Kindheitsmuster

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Kindheitsmuster ist ein Werk von der deutschen Schriftstellerin Christa Wolf. Die Autorin, die in der DDR lebte und arbeitete, beschreibt in diesem Werk in drei ineinander verwobenen zeitlichen Ebenen eine Kindheit während des Hitler-Regimes in Landsberg (Warthe), die Flucht zu Kriegsende von dort sowie eine Reise im Erwachsenenalter mit Ehemann, Bruder und Tochter im Sommer 1971 von Ost-Berlin ins heutige Gorzów Wielkopolski. Die Orte werden nicht namentlich genannt. Es ist nur vom „Geburtsort“ L. und dem „Reiseziel“ G. bei der Visumsbeschaffung die Rede. Es wird nicht chronologisch (linear) erzählt, stattdessen werden die Erlebnisse der Vergangenheit vergegenwärtigt. Das Buch beschäftigt sich damit mit der Vergangenheitsbewältigung und hat autobiographische Züge.

Das Buch erschien im Jahre 1976.

Philipp Ther schrieb dazu 1998 in Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft, Band 127:

In der DDR waren Forschungen zur Flucht und Vertreibung der Deutschen von 1944 bis 1950 mit Rücksicht auf die Sowjetunion und die sozialistischen Bruderstaaten vollkommen tabu. Eine bahnbrechende Verletzung dieses Tabus war der Roman ,Kindheitsmuster‘ von Christa Wolf, der 1976 erschien.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Philipp Ther: Deutsche und polnische Vertriebene. Vandenhoeck & Ruprecht, 1998, S. 50.