Katharina Lanz

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Katharina Lanz. Holzskulptur des Anton Pitscheider, Kopie der in Buchenstein stehenden Bronzeskulptur des Josef Parschalk

Katharina (auch ladinisch Catarina) Lanz (* 20. September 1771 in St. Vigil in Enneberg (Südtirol); † 8. Juli 1854 in Andratz, Buchenstein) war Magd und Tiroler Freiheitskämpferin. Sie gilt als eine Jeanne d’Arc Tirols, zusammen mit der Welschtirolerin Giuseppina Negrelli.

Sie kämpfte (wie auch Michael Pfurtscheller und Anton Reinisch) in der Schlacht von Spinges bei Mühlbach (Südtirol) am 2. April 1797 an der Seite eines Inntaler Schützenaufgebots gegen eine Division der napoleonischen Armee. Der Anführer des Landsturms berichtete: „Man sah hier unter anderen eine Bauernmagd aus Spinges, die mit zusammengegürtetem Unterkleide und fliegenden Haaren auf der Friedhofsmauer stehend die anstürmenden Feinde mit ihrer kräftig geführten Heugabel hinunterstieß.“

Etwa ab 1807 wurde sie zur Symbolfigur des Freiheitskampfes der Tiroler in den Franzosenkriegen (Koalitionskriege).

In der Pfarrkirche zu Spinges erinnert ein Glasfenster an sie. Dargestellt ist sie in der Kapellentür (entgegen dem Bericht, dass sie auf der Friedhofsmauer stand), mit der Heugabel gegen französische Soldaten kämpfend und sie so von der Kapelle wegdrängend. Die Bildunterschrift lautet: Keines frechen Fremdlings Fußtritt Soll das Heiligtum beflecken, Will Altar und Tabernakel Noch mit meiner Liebe decken!

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Katharina Lanz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien