Kernkraftwerk Ascó

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Kernkraftwerk Ascó
Kühlturm des Kernkraftwerks Ascó
Kühlturm des Kernkraftwerks Ascó
Lage
Kernkraftwerk Ascó (Spanien)
Kernkraftwerk Ascó
Koordinaten 41° 12′ 0″ N, 0° 34′ 10″ OKoordinaten: 41° 12′ 0″ N, 0° 34′ 10″ O
Land: Spanien
Daten
Eigentümer: Endesa, S.A.
Betreiber: Asociación Nuclear Ascó-Vandellòs A.I.E. (ENDESA/ID)
Projektbeginn: 1971
Kommerzieller Betrieb: 10. Dezember 1984

Aktive Reaktoren (Brutto):

2  (2068 MW)
Eingespeiste Energie im Jahr 2016: 16.086 GWh
Eingespeiste Energie seit Inbetriebnahme: 456.677 GWh
Stand: 31. Dezember 2016
Die Datenquelle der jeweiligen Einträge findet sich in der Dokumentation.
f1

Das Kernkraftwerk Ascó liegt im Osten Spaniens direkt am Ebro, nördlich der Gemeinde Ascó bei Tarragona. Das Kraftwerk besteht aus zwei Druckwasserreaktoren der US-amerikanischen Westinghouse Electric. Der Reaktor Ascó-1 hat eine installierte Leistung von 1033 MW, der Block 2 1035 MW. Der Block 1 wurde am 16. Juni 1983 zum ersten Mal kritisch, der Block 2 am 11. September 1985. Der Kraftwerksblock Ascó 1 wurde am 13. August 1983 erstmals mit dem Netz synchronisiert, Ascó 2 am 23. Oktober 1985.

Störfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kühlturm des Kernkraftwerks
  • Bei einem Vorfall am 28. November 2007 sind radioaktive Partikel von insgesamt 84,95 Millionen Becquerel in die Umwelt gelangt. Die Betreibergesellschaft hat aber erst am 4. April 2008 die Aufsichtsbehörden ("Consejo de Seguridad Nuclear", CSN) in Kenntnis gesetzt und das auch nur unvollständig. Am 15. April 2008 wurde der Störfall auf Stufe 2 der INES eingestuft.[1]
  • Am 14. Oktober 2009 meldete man, die beiden Notstrom-Dieselgeneratoren für Block 2 seien aufgrund je eines fehlerhaften Bauteils „nicht verfügbar“.[2]
  • Am 1. Mai 2011 wurde bekannt, dass bereits am 28. April 2011 25.000 Liter radioaktives Wasser aus dem Kühlkreislauf des Reaktors I entwichen sind. Das Wasser soll nach Augenzeugenberichten knöcheltief im Reaktorgebäude gestanden haben. 14 Mitarbeiter mussten dekontaminiert werden. Der Betreiber Endesa meldete, dass die Kontamination nur an den Schuhen und an der Schutzkleidung nachgewiesen werden konnte. Die Haut der Mitarbeiter sei nicht mit dem Wasser in Berührung gekommen.[3]

Betreiber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Betreiber gehört zu 85 % zu Endesa und zu 15 % zu Iberdrola.

Daten der Reaktorblöcke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kernkraftwerk Ascó hat insgesamt zwei Blöcke:

Reaktorblock[4] Reaktortyp Netto-
leistung
Brutto-
leistung
Baubeginn Netzsyn-
chronisation
Kommer-
zieller Betrieb
Abschal-
tung
Ascó-1 Druckwasserreaktor 995 MW 1033 MW 16.05.1974 13.08.1983 10.12.1984
Ascó-2 Druckwasserreaktor 997 MW 1035 MW 07.03.1975 23.10.1985 31.03.1986

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kernkraftwerk Ascó – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Leck in AKW – 800 Personen werden untersucht. In: nzz.ch. 15. April 2008, abgerufen am 14. Oktober 2018.
  2. CSN-Meldung (PDF; 57 kB)
  3. Bericht aus der taz
  4. Power Reactor Information System der IAEA: „Spain, Kingdom of: Power Reactors“ (englisch)