Katzengraben-Presse

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Katzengraben-Presse ist ein bibliophiler deutschsprachiger Verlag mit Sitz in Berlin-Köpenick.

Verlagsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verlag wurde von dem Schriftsetzer und Grafiker Christian Ewald (* 30. November 1949 in Weimar) gegründet; zunächst noch mit Ralf Liersch als Kompagnon, der für die Buchbindungen zuständig war. Das erste Buch, das vom Verlag herausgegeben wurde, war zugleich das letzte Buch der DDR: Ostberliner Treppengespräche von Jan Silberschuh. Es wurde in einer Auflage von 999 Stück herausgebracht und am 2. Oktober 1990, um 23:59 Uhr, ausgeliefert. Mit der Deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 endete die Existenz der DDR. Seither werden in der Katzengraben-Presse jährlich zwei Werke – im Frühjahr und im Herbst – in limitierter Auflage verlegt (jeweils 999 Exemplare, die ersten 99 davon als Vorzugsausgabe). 2013 wurde der Verlag auf der Mainzer Minipressen-Messe für hervorragende Leistungen um das schöne Buch mit dem Victor Otto Stomps-Preis der Stadt Mainz ausgezeichnet.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1990: Preis der „Stiftung Buchkunst“ für Ost-Berliner Treppengespräche als „eines der schönsten deutschen Bücher 1990“.
  • 1992: Die Zeppelin-Edition von Heinrich Eduard Jacob wurde anlässlich des „Premio Internazionale Felice Feliciano“ (Per la storia, l’arte e la qualita del libro) in Verona als „eines der 20 schönsten Bücher der Welt“ (1991–1992) mit dem 3. Preis (Terzo edizione) bewertet.
  • 1995: Hauptpreis im „Cartoon-Wettbewerb Faber-Castell“.
  • 2011: Gewinn des Wettbewerbs der Anna-Amalia-Bibliothek Weimar mit Goethe in Ehringsdorf
  • 2013: Victor Otto Stomps-Preis der Landeshauptstadt Mainz (Hauptpreis)
  • 2013: Gewinn des Wettbewerbs der Anna-Amalia-Bibliothek Weimar mit Shakespeares Koffer

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2015: »e-wald«. Buchkunstwerke der Berliner Katzengraben-Presse seit 1990, Gutenberg-Museum, Mainz.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wie aus literarischen Kostbarkeiten bibliopile werden. In: FAZ, 24. Februar 2015, S. 9