Klenkes

Der Klenkes ist Erkennungszeichen von Aachenern und Gruß untereinander, wenn sie sich außerhalb von Aachen begegnen. Es handelt sich um die Bezeichnung im Öcher Platt für den emporgereckten kleinen Finger der rechten Hand.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Aachen war für seine Tuchindustrie und dadurch auch für seine Nadelfabriken bekannt. Die Arbeiter, meist Kinder, benutzten zur Qualitätskontrolle der Nadeln ihren rechten kleinen Finger. Diese Tätigkeit, das „Ausklinken“ der fehlerhaften Nadeln am Band, führte bei den Menschen zu Fehlstellungen des kleinen Fingers.[1][2] Daher konnten sich Aachener in der Ferne auch ohne Worte oft am missgebildeten kleinen Finger erkennen. Im Laufe der Zeit verlor die Tuchindustrie immer mehr ihre vorherrschende Rolle im Raum Aachen. Aber das Wahrzeichen des Klenkes blieb, so bekam etwa auch der 1984 gebaute Funkturm der Deutschen Bundespost im Aachener Wald den offiziellen Namen Mulleklenkes, was auf hochdeutsch sowas wie sprechender Klenkes bedeutet.[3]
Stadtmagazin
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Nach dem Klenkes ist auch ein 1975 gegründetes Aachener Stadtmagazin benannt, in dem man Tipps und Termine rund um Aachen und die Euregio Maas-Rhein findet. Entstanden ist die Zeitung als so genannte Stattzeitung der Bürgerinitiativen in Aachen. Als Vorbild diente das Kölner VolksBlatt. Seit 2017 gehört das Magazin zum Medienunternehmen Mediahuis Aachen und läuft seit 2025 online auf der Website der Aachener Zeitung.[4]
Denkmal
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Seit 1970 steht ein dem Klenkes gewidmetes Denkmal des Aachener Bildhauers Hubert Löneke am Holzgraben.[5]
- Denkmal am Holzgraben
- Erklärungstafel am Klenkes-Denkmal, Aachen
- Klenkes bei der Nadelsortierung
- Klenkes
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Klenkes, das Aachener Stadtmagazin. Mediahuis Aachen
- Über den Verein. Aachener Klenkes Komitee e. V.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Och härm, wie reden die denn hier? Was ist ein Klenkes? Stadt Aachen, abgerufen am 7. Mai 2026.
- ↑ Robert Peters: Die Aachener Nadelindustrie. Weltmarktführer – Innovationsmotor – Auslaufmodell. 1. Auflage. Shaker Verlag, Düren 2020, ISBN 978-3-8440-7389-8, S. 1 f. (320 S.).
- ↑ Birgitta Bäck: Aachens höchster Punkt. Der Mulleklenkes könnte bald neue Aufgaben haben. In: Lokalzeit aus Aachen. Westdeutscher Rundfunk, 27. April 2026, abgerufen am 7. Mai 2026.
- ↑ Kira Wirtz: In eigener Sache. Der Klenkes in neuem Gewand. In: Aachener Zeitung. 5. März 2025, abgerufen am 7. Mai 2026.
- ↑ Eckhard Hoog: Kinder waren für ihn Inspiration. In: Aachener Zeitung. 22. Mai 2011, abgerufen am 7. Mai 2026.
Koordinaten: 50° 46′ 29,5″ N, 6° 5′ 16″ O
