Karl Manck

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Karl Friedrich August Manck, auch Carl Manck oder Karl Mank, (* 1838; † 15. November 1888 in Dresden) war ein deutscher Bauingenieur und Baubeamter.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Manck studierte von 1852 oder 1853 bis 1858 Bauingenieurwesen an der Königlich Sächsischen Polytechnischen Schule Dresden. Nach dem Studium arbeitete er in der Sächsischen Königlichen Wasserbaudirektion in Dresden, zunächst als Hilfsarbeiter, später als Assistent und Kondukteur. 1865 wechselte Manck in das Dresdner Stadtbauamt und leitete als Oberingenieur den städtischen Straßen- und Schleusenbau sowie das Wasserleitungswesen[1]. Er war ab 1872 für die Planung und von 1875 bis 1877 für den Bau der Albertbrücke in Dresden verantwortlich.[2][3] Anlässlich ihrer Eröffnung wurde ihm der Albrechtsorden I. Klasse verliehen. Außerdem war Manck an der Planung der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Ersten Carolabrücke beteiligt (1892–1895 erbaut).[4]

Ab 1878 leitete Manck die neu gegründete Abteilung Tiefbauwesen im Dresdner Stadtbauamt.[5] Er war in dieser Funktion unter anderem verantwortlich für das Neuanlegen und die Pflasterung von Straßen und Plätzen sowie die Überwölbung des Weißeritzmühlgrabens.[6]

Wissenschaftliche Arbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einen Schwerpunkt des Wirkens Manks stellten dessen theoretische Arbeiten zur generellen Entwässerungsplanung dar, die auch Eingang in die einschlägige Fachliteratur fanden[7]. Er veröffentlichte zudem in der Deutschen Bauzeitung Aufsätze zur Druckfestigkeit von Beton (um 1878), der hydraulischen Berechnung von Abwasserkanälen (1884) und einer Dampfwalzenkonstruktion (1887)[8], für die er auch Patentinhaber war.

Ausbau der Dresdner Kanalisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit Mancks bildeten die Planung und der Ausbau der Dresdner Kanalisation. So führte er Anfang der 1880er Jahre Beton als Kanalbauwerkstoff ein[9] und standardisierte die bislang vielfältigen Querschnittsformen von Abwasserkanälen.

Sein gemeinsam mit Stadtbaurat Theodor Friedrich dem Dresdner Stadtrat im Jahre 1867 vorgelegtes „Schleußensystematisierungsproject“[10] verkörperte einen ersten Generalentwässerungsplan für die sich auch schon vor Beginn der Gründerzeit schnell entwickelnde Stadt. Die darin konzipierten Hauptnetzstrukturen wurden zwar weitestgehend baulich verwirklicht, genügten aber kurze Zeit später den Anforderungen nicht mehr. Insbesondere erwies es sich als eine Fehlentscheidung, die – heute selbstverständliche – Abschwemmung von Faeces mit dem Abwasser aus hygienischen Gründen und wegen ihrer damals üblichen und finanziell lohnenden Verwertung als Düngemittel nicht zum Grundsatz seiner Planungen zu erheben.

Einige Abschnitte der in den 1870er Jahren errichteten Abwasserkanälen mussten von Mancks Amtsnachfolger, Hermann Klette, wieder rück- bzw. umgebaut werden. Dessen ungeachtet waren im Jahre 2016 noch immer etwa 65 km dieser alten Kanäle in Betrieb.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. SLUB Dresden: Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Residenz- und Hauptstadt Dresden. Abgerufen am 18. April 2017.
  2. Deutsche Bauzeitung. Nr. 96. Kommissionsverlag von Ernst Toeche, Berlin 1. Dezember 1888, S. 96 (kobv.de [abgerufen am 18. April 2017]).
  3. Otto Richter: Geschichte Der Stadt Dresden in den Jahren 1871 Bis 1902. Dresden 1. Januar 1904, S. 30 ff. (google.cz [abgerufen am 18. April 2017]).
  4. Manck bei structurae.de
  5. Rudolf Böhm u. A:: Zur Geschichte der Stadtentwässerung Dresdens. (Nicht mehr online verfügbar.) In: pdf-Version, S. 53. Stadtentwässerung Dresden, 2007, archiviert vom Original am 21. April 2017; abgerufen am 20. April 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.stadtentwaesserung-dresden.de
  6. Informationen auf http://weisseritzmuehlgraben.de
  7. A. Frühling: Wasserversorgung und Entwässerung der Städte. In: L. Franzius u. A. (Hrsg.): Handbuch der Ingenieurwissenschaften. 3. Auflage. III. Der Wasserbau. Wilhelm Engelmann, Leipzig 1893, S. 377, 382 u. A.
  8. Verlag von W. Engelmann: Handbuch der Ingenieurwissenschaften – Die Baumaschinen. In: S. 19. L. Franzius und F. Lincke, 1887, abgerufen am 17. April 2017.
  9. dokumentiert auf einem historischen Abwasserbestandsplan, Archiv der Stadtentwässerung Dresden GmbH
  10. Carl Manck, Theodor Friedrich: Schleußensystematisierungsproject für Altstadt-Dresden. Hrsg.: Das technische Bureau des Stadtbauamtes. Druck von C. Heinrich, Dresden Oktober 1866.