Katerfrühstück

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Ein Rollmops gilt als traditionelles Katerfrühstück.

Ein Katerfrühstück ist ein Frühstück, das die Beschwerden eines Katers nach übermäßigem Alkoholkonsum am Vorabend lindern soll. Es besteht aus vermehrter Flüssigkeitszufuhr, um den Nachdurst zu stillen, sowie eiweiß- und fettreicher Kost, insbesondere Fisch, Saurem oder sauer Eingelegtem, wie Bismarckhering, Sauerkraut oder Rollmops. Die Wirkung von Fisch und Saurem ist aber indirekter Natur, da beides zu einem Durstgefühl führt, so dass der Betroffene trinkt und so dem Körper benötigte Flüssigkeit zuführt.

Medizinisch erwiesen ist allerdings, dass Alkohol das körpereigene Hormon Vasopressin hemmt, das normalerweise das Wasser im Körper zurückhält. Dadurch ergibt sich der erhöhte Harndrang nach Alkoholkonsum, durch den auch Mineralstoffe ausgeschwemmt werden. Deswegen empfiehlt sich ein nährstoff- und flüssigkeitsreiches Katerfrühstück, um den Elektrolythaushalt wieder in Ordnung zu bringen.

Von fortgesetztem Alkoholkonsum („Konterbier“, „-schnaps“ etc., österreichisch „Reparaturseidl“) ist abzuraten, da die weitere Aufnahme von Alkohol zur fortschreitenden Dehydratation des Körpers führt. Zudem werden die typischen Symptome eines Katers durch die erneut ausgelöste Rauschwirkung nur auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Besser ist es, die Wasser- und Mineralstoffzufuhr zu erhöhen und der Leber Zeit zum Alkoholabbau zu geben.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. fragenohneantwort.de/konterbier
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