Kastner Gruppe

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Kastner Gruppe
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Rechtsform GmbH
Gründung 1828
Sitz Zwettl/NÖ

Leitung

  • Christof Kastner
  • Mag. Herwig Gruber
  • Andreas Blauensteiner MBA
Mitarbeiter 800
Umsatz 206,27 Mio. Euro (2015)[1]
Branche Lebensmittelgroßhandel, Abholgroßmarkt
Website www.kastner.at

Die Kastner Gruppe (Eigenschreibweise: KASTNER) ist ein selbständiges, mittelständisches, österreichisches Familienunternehmen im Lebensmittelhandel, das sich seit seiner Gründung im Jahr 1828 vom Landkaufhaus zum Großhändler entwickelt hat. Derzeit beschäftigt das Unternehmen an acht Standorten (Amstetten, Eisenstadt, Gmünd, Jennersdorf, Krems, Wien, Zagging, Zwettl) rund 800 Mitarbeiter.

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kastner beliefert rund 260 A&O/Nah&Frisch-Einzelhandelskaufleute und betreibt 13 Nah&Frisch-Eigenfilialen, fungiert als Systemanbieter im Convenience-Bereich unter der Marke „Kastner Stop+Shop“ und forciert den Bio-Großhandel in Österreich mit der Firma Biogast. Mit sechs Abholmärkten und dem Gastronomiezustellgroßhandel werden circa 9.000 Zustellkunden und 31.000 Abholkunden[2] betreut. Kastner gilt nach Eigenaussage in vielen Sparten als Österreichs erster Multifachgroßhändler.

Mit der Marke „Kastner Geschirr&Co“ ist das Unternehmen der zweitgrößte Nonfood-Großhändler für Gastronomie- und Küchenausstattung Österreichs.

KASTNER HandelsgesmbH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Firma Brückler war ursprünglich ein selbständiger Nah&Frisch-Großhändler mit Sitz in Jennersdorf für das Burgenland und die Südost-Steiermark, seit 2003 ist der Betrieb zu 100 % in die Kastner-Gruppe integriert und firmierte als Brückler Großhandelsges.m.b.H.bis zur Umbenennung in KASTNER HandelsgesmbH am 1. Mai 2016.[3]

Brückler nimmt insofern eine Sonderstellung im Nah&Frisch-Verbund ein, weil es, trotz des Status einer Tochtergesellschaft, seine Stimmrechte in den Dachorganisationen Markant Österreich bzw. ZEV „Nah&Frisch“ Marketingservice GmbH behalten hat. Als Gesellschafter treten also alle fünf Großhändler auf: Brückler, Kastner, Pfeiffer, Wedl und Kiennast, obwohl es nur mehr vier Firmengruppen gibt. Im Ergebnis hält Kastner als Konzern zwei Mal 14,28 % an der ZEV.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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  • 1828: Steuerbescheid als erster schriftlicher Nachweis eines Gemischtwarengeschäftes der Familie Kastner im Waldviertel.
  • 1903: Franz Kastner übersiedelt mit dem Unternehmen nach Zwettl. Grundstein für die Großhandelstätigkeit.
  • 1956: Beitritt zur Verbundgruppe „Freie Leistungsgemeinschaft A&O“.
  • 1964: Bau und Übersiedlung in eine neue Lagerhalle in der Zwettler Kremserstraße.
  • 1977: Beitritt zur ZEV Markant und Verleihung der „Goldenen Waage“; Umwandlung der Kommanditgesellschaft in eine Familien-GesmbH.
  • 1983: Einführung der Verbundmarke „Nah&Frisch“.
  • 1987: Beginn der Kooperation mit der Firma Josef Stebel GesmbH (Krems) und Eröffnung des ersten Abholmarktes in Krems.
  • 1989: Erweiterung der Lagerhalle in Zwettl
  • 1990: Beginn der Kooperation Kastner-Wentzel (Eisenstadt), Eröffnung des zweiten Abholmarktes in Zwettl.
  • 1991: Eröffnung des dritten Abholmarktes in Eisenstadt
  • 1995: Übernahme Kogross und Meinl-Gastronomiegroßhandel; Konzepteinführung „Nah&Frisch – Partnerschaft mit Zukunft“; Start Nah&Frisch – Qualitätsoffensive
  • 1996: Bau einer Gastrohalle in Eisenstadt; Übersiedlung und Erweiterung des Abholmarktes in Zwettl; neuer Werbeauftritt der Abholmärkte und des Gastrodienstes; Eröffnung des Kopypoint Kastner und Einführung von Stop+Shop;Start neue Nah&Frisch – Werbelinie („Alles gute liegt so …“); Start Nah&Frisch Zukunftsprojekt.
  • 1997: Neueröffnung des vierten Abholmarktes in Amstetten (mit Übernahme C+C Spar);
  • 1999: Markteinführung Shop24 (Großverkaufsautomat in der U-Bahn-Passage Karlsplatz), Happy Shop und Appetito; Start neues Nah&Frisch Ladenkonzept in Zwettl;
  • 2002: Fünfter Abholmarkt eröffnet am Standort Holzmann-Gastro in Wien; Start von Kastner AllesWein und Kastner Bio.
  • 2003/2004: Übernahme der Firma Brückler (Jennersdorf); Ausbau Zentrallager und Büro in Zwettl; Eröffnung des sechsten Abholmarktes in Jennersdorf.
  • 2005: Start der Kooperation mit Biogast; Neupositionierung Nah&Frisch sowie Abholmarkt und Gastrodienst.
  • 2006: Start Web-Shop für die Gastronomie; Einführung der Marke Biogast exklusiv an allen sechs Kastner-Standorten, Einführung von „Ich bin Bio!“ bei Nah&Frisch;
  • 2007: KR Peter Kastner übergibt die Verantwortung in den operativen Firmen an Christof Kastner, der mit Andreas Blauensteiner und Mag. Herwig Gruber eine neue Geschäftsleitung bildet. Kastner wird vom Wirtschaftsblatt zum besten Familienunternehmen Niederösterreichs gekürt; Übernahme „Holzmann gastro“ und Gründung eines Non-Food-Kompetenzzentrums in Wien.
  • 2008: 180 Jahre-Jubiläum; Verleihung des Bundeswappens an den Großhandel in Zwettl; erfolgreiche Positionierung als 1. Multi-Fachgroßhändler; Präsentation der neuen Marke Kastner Geschirr&Co;
  • 2009: Büroumbau der Zentrale in Zwettl; „Goldenes Regal“ für Christof Kastner; Start der Kastner Akademie und der Lehrlingsoffensive; IFS-Zertifizierung bereits an fünf Standorten; donauland Qualitätsfleisch bei Kastner; große Expansionsoffensive bei Nah&Frisch
  • 2010: Übernahme des Kundenstockes des Biohof Achleitner (Biogroßhandel) durch Biogast; Stärkung der Position als Multifachgroßhändler durch neuen Frischekatalog und Hygienekatalog; Forcierung des Themas Nachhaltigkeit und Erarbeitung einer CSR-Strategie
  • 2011: Bauliche Erweiterung Großhandelslager in Zwettl und Jennersdorf
  • 2012: Abschluss und Eröffnung Um- und Ausbau in Zwettl sowie Umbau in Jennersdorf, nach 22-jähriger Zusammenarbeit mit Firma Wentzel in Eisenstadt werden deren Anteile am gemeinsamen Unternehmen sowie die Immobilie am Standort Eisenstadt zur Gänze erworben, Kastner gewinnt Meilenstein 2012 "Dr. Erwin Pröll Zukunftspreis" sowie den Staatspreis für Weiterbildung (Knewledge), Kastner gewinnt den Kultursponsoringpreis MAECENAS NÖ für die künstlerisch gestaltete Hallenfassade in Zwettl, die Kremser Straße in Zwettl wird als Dank und Anerkennung an KR Karl Kastner in die Karl Kastner-Straße umbenannt – die Kastner-Gruppe hat fortan seinen Firmensitz in der Karl Kastner-Straße 1
  • 2013: Der Obst & Gemüse-Fachgroßhändler Fassl aus Litzelsdorf (Burgenland) übergab die Belieferung seiner Kunden der KASTNER-Gruppe. Rund 250 Gastronomiebetriebe, Hoteliers, Großverbraucher und Einzelhandelsgeschäfte im Raum südliches Burgenland, Oststeiermark bis in die Region Wiener Neustadt wechseln damit zu Kastner. 2013 gewann in der Kategorie „Großunternehmen“ Kastner für die Förderung der Nahversorgung im ländlichen Raum sowie dem kontinuierlichen Ausbau des Bio-Sortiments den Nachhaltigkeitspreis „TRIGOS NÖ“.
  • 2014: Die Familienunternehmen Kastner und Knapp vereinigen ihre Kompetenzen im Gastro- und Tiefkühl-Großhandel. Knapp ist mit seinen Standorten Gmünd und Zagging im Bereich Gastroservice mit Tiefkühlkost und Wildhandel sowie als Eskimo-Vertriebspartner tätig, es werden die Regionen Waldviertel, sowie Teile des Mühlviertels, den niederösterreichische Zentralraum und das Mostviertel bis zur angrenzenden Steiermark betreut.
  • 2015: KASTNER beteiligt sich zu 55 % an der myProduct GmbH, einem 2009 im StartUp Center der Fachhochschule Wr. Neustadt am Campus Wieselburg gegründeten E-Commerce Dienstleister. myProduct betreibt über eine Multiseller- und Multishopplattform individuelle Onlineshops sowohl unter Eigenmarken als auch für Dritte und gilt offiziell als Österreichs erster Lebensmittelversender über Paketversand.
  • 2016: Umbenennung von BRÜCKLER GroßhandelsgesmbH in KASTNER HandelsgesmbH

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Voithofer, Ernst Gittenberger (Hg.):Der österreichische Handel 2005: Daten-Fakten-Analysen. Frankfurt/Main 2006, ISBN 978-3-631-55173-8

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zahlen, Daten, Fakten der KASTNER Gruppe. Kastner Gruppe, abgerufen am 21. März 2014.
  2. Zahlen, Daten, Fakten. In: KASTNER Gruppe. Abgerufen am 28. April 2016.
  3. Kastner führt Brückler weiter [1] (Die „Handelszeitung“ vom 18. September 2003, abgerufen am 25. August 2011)
  4. Firmenbuch-Abfrage, Suchbegriffe: „Brückler, Kastner, Markant Österreich“, ausgedruckt am 25. August 2011