Katrin Rohde

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Katrin Rohde mit Waisenkind, 2005, Ouagadougou
Innenhof von AMPO

Katrin Rohde (* 4. Juni 1948 in Hamburg) ist die Gründerin sozialer Projekte in Ouagadougou, Burkina Faso.

Im Alter von 24 Jahren übernahm sie ihre erste Buchhandlung. Im Zuge ihres Engagements für afrikanische Asylwerber in Schleswig-Holstein kam sie 1988 zum ersten Mal nach Burkina Faso und erkrankte bei dieser Reise schwer. Aus Dankbarkeit gegenüber dem Dorf, in dem sie gesundgepflegt wurde, sammelte sie in Deutschland Spenden für einen Schulbau und reiste in der Folge weitere Male nach Burkina Faso.

1995 verkaufte Katrin Rohde ihre beiden Buchhandlungen in Plön und Preetz und übersiedelte nach Ouagadougou in Burkina Faso, wo sie anfangs Straßenkinder in ihrem Haus betreute. 1996 gründete sie den burkinischen Verein Association Managré Nooma pour la Protection des Orphelins (A.M.P.O.) und verwirklichte folgende Projekte in Ouagadougou (Zeittafel Stand 2013[1]):

  • 1996 Das erste Waisenhaus wird eröffnet, hier lebten anfangs 29 Jungen. Heute sind es bis zu 60 Jungen zwischen 6-18 Jahren.
  • 1998 Eröffnung einer öffentlichen, staatlich anerkannten Krankenstation.
  • 1999 Eröffnung des Mädchenwaisenhauses AMPO Filles für bis zu 60 Mädchen im Alter von 6-18 Jahren.
  • 1999 P.P.Filles nimmt die Beratungstätigkeit über Familienplanung, Aids-Prävention und Beschneidung für Mädchen und Frauen auf.
  • 2001 Katrin Rohde wird für ihr Engagement das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen
  • 2002 Katrin Rohde schreibt ihr Buch "Mama Tenga - meine afrikanisches Leben", die Erstausgabe erscheint bei Kiepenheuer & Witsch
  • 2003 Eröffnung des Hauses MIA, welches minderjährige Mädchen, schwanger und HIV-infiziert, samt ihrer Kinder aufnimmt.
  • 2004 Das Cinémobile führt Aufklärungsfilme in weit entfernten Dörfern vor und zählt jährlich zahlreiche Zuschauer.
  • 2005 Eröffnung der Landwirtschaftsschule TONDTENGA zur Verhinderung von Landflucht. Bis zu 80 Jungen erlernen Biolandwirtschaft und Viehzucht.
  • 2005 Katrin Rohde erhält die Auszeichnung "Chevalier de l´Ordre du Mérite Burkinabé" und wird im Rahmen der Aktion 1000 Frauen für den Friedensnobelpreis nominiert
  • 2008 Das Haus ALMA gibt, wie das Haus MIA, weiteren 20 minderjährigen verstoßenen Mädchen ein Zuhause.
  • 2008 Die mobile Rollstuhlwerkstatt erreicht auch Menschen mit Behinderung in abgelegenen Gebieten auf dem Land.
  • 2009 Die Krankenstation wird um Gynäkologiestation, Zahnarztabteilung und Rehastation erweitert.
  • 2009 Katrin Rohde erhält für ihr Engagement die Auszeichnung "Chevalier de l´Ordrede National Bukinabé und eine Ehrenurkunde vom Orden der Mutter Teresa
  • 2010 Einführung des Ernährungsprojektes für Mütter und ihre unterernährten Kinder und Babies.
  • 2012 Eröffnung des Mehrgenerationenhofes EMMA YIRI.
  • 2013 Mikrokredite ermöglichen Frauengruppen eine Selbständigkeit.

Ihre Tätigkeiten und der Verein A.M.P.O. werden unterstützt und finanziert durch den in Schleswig-Holstein ansässigen Verein Sahel e.V. [2] Zusätzlich hat Katrin Rohde im Jahr 2005 die Katrin Rohde-Stiftung [3] zur langfristigen Sicherung der Projekte gegründet.

Katrin Rohde ist zum Islam übergetreten, mit einem Burkinabe verheiratet und hat einen erwachsenen Sohn. 2001 wurde sie für ihre Arbeit in Burkina Faso mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet und 2005 im Rahmen von 1000 Frauen für den Friedensnobelpreis 2005 für den Friedensnobelpreis nominiert.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Katrin Rohde: Mama Tenga - mein afrikanisches Leben. Nieswand, Kiel 2013, ISBN 978-3-89567-030-5, S. 275–279.
  2. Fakten | Sahel e.V. - A.M.P.O. In: www.sahel.de. Abgerufen am 18. Juni 2016.
  3. Stiftung – Katrin Rohde-Stiftung. In: www.katrin-rohde-stiftung.de. Abgerufen am 18. Juni 2016.