

  • die private Fachhochschule des Mittelstands (Campus Pulheim im Walzwerk)
  • die Integrierte deutsch-italienische Gesamtschule „Papst Johannes XXIII.“ des Erzbistums Köln (Stommeln)
  • die „LVR-Donatusschule“, Rheinische Schule für Körperbehinderte (Brauweiler)

Bibliotheken[Bearbeiten]

Rückseite der Stadtbücherei Pulheim

Die Stadtbücherei Pulheim verfügt über einen Medienbestand von ca. 50.000 Büchern, CDs, CD-ROMs, DVDs und Zeitschriften.[28] Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Leseförderung für Kinder. Seit Februar 2006 befindet sich die Bibliothek im neu errichteten Kultur- und Medienzentrum unmittelbar neben dem Rathaus.

Ferner gibt es sechs kirchliche öffentliche Büchereien in den Ortsteilen Pulheim, Stommeln, Brauweiler, Geyen und Sinnersdorf[29] sowie zwei größere Schulbibliotheken in den Schulzentren Pulheim und Brauweiler.

Verkehr[Bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Pulheim liegt verkehrsgünstig nahe dem Kölner Autobahnring. Auffahrten auf die A 1, die A 57 und die A 4 befinden sich unweit der Stadtgrenze auf Kölner bzw. Frechener Stadtgebiet.

Zentrale Verkehrsachse ist die Bundesstraße 59, die als radiale Ausfallstraße von Köln aus in nordwestlicher Richtung bis nach Mönchengladbach führt und dabei Pulheim und Stommeln passiert. Bis zur Fertigstellung der Ortsumgehung (B 59n) im Jahr 2006 durchquerte die B 59 als Venloer Straße beide Orte. Der ehemalige Verlauf wurde zur Landes- bzw. Kreisstraße zurückgestuft. Die Bundesstraße stellt auch den Anschluss an die A 1 her (Anschlussstelle Köln-Bocklemünd).

In Nord-Süd-Richtung stellt die L 183 die wichtigste Verbindung dar, von der Anschlussstelle an die A 57 (Köln-Worringen) im Norden bis zur Anschlussstelle an die A 4 (Frechen-Nord) im Süden. Dabei durchquert die Landesstraße Sinnersdorf sowie den Zentralort Pulheim, wo sie zum Teil als innerörtliche Umgehungsstraße (Steinstraße) geführt wird, und passiert Geyen/Sinthern und Brauweiler/Freimersdorf. Die Ortsumgehung von Sinnersdorf ist in einem ersten Abschnitt bereits realisiert; der Bau des zweiten Abschnitts steht noch aus. Pläne für eine Fortführung dieser Umgehung, die auch eine Umfahrung des Zentralortes ermöglichen (sog. Ostumgehung Pulheim), werden derzeit (Stand: Januar 2015) von politischer Seite aus nicht weiterverfolgt.[30]

Busverbindungen[Bearbeiten]

Bus- und Bahnlinien im Pulheimer Stadtgebiet

Pulheim verfügt über kein eigenes Busnetz. Derzeit (Stand: Januar 2015) verkehren fünf Linien der REVG/RVK sowie eine Linie der KVB im Stadtgebiet:

  • Linie 125: bindet Sinnersdorf an das Kölner Busnetz (KVB) an und hält u. a. am Busbahnhof Köln-Chorweiler (Anschluss an S-Bahn und Kölner Stadtbahn);
  • Linie 961: führt von Bergheim zur Stadtbahnhaltestelle Köln-Weiden Zentrum und durchquert dabei Dansweiler, Brauweiler und Freimersdorf;
  • Linie 962: führt von der S-Bahn-Haltestelle Frechen-Königsdorf zur Stadtbahnhaltestelle Köln-Bocklemünd und durchquert dabei Dansweiler und Brauweiler;
  • Linie 967: ist hinsichtlich Fahrtzeiten und Routen auf den Schülerverkehr abgestimmt und fährt alle Pulheimer Stadtteile an (verkehrt nur an Schultagen);
  • Linie 970: führt von Bergheim zur Stadtbahnhaltestelle Köln-Bocklemünd und durchquert dabei Pulheim und Stommeln;
  • Linie 980: führt von Frechen zur S-Bahn-Haltestelle Köln-Worringen und durchquert dabei Brauweiler, Sinthern, Geyen, Pulheim und Sinnersdorf.

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Weitgehend parallel zur Venloer Straße verläuft die Bahnstrecke Rheydt–Köln-Ehrenfeld, auf der der Rhein-Erft-Express (RE 8) sowie die Rhein-Erft-Bahn (RB 27) verkehren. Pulheim ist über jeweils einen Bahnhof im Zentralort und in Stommeln an die Strecke angeschlossen und verfügt somit über direkte Verbindung zum Kölner Hauptbahnhof (Fahrtzeit ab Pulheim ca. 15 Minuten). Züge zum Hauptbahnhof verkehren an Werktagen tagsüber zweimal pro Stunde, in den Abendstunden sowie an Wochenenden stündlich. Der Regional-Express (RE 8) bietet einmal pro Stunde eine direkte Verbindung zum Flughafen Köln-Bonn (Fahrtzeit ab Pulheim ca. 30 Minuten).

Anschlüsse an das Kölner S-Bahn- und Stadtbahnnetz befinden sich außerhalb des Pulheimer Stadtgebietes. Einige sind über Busverbindungen von Pulheim aus erreichbar und/oder verfügen über Park-and-Ride-Anlagen, u. a.:

  • im Norden die S-Bahn-Haltestelle Köln-Worringen (Linie S 11 nach Köln Hbf. und Düsseldorf Hbf. sowie weiter zum Flughafen Düsseldorf, Linie S 6 nach Köln Hbf.);
  • im Westen die Stadtbahnhaltestelle Köln-Bocklemünd (Linien 3 und 4 nach Köln-Neumarkt und weiter nach Köln-Deutz/LANXESS arena);
  • im Süden die kombinierte S-Bahn- und Stadtbahnhaltestelle Köln-Weiden West (Linie S 12 nach Köln Hbf. und Düren, Linie S 19 nach Köln Hbf. und Kerpen-Horrem, Stadtbahnlinie 1 nach Köln-Neumarkt und weiter nach Köln-Deutz/Messe).

Gerichtsbarkeit[Bearbeiten]

Pulheim gehört zum Amtsgerichtsbezirk Bergheim.

Sport[Bearbeiten]

In Pulheim sind zahlreiche Sportvereine mit insgesamt über 14.000 Mitgliedern angesiedelt, wobei der Pulheimer SC mit über 6.000 Mitgliedern zu den drei größten Sportvereinen in NRW gehört.

Erwähnenswert sind noch der ehemalige Frauen-Fußball-Bundesligist FFC Brauweiler Pulheim 2000 (unter anderem Deutscher Meister 1997), der Baseball-Bundesligist Pulheim Gophers, der mehrfache Deutscher Meister im Badminton, der TTC Brauweiler und der Softball-Bundesligist Raging Abbots Brauweiler, sowie die DLRG Ortsgruppe Pulheim e.V. und die DRK-Wasserwacht Sinnersdorf des DRK-Stadtverbandes Pulheim e.V.

Der Pulheimer Stadtsportverband hat im Wald bei Dansweiler nahe dem Gestüt Villehof eine Lauf- oder Walking-Fitness-Strecke von 3,2 km angelegt, bei der man seine Kondition nach der in zwölf Minuten aerob zurückgelegten Wegstrecke je nach Alter und Geschlecht ablesen kann. Dieser Cooper-Test, benannt nach dem vom US-amerikanischen Sportmediziner und Astronautentrainer und Erfinder des Aerobic-Fitnesstrainings Kenneth H. Cooper, wurde in den 1960er Jahren entwickelt.

Die sechsfache deutsche Meisterin und erste deutsche Weltmeisterin (1978) im Straßenradfahren der Frauen, Beate Habetz, kommt aus Brauweiler.

Der deutsche Straßenmeister im Radsport 2005, Gerald Ciolek, kommt aus Pulheim.

Rund um Pulheim gibt es zahlreiche Golfplätze. Auf dem GC Lärchenhof fand die Mercedes-Benz Championship statt, das zweitwichtigste Golfturnier in Deutschland. Seit 2012 findet die BMW International Open abwechselnd in Eichenried bei München und hier statt.[31] Im Jahr 2012 wurde die BMW International Open 2012 auf dem GC Lärchenhof vom 21.–24. Juni 2012 ausgetragen.[32]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Im Alten Walzwerk in der Rommerskirchener Straße haben sich einige Künstlerateliers eingerichtet.

Seit 2011 findet jährlich die Art'Pu:l, eine Messe für zeitgenössische Kunst, auf dem Pulheimer Walzwerkgelände statt.[33]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Zu den Sehenswürdigkeiten gehören unter anderem:

Museen[Bearbeiten]

Siehe: Liste der Museen im Rhein-Erft-Kreis

Vereine[Bearbeiten]

  • Die Pulheim-Frechener Eisenbahnfreunde bauen im alten Güterschuppen des Pulheimer Bahnhofs eine 70 m² große H0-Modelleisenbahnanlage auf, die sonntags besichtigt werden kann. Zudem werden regelmäßige Ausstellungen und Tauschbörsen veranstaltet.
  • Deutsches Rotes Kreuz, Bereitschaft Pulheim. 1921 als Sanitätskolonne gegründet. Nach Kriegsende durch die Alliierten verboten, gelang es 1947 einigen Pulheimern, die ehemalige Sanitätskolonne als Sanitätszug neu aufzubauen.
  • Große Pulheimer Karnevalsgesellschaft Ahl Häre von 1927 e.V. Veranstalter des Pulheimer Karnevalzuges am Karnevalsdienstag und Duchführung der Karnevalsveranstaltungen

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Januar/Februar: Zahlreiche Karnevals-Prunksitzungen; unter anderem Herrensitzung in Brauweiler, Kolpingsitzung in Pulheim; Karnevalsumzüge in den Ortsteilen (Veilchendienstagsumzug im Zentralort)
  • Pulheim Open: Straßenfest rund um den Marktplatz mit Riesenrad und verkaufsoffenem Sonntag
  • Veranstaltungen rund um den 1. Mai; Unter anderem: „Tanz in den Mai“ am 30. April jeden Jahres, auf dem „Weißer Flieder Platz“ in Sinthern
  • KunstTage in der Abtei Brauweiler mit den Kategorien Malerei, Bildhauerei, Fotografie und Videoinstallationen für Künstler aus der Region
  • Mercedes-Benz Championship (früher German Masters), wiederkehrende Golf-Veranstaltung. Sie gehört zu einem der wichtigsten Ereignisse auf der European Tour an dem die besten europäischen Golfspieler teilnehmen.
  • Autoshow im Hauptort
  • Verschiedene Märkte: Weinmarkt, Trödelmarkt, Barbaramarkt
  • Stadtfest
  • Fronleichnamsfest mit Prozession
  • Schützenfest
  • Erntedankfest

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Geehrt durch die Gemeinde/Stadt Pulheim (ab 1975)[Bearbeiten]

  • 1986, 18. April: Bernhard Worms (* 1930), Pulheimer Ratsmitglied, Landrat des Erftkreises, NRW-Landtags- und Bundestagsmitglied
  • 2000, 20. Dezember: Ulrich Hollmann, Rektor der Grundschule Sinnersdorf, Sinnersdorfer Ortsvorsteher und langjähriges Pulheimer Ratsmitglied
  • 2006, 18. August: Hans Umpfenbach (* 1929)[37], langjähriges Pulheimer Ratsmitglied
  • 2009, 8. Oktober: Karl-August Morisse, langjähriger Gemeinde- und Stadtdirektor sowie Bürgermeister

Geehrt durch die Altgemeinden (vor 1975)[Bearbeiten]

  • Heinrich Schauff
  • Franz Päffgen
  • 1964, 1. Januar: Heinrich Klein (1874–1965), Mitglied der Gemeindevertretung Sinnersdorf, Vorsitzender von Bauernverein und Zentrumspartei (Ehrenbürger der Gemeinde Sinnersdorf)[38]
  • 1964, 19. Januar: Wilhelmine Jorde (1895–1967), Lehrerin (Ehrenbürgerin der Gemeinde Sinnersdorf)[39]
  • 1966, 19. Juli: Peter Fendel (1904–1974), Bürgermeister der Gemeinde Sinnersdorf, Mitglied des Gemeinderates und der Amtsvertretung Pulheim (Ehrenbürger der Gemeinde Sinnersdorf)[40]
  • Benedict Pesch
  • Johann Esser
  • Konstantin Esser
  • 1974: Jakob Dünwald (1927–2013), Stadtbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Stommeln, von 1989 bis 1999 Stommelner Ortsvorsteher (Ehrenbürger der Gemeinde Stommeln)
  • Wilhelm „Willi“ Mevis (1922–1990)[41], von 1979 bis 1988 Bürgermeister der Gemeinde bzw. Stadt Pulheim (Ehrenbürger der Gemeinde Pulheim)

Träger der Ehrennadel[Bearbeiten]

  • 1979, 16. Oktober: Franz-Josef Spalthoff (1923–2004), von 1974 bis 1979 erster Bürgermeister der neuen Großgemeinde Pulheim, zuvor Bürgermeister von Brauweiler (1969–1974)
  • 1981, 9. Oktober: Willi Kreyer, ehemaliger Gemeindedirektor von Brauweiler
  • 1986, 11. April: Peter Kanters, langjähriger Vorsitzender des Sportausschusses
  • 1990, 23. November: Karlheinz Gierden (* 1926), ehemaliger Oberkreisdirektor des Landkreises Köln
  • 1995, 27. Oktober: Rolf Cosar, ehemaliger Erster Beigeordneter der Stadt Pulheim
  • 2000, 3. November: Kurt Jansen, langjähriges Ratsmitglied
  • 2000, 3. November: Lotte Peltzer (* 1938)[42], langjähriges Ratsmitglied, ehemalige stellvertretende Bürgermeisterin
  • 2000, 3. November: Herbert Uhr, langjähriges Ratsmitglied
  • 2002, 5. November: Jörn Meier, langjähriges Ratsmitglied
  • 2005, 16. Januar: Karl-Heinz Bossier, langjähriges Ratsmitglied
  • 2005, 16. Januar: Hermann-Josef Kempen, langjähriges Ratsmitglied
  • 2005, 16. Januar: Rolf Uebach, langjähriges Ratsmitglied
  • 2005, 20. Dezember: Horst Engel (* 1947), langjähriges Ratsmitglied
  • 2006, 19. Dezember: Burkard Büschges, langjähriges Ratsmitglied
  • 2006, 19. Dezember: Ekkehard Guth († 2012)[43], langjähriger Fraktionsvorsitzender
  • 2010, 21. Dezember: Rainer Hinz, langjähriges Ratsmitglied
  • 2010, 21. Dezember: Clemens Kopp, langjähriges Ratsmitglied, von 1988 bis 1989 und von 1994 bis 1999 Bürgermeister der Stadt Pulheim
  • 2010, 21. Dezember: Rolf Neukirch, langjähriges Ratsmitglied
  • 2010, 21. Dezember: Siegbert Renner, langjähriges Ratsmitglied

Träger des Ehrenrings[Bearbeiten]

  • 1987, 17. Juli: Wilhelm „Willi“ Mevis (1922–1990)[41], von 1979 bis 1988 Bürgermeister der Gemeinde bzw. Stadt Pulheim
  • 1993, 7. Mai: André Kerihuel, ehemaliger Bürgermeister der Partnerstadt Guidel
  • 1993, 10. September: Oswald Ellis, ehemaliger Stadtdirektor von Fareham
  • 1997, 7. März: Roger Price, Vorsitzender des Partnerschaftsclubs Fareham/Pulheim

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Folgende Personen wurden nicht in Pulheim geboren, wirkten aber dort oder stehen in anderer enger Verbindung zur Stadt:

  • Johannes Horion (1876–1933), Landeshauptmann der ehemaligen Rheinprovinz, wuchs in Pulheim auf
  • Franz-Josef Spalthoff (1923–2004), von 1974 bis 1979 erster Bürgermeister der neuen Großgemeinde Pulheim, zuvor Bürgermeister von Brauweiler (1969–1974)
  • Erich Ribbeck (* 1937), Fußballtrainer, von 1998 bis 2000 Trainer der deutschen Fußballnationalmannschaft, lebt in Pulheim
  • Ludger Edelkötter (* 1940), Komponist, Musikpädagoge und Verleger, lebt in Pulheim
  • Hans-Jürgen Kuhl (* 1941), Künstler, bekannt geworden als Geldfälscher
  • Wolfgang Göddertz (* 1944), Metallbildhauer, lebt in Pulheim
  • Jürgen Rüttgers (* 1951), von 2005 bis 2010 Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, ehemaliger Bundesminister, war in Pulheim Ratsmitglied und Erster Beigeordneter, lebt in Pulheim
  • Udo Dirkschneider (* 1952), Musiker, Frontsänger der Heavy Metal Bands Accept und U.D.O.
  • Michael Villmow (* 1956), deutscher Jazzsaxophonist, Dirigent und Komponist
  • Henning Krautmacher (* 1957), Musiker, Frontmann der Kölner Gruppe Höhner, lebt in Pulheim
  • Peter Werner, Musiker, Keyboarder der Höhner
  • Ján Kocian (* 1958), Fußballprofi und -trainer, ehemaliger tschechoslowakischer Nationalspieler, u. a. Co-Trainer beim 1. FC Köln, lebt in Pulheim
  • Heike Henkel (* 1964), Leichtathletin, Olympiasiegerin im Hochsprung 1992, lebt in Pulheim
  • Andrzej Rudy (* 1965), Fußballprofi und -trainer, ehemaliger polnischer Nationalspieler, u. a. Spieler und Trainer des 1. FC Köln
  • Stefan Pinnow (* 1968), Fernsehmoderator
  • Thorsten Schorn (* 1976), Radio- und Fernsehmoderator, wuchs in Pulheim auf
  • Fabrice Ehret (* 1979), französischer Fußballprofi, von 2006 bis 2011 Spieler des 1. FC Köln, lebte zu dieser Zeit in Pulheim
  • Thomas Kessler (* 1986), Fußballprofi, Torwart des 1. FC Köln
  • Gerald Ciolek (* 1986), Radrennfehrer, deutscher Meister im Straßenradsport 2005, wuchs in Pulheim auf
  • Damae (Daniela M.E. Klein), Musikerin, u. a. Sängerin des Danceprojekts Fragma

Literatur[Bearbeiten]

  • Gottfried Neuen: Pulheim im Wandel der Zeiten; Pulheim 1966
  • Pulheimer Beträge zur Geschichte und Heimatkunde: Gemeinde Pulheim Die Orte und Ihre Denkmäler; Pulheim 1979
  • Stadt Pulheim (Hrsg): Pulheim – Die junge Stadt stellt sich vor, Pulheim 1982, ISBN 3-7927-0664-4
  • Paul Clemen: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz Bd. 4, Der Landkreis Köln, Düsseldorf 1897, Nachdruck Düsseldorf 1983, ISBN 3-590-32118-0 (Brauweiler S. 18ff; Freimersdoerf S. 129; Geyen S. 129ff; Pulheim S. 165ff; Sinthern S. 178ff; Stommerln S. 180ff)
  • Stadt Pulheim (Hrsg.): Stadt Pulheim – Leben Wohnen Arbeiten, Pulheim 2007, S. 16.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pulheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 3. September 2014. (Hilfe dazu)
  2. Topographische Karte Kreiskarte Nr. 43 und Dorothea Wiktorin u.A. (Hg.): Köln, der historisch-topographische Atlas, Hermann-Josef Emmons Verlag, Köln 2001, S. 48
  3. Naturschutzgebiet Große Laache. Website des Naturparks Rheinland. Abgerufen am 30. März 2013.
  4. Bergheim/Pulheim: Blaue Steine für den Erlebnispfad. Website des Unterhaltungsverbands Pulheimer Bach, vom 2. Dezember 2011, abgerufen am 30. März 2013.
  5. Pulheimer See greifbar – Erholungsgebiet Stöckheimer Hof. Website der Pulheimer Zeitung. Abgerufen am 30. März 2013.
  6. SSCP – Surf- und Segelclub Pulheim. Website des Surf- und Segelclubs Pulheim. Abgerufen am 30. März 2013.
  7. Vogelbiotop Sinnersdorf. Website des Naturparks Rheinland. Abgerufen am 30. März 2013.
  8. a b c Hauptsatzung der Stadt Pulheim. Website der Stadt Pulheim. Abgerufen am 29. März 2013.
  9. a b Pulheim in Zahlen: Einwohnerzahlen. Website der Stadt Pulheim. Abgerufen am 16. Januar 2015.
  10. Jürgen Hillie u. Tilman Röhrig: Pulheim. Bilder und Geschichten einer jungen Stadt, Pulheim 1993, ISBN 3-929769-03-4, S. 7
  11. a b c d e f  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 301 und 304.
  12. a b  Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 56 und 66.
  13. Landesdatenbank Nordrhein-Westfalen – Gebiet, Bevölkerung, Haushalte. Website von IT.NRW. Abgerufen am 29. März 2013.
  14. a b c geschätzt
  15. a b Wahlergebnisse Stadt Pulheim: Europawahl / Kommunalwahlen / Integrationsratswahl 2014. Abgerufen am 23. Juli 2014.
  16. a b Kreisdekanat Rhein-Erft-Kreis – Dekanat Pulheim. Website des Erzbistums Köln. Abgerufen am 16. Januar 2015.
  17. Pfarrgemeinde St. Kosmas und Damian – Unsere Pfarrkirche. Abgerufen am 31. März 2013.
  18. a b Evangelisch in Pulheim, Stommeln und Sinnersdorf – Eine Chronik. Website der Evangelischen Kirchengemeinde Pulheim. Abgerufen am 31. März 2013.
  19. Vier neue Gemeinden entstehen aus der Evangelischen Kirchengemeinde Weiden im nächsten Jahr. Website des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region. Abgerufen am 15. Januar 2015.
  20. Evangelischer Kirchenkreis Köln-Nord. Website des Evangelischen Kirchenverbands Köln und Region. Abgerufen am 31. März 2013.
  21. DITIB Deutsch-Türkisch Islamische Gemeinde Pulheim – Info. Abgerufen am 31. März 2013.
  22. Leben, Wohnen, Arbeiten in Pulheim. Informationen 2012. Informationsbroschüre der Stadt Pulheim. Abgerufen am 17. Januar 2015.
  23. Das Walzwerk – Historisches. Website der Uebemann Rohr- und Walzwerk GmbH & Co. KG. Abgerufen am 17. Januar 2015.
  24. a b Kaufkraft- und Umsatzkennziffern. Website der Industrie- und Handelskammer zu Köln. Abgerufen am 17. Januar 2015.
  25. Bürgermeister Frank Keppeler trifft sich mit Unternehmerinnen und Unternehmern. pulheimnews.de. Abgerufen am 17. Januar 2015.
  26. a b Niederschrift über die 32. Sitzung des Rates der Stadt Pulheim vom 24. September 2013. Ratsinformationssystem der Stadt Pulheim. Abgerufen am 24. Januar 2015.
  27. Förderschulen. Website der Stadt Pulheim. Abgerufen am 24. Januar 2015.
  28. Wir über uns – Profil. Website der Stadtbücherei Pulheim. Abgerufen am 24. Januar 2015.
  29. Bildungslandschaft Pulheim: Bibliotheken. Website des Bildungsbüros der Stadt Pulheim. Abgerufen am 24. Januar 2015.
  30. Koalitionsvertrag von CDU und Bündnis 90/Die Grünen 2014–2020 (PDF-Datei). Website von Bündnis 90/Die Grünen Pulheim. S. 11. Abgerufen am 20. Januar 2015.
  31. BMW International Open wechselt zwischen Köln und München
  32. Danny Willet gewinnt BMW International Open 2012 auf Gut Lärchenhof, 25. Juni 2012, Pulheimer-Anzeiger.de
  33. Art' Pu:l 2012 – Bericht von der Pulheimer Messe für zeitgenössische Kunst, 11. Juni 2012, Pulheimer-Anzeiger.de
  34. Barbarakapelle, Pulheim, Venloer Straße. In: DENKMÄLER IN PULHEIM. Verein für Geschichte e.V. Pulheim, S. 75, abgerufen am 10. September 2010 (gemeinnützig, bei Vereins-Auflösung fällt Vermögen an Stadt Pulheim (Stadtarchiv)): „Diese Kapelle wurde der hl. Barbara, Jungfrau und Märtyrin, geweiht im Jahre 1686“
  35. Rhein-Erft-Kreis (Hrsg.): Museen und Privatsammlungen an Rhein und Erft, 2. Aufl. 2009, S. 51f.
  36. Rhein-Erft-Kreis (Hrsg.): Museen und Privatsammlungen an Rhein und Erft, 2. Aufl. 2009, S. 44f.
  37. Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Hans Umpfenbach. Website der Online-Zeitung–Die Zeitung für NRW. Abgerufen am 10. Februar 2015.
  38. Ehrenbürger – Heinrich Klein. Website der Sinnersdorfer Heimatkunde. Abgerufen am 10. Februar 2015.
  39. Ehrenbürgerin – Wilhelmine Jorde. Website der Sinnersdorfer Heimatkunde. Abgerufen am 10. Februar 2015.
  40. Ehrenbürger – Peter Fendel. Website der Sinnersdorfer Heimatkunde. Abgerufen am 10. Februar 2015.
  41. a b „Mevis war und ist Vorbild für uns alle!“ – Gedenkstunde am Grab von Wilhelm Mevis. Website von Pulheim TV. Abgerufen am 10. Februar 2015.
  42. Lebenslauf Lotte Peltzer. Website des SPD-Kreisverbands Rhein-Erft. Abgerufen am 10. Februar 2015.
  43. Ehrenvorsitzender des Bürgervereins Pulheim Ekkehard Guth verstorben. pulheimnews.de. Abgerufen am 10. Februar 2015.