Stiftung Buchkunst

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Die Stiftung Buchkunst wurde 1966 gegründet. Die Stiftung des bürgerlichen Rechts hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und unterhält ein Büro in Leipzig. Sie führt den jährlichen Wettbewerb Die schönsten deutschen Bücher durch. Er zählt zu den renommierten Preisen für Buchgestalter, Typografen und Grafikdesigner in Deutschland. Träger sind der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V., die Deutsche Nationalbibliothek und die Städte Frankfurt am Main und Leipzig. Förderer sind das Land Hessen, der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Freundeskreis der Stiftung Buchkunst e.V.

Die Stiftung begleitet kritisch die deutsche Buchproduktion. Das Gebrauchsbuch steht dabei im Mittelpunkt. Im Wettbewerb „Die schönsten deutschen Bücher“ geht es um die vielfältigen ästhetischen wie funktionalen Ansprüche, die an Bücher gestellt werden und um die gelungene Verbindung von Inhalt und Form. Seit 2012 werden 25 "schönste deutsche Bücher" ausgezeichnet. Diese weisen sich durch erstklassige Gestaltung, Konzeption und Verarbeitung aus und sind gleichzeitig die Nominierungen für den mit 10.000 Euro dotierten "Preis der Stiftung Buchkunst", der für "das schönste deutsche Buch" vergeben wird.

Die prämierten Bücher werden in einer Wanderausstellung gezeigt und in einem jährlich erscheinenden, anspruchsvoll gestalteten Katalog dokumentiert.

Im Jahr 1991 ist die Stiftung Buchkunst mit der Durchführung des seit 1963 in Leipzig ausgetragenen weltweit einzigartigen internationalen Buchgestaltungswettbewerbs Schönste Bücher aus aller Welt beauftragt worden. Eine unabhängige, internationale Jury zeichnet jährlich die 14 Schönsten aus. Die höchste Auszeichnung ist hierbei die Goldene Letter.

Seit 1989 vergibt die Stiftung in Kooperation mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien außerdem den Förderpreis für junge Buchgestaltung, der außergewöhnliche Ideen zu gedruckten Büchern oder hybriden Buchformen auszeichnet, um Entwicklungen im Medium Buchgestaltung aufzuspüren und zu zeigen. Dieser Preis ist dreiteilig und mit je 2.000 Euro dotiert.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stiftung Buchkunst (Hrsg.): Die vollkommene Lesemaschine. Von deutscher Buchkunst im 20. Jahrhundert. Die Dt. Bibliothek Stiftung Buchkunst, Frankfurt a. M. 1997, ISBN 3-7657-2023-2.
  • Stephan Füssel, Georg Jäger, Hermann Staub in Verbindung mit Monika Estermann (Hrsg.): Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels 1825–2000. Ein geschichtlicher Aufriss. Buchhändler-Vereinigung, Frankfurt am Main 2000 (hrsg. im Auftrag der Historischen Kommission).
  • Stiftung Buchkunst (Hrsg.): Best Book Design from all over the World. International Competition/Schönste Bücher aus aller Welt. Internationaler Wettbewerb. Faltblatt. Frankfurt a. M. (jährlich seit 2003).

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Offizielle Webseite