Kassettentür

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Kassettentüren in Bühler, Schweiz

Das Türblatt einer Kassettentür, Füllungstür, Rahmentür oder einer Tür in Rahmenbauweise besteht aus einem umlaufenden Rahmen, der gegebenenfalls noch über innenliegende Quer- und Längsverbindungen verfügen kann. Die inneren Kanten der Rahmenhölzer werden oft angeschrägt oder profiliert und mittig genutet, um die sogenannte Füllung aufzunehmen. Die Füllung kann selber ebenfalls profiliert und auf verschiedene Weise verziert sein und wird auch als Kassette bezeichnet.

Der tragende Rahmen wird aus mindestens zwei senkrechten Riegeln und zwei waagerechten Rahmenhölzern zusammengesetzt, die traditionell miteinander über Schlitz-und-Zapfen- oder Steg-Keil-Verbindung verbunden und verleimt werden.

Traditionell besteht die Füllung aus verleimten Brettern, die sich zum Rand hin verjüngen, um in die Nut der Rahmenhölzer eingepasst zu werden. Im einfachsten Fall kann auch eine Sperrholzplatte als Füllung dienen. Es können auch Füllungen aus Glas oder anderen Materialien eingesetzt werden.

Aus Brettern zusammengeleimte Füllungen dürfen bei der Montage nicht mit den Rahmenbrettern verleimt werden. Sie sollen frei beweglich sein, um bei feuchtigkeitsbedingter Ausdehnung oder Schrumpfung des Holzes Risse und Verwerfungen zu vermeiden. Füllungen aus Glas werden erst nach der Fertigstellung des Rahmens eingesetzt, und mit Kitt oder Nagelleisten befestigt.

Preiswerte Kassettentüren werden heute nicht mehr unbedingt aus einem Rahmen zusammengesetzt. Teilweise werden die Kassetten durch das Fräsen von Profilnuten in eine durchgehende, massive Leimholz- oder Sperrholzplatte nur angedeutet, um den Eindruck einer handwerklich gefertigten Kassettentür zu erwecken.

Aus Anzahl, Anordnung und Profilierung der Kassetten lassen sich bei historischen Türen manchmal Entstehungszeit und Fertigungsort ableiten.

Kassettentüren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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