Karl Pinczolits

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Karl Pinczolits (* 25. März 1958) ist ein österreichischer Unternehmensberater und war von 1998 bis 2019 Professor (FH) an der Fachhochschule Wiener Neustadt. Pinczolits betätigt sich als Buch-Autor und schreibt Fachartikel zum Thema Vertrieb und Verkauf.

Biographie

Pinczolits wuchs in Hornstein im Burgenland auf. 1978 maturierte er an einer höheren technischen Lehranstalt in Wien. Danach studierte er Marketing an der Wirtschaftsuniversität in Wien. Das Studium schloss er 1983 mit einer Magisterarbeit zu einem Marketingkonzept für technisch wissenschaftliche Anwendungssoftware gezeigt am Beispiel eines interaktiven graphischen Systems bei Hans Robert Hansen ab.[1] 1986 folgte die Dissertation Entwicklung der Kommunikationstechnologien in Österreich unter besonderer Berücksichtigung des neuen Mediums Bildschirmtext.[2] Parallel zum Studium arbeitete er als Vertriebsmitarbeiter bei Siemens. 1991 gründete er das Institut für Vertrieb MCD GmbH. Von 1998 bis 2019 war er Fachbereichsleiter für Marketing und Vertrieb an der Fachhochschule Wiener Neustadt.

Karl Pinczolits ist seit 1978 im Verkauf, im Management oder als Berater im Vertrieb und Marketing tätig. Er beriet amerikanische, europäische und japanische Unternehmen im Bereich Wachstumsstrategien/Umsatzsteigern. Er ist Geschäftsführer der MCD Unternehmensberatung.

Seine Bücher beschäftigen sich mit dem Thema der Leistungssteigerung im Vertrieb und Verkauf, wofür er eine eigene Methode des »Schlagzahlmanagements« entwickelt hat. Das Buch Was Profis im Verkauf besser machen beschreibt, wie Verkäufer ihre Performance steigern können. In Der Schlagzahlmanager beschreibt er wie die Leistung von Verkäufern durch den Einsatz von Managementwerkzeugen verbessert werden kann. Im Der befreite Vertrieb beschreibt er wie die Leistung der Vertriebsorganisation gesteigert werden kann. Im Schlagzahlmanagement werden Methoden beschrieben, die zu einer Leistungssteigerung führen sollen.

Seit 2003 wurden von ihm die Studien Produktivität im Vertrieb, Best Sales Performance, Die Produktivität von Verkäufern und Verkaufsleitern, Sales Radar und Die Produktivität von Spitzenverkäufern publiziert.

Im Jänner 2021 geriet Pinczolits in die Medien, weil er 2006 die an der FH Wiener Neustadt vorgelegte Diplomarbeit der österreichischen Ministerin Christine Aschbacher (damals Kowald) mit „Sehr gut“ bewertet hatte, obwohl diese – wie der „Plagiatsjäger“ Stefan Weber nachweist – wissenschaftlichen Ansprüchen nicht gerecht wird, in weiten Teilen ein Plagiat darstellt und sich durch mangelnde Deutschkenntnisse auszeichnet.[3] Die Ministerin trat am Tag zurück. Es wurde ein Vermittlungsverfahren eingeleitet, das die vorgebrachten Vorwürfe überprüft und den Sachverhalt aufklärt.[4]

Publikationen

  • Was Profis im Vertrieb besser machen, Campus Verlag, Frankfurt New York, 2010
  • Schlagzahlmanagement, Facultas Verlag, Wien 2007.
  • Sales Radar, Studie Fachhochschule Wiener Neustadt, 2005,
  • Der befreite Vertrieb, Campus Verlag, Frankfurt, New York, 2003.
  • Direktvertrieb in Österreich, Studie Fachhochschule Wiener Neustadt, 2002.
  • Produktivität im Vertrieb, Studie ÖPWZ 2000.
  • Vertrieb 2001, Ueberreuter Verlag Artikel über Schlagzahlmanagement, 2000.
  • Der Schlagzahlmanager, Campus Verlag; Frankfurt, New York, 1998.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. https://search.onb.ac.at/primo-explore/fulldisplay?docid=ONB_alma21260679240003338&context=L&vid=ONB&lang=de_DE. Abgerufen am 11. Januar 2021 (englisch).
  2. https://search.onb.ac.at/primo-explore/fulldisplay?docid=ONB_alma21260679360003338&context=L&vid=ONB&lang=de_DE. Abgerufen am 11. Januar 2021 (englisch).
  3. Martina Madner: Die Ermittlungen der FH Wiener Neustadt können Monate dauern. In: Österreich Politik - Nachrichten - Wiener Zeitung Online. Abgerufen am 15. Januar 2021.
  4. Plagiatsvorwürfe: Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet. In: FH Wiener Neustadt | Media Center. Abgerufen am 15. Januar 2021.