Kissendorf

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Kissendorf war eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Günzburg. Ihr Gebiet gehört heute zur Gemeinde Bibertal.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet der ehemaligen Gemeinde befindet sich südwestlich von Günzburg. Ortsteile waren Großkissendorf und Kleinkissendorf. Der Osterbach fließt am westlichen Rand der beiden Ortsteile entlang.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Wettenhauser Urkunde von 1136 ist ein „Chiszendorf“ genannt. Der Name wird als Hinweis auf die hochmittelalterliche Ortsgründung durch einen Chisco gesehen. Ab 1311 wurde zwischen Grossem und Kleinem „Kyssendorf“ unterschieden.

Die Gemeinde Kissendorf entstand am 1. April 1971 durch die Fusion der damals selbständigen Gemeinden Großkissendorf und Kleinkissendorf.[1] Am 1. Mai 1978 wurde sie aufgelöst. Groß- und Kleinkissendorf sind seitdem Ortsteile der Gemeinde Bibertal.[2] Die beiden Ortsteile sind mittlerweile baulich verbunden und werden oft weiterhin als Kissendorf bezeichnet. Im Jahr 2002 gewann Kissendorf den Landkreisentscheid des Wettbewerbes "Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft"[3], der auch 2010 an Kissendorf ging[4].

Einwohnerentwicklung vor 1971[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Großkissendorf Kleinkissendorf insgesamt
6. Juni 1961 330 289 619
27. Mai 1970 437 317 754

Einwohnerentwicklung nach 1971[5][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Kissendorf
01.10.2005 1161
01.10.2006 1139
01.10.2007 1141
01.10.2008 1125
01.10.2009 1143
01.10.2010 1167
01.10.2011 1163

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler sind die katholische Pfarrkirche am Kirchplatz und die Kapelle in der St.-Ulrich-Straße, beide in Großkissendorf.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 476.
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 773 und 775.
  3. Presseartikel vom 22.07.2002. Abgerufen am 3. September 2013.
  4. Kissendorfer verschönern den Ort weiter. Augsburger Allgemeine, 26. November 2010, abgerufen am 3. September 2013.
  5. Bibertal in Zahlen. Abgerufen am 3. September 2013.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 48° 24′ N, 10° 12′ O