Karl von Reinhardstöttner

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Karl von Reinhardstöttner (* 26. März 1847 in München; † 1. April 1909 in München) war ein deutscher Romanist und Kulturhistoriker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reinhardstöttner wurde als Sohn eines Hofsekretärs geboren. Er habilitierte sich 1872 an der Technischen Hochschule München mit der Arbeit Beitraege zur Textkritik der Lusiadas des Camões und war dort als königlicher Professor Dozent der romanischen Sprachen und Literaturen. Reinhardstöttner war mit dem Historiker Karl Trautmann (1857–1936) Begründer und von 1887 bis 1890 Herausgeber der ersten vier Jahrgänge des Jahrbuchs für Münchener Geschichte (Digitalisate. 1894 erschien noch ein fünfter Band von Trautmann allein herausgegeben). Mit ihm gab er ebenfalls im Verlag Buchner in Bamberg auch gemeinsam die seit 1890 unregelmäßig erschienene Reihe Bayerische Bibliothek heraus. Von Reinhardstöttner allein stammen die illustrierten Bände 1 und 17 (jeweils 1890 erschienen) über Martinus Balticus. Ein Humanistenleben aus dem 16. Jahrhundert bzw. Land und Leute im Bayerischen Walde, von Trautmann Band 15 (1890) über Oberammergau und sein Passionsspiel.

Weitere Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Etymologie der griechischen Sprache in Fragen und Antworten gefasst, Landshut 1869
  • Die italienische Sprache. Ihre Entstehung aus dem Lateinischen, ihr Verhältnis zu den übrigen romanischen Sprachen, und ihre Dialekte nebst einem Blick auf die italienische Literatur, Halle a.S. 1869
  • Holländische Conversations-Grammatik zum Schul- und Privatunterricht, Heidelberg 1871
  • (Hrsg.) Os Lusiadas de Luiz de Camões, Straßburg 1874
  • Der Hyssope des A. Diniz in seinem Verhältnisse zu Boileaus Lutrin. Literarhistorische Skizze, Leipzig 1877
  • Luiz de Camoens, der Sänger der Lusiaden. Biographische Skizze, Leipzig 1877
  • Grammatik der portugiesischen Sprache auf Grundlage des Lateinischen und der romanischen Sprachvergleichung, Straßburg 1878
  • Theoretisch-praktische Grammatik der italienischen Sprache speziell für Studierende und Kenner der antiken Sprachen, München 1880
  • Die Plautinischen Lustspiele in späteren Bearbeitungen, Leipzig 1880
  • (Übersetzer) Adolfo Bartoli (Romanist), Geschichte der italienischen Literatur, Leipzig 1881
  • (Hrsg.) Sammlung spanischer Neudrucke des XV. und XVI. Jahrhunderts, München 1886
  • Plautus. Spätere Bearbeitungen plautinischer Lustspiele. Ein Beitrag zur vergleichenden Literaturgeschichte, Leipzig 1886, Hildesheim 1980
  • Aufsätze und Abhandlungen, vornehmlich zur Literaturgeschichte, Berlin 1887
  • Martinus Balticus. Ein Humanistenleben aus dem sechzehnten Jahrhundert, Bamberg 1890
  • Land und Leute im bayerischen Walde, Bamberg 1890
  • Der kurfürstlich-bayerische Hofpoet Matthias Etenhueber, München 1892
  • Volksschriftsteller der Gegenreformation in Altbayern, München 1894
  • Vom Bayerwalde. Fünf Kulturgeschichtliche Erzählungen, Regensburg 1897
  • (mit Romeo Lovera) Vocabolario sistematico e guida della conversazione italiana. Methodische Anleitung zum italienischen Sprechen nach Karl Ploetz "Vocabulaire systématique", Berlin 1900 (1. Auflage 1868)
  • Portugiesische Literaturgeschichte, Leipzig 1904

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]